368: Demokratie stirbt in Finsternis

Alles rund um die einzelnen Polizeiruf-Folgen
(Tat)ortimOsten
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368: Demokratie stirbt in Finsternis

Beitragvon (Tat)ortimOsten » Sa 28. Apr 2018, 19:16

Rundfunk Berlin Brandenburg
Oberbarnim, Wandlitz, Frankfurt/Oder

Fernsehfilm Deutschland 2018

Erstsendung: 29. April 2018

Besetzung:
Kriminalhauptkommissarin Olga Lenski - Maria Simon
Kriminalhauptkommissar Adam Raczek - Lucas Gregorowicz
Lennard Kohlmorgen - Jürgen Vogel
Ulrike Kohlmorgen - Sofie Eifertinger
Henry Kohlmorgen - Jona Eisenblätter
Valeska Kohlmorgen - Patrycia Ziolkowska
Ulysses - Dimitrij Schaad
Alex - Karl Schaper
Maria Lenski - Natalia Bobyleva
Inspektor Karol Pawlak - Robert Gonera
Edyta Wisniewski - Katharina Bellena
Polizeihauptmeister Wolfgang Neumann - Fritz Roth

Musik: HomeSweetHome
Kamera: Florian Foest
Buch: Matthias Glasner und Mario Salazar
Regie: Matthias Glasner

Ein nächtlicher Einbruch in ihre Wohnung wirft Kriminalkommissarin Olga Lenski aus der Bahn: Der Einbrecher hat Olga und ihre Tochter Alma im Schlaf gefilmt– mit ihrem eigenen Handy. Die Kommissarin fühlt sich ohnmächtig und verunsichert wie selten. So hat Kriminalhauptkommissar Adam Raczek Olga noch nie erlebt. Er ist besorgt um seine Kollegin und fest entschlossen, den Überfall aufzuklären.

Die Kommissarin beschließt, Alma ihrer Mutter Maria anzuvertrauen und eine Auszeit zu nehmen. Auf einem abgelegenen Hof will sie zur Ruhe kommen und ihre Selbstsicherheit zurückgewinnen. Schon bald erkennt Olga, dass der Hof von Gastgeber Lennard Kohlmorgen mehr ist als nur ein idyllisches Aussteigerquartier. Kohlmorgen und seine Frau Valeska gehören der "Prepper Community" an: Einer Gruppe von Menschen, die jederzeit mit dem Katastrophenfall und dem Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung rechnet und sich auf diese Situation mit einer autarken Lebensweise einstellt.

Doch vor wenigen Wochen ist Valeska ausgezogen. Darunter leidet Lennard ebenso wie die beiden gemeinsamen Kinder, die 14-jährige Ulrike und der achtjährige Henry. Olga spürt die angespannte Familiensituation, dennoch fühlt sie sich hingezogen zu diesem ungewöhnlichen Mann. Als kurz darauf Valeskas Leiche an einem Waldsee gefunden wird, übernimmt Adam Raczek die Mordermittlungen. Er sieht in Lennard den Hauptverdächtigen – als verlassener Mann hatte er ein klares Motiv. Auch wenn alle Indizien gegen ihn sprechen: Olga glaubt nicht an Lennards Schuld. Hat sie sich etwa in den sensiblen Mann verliebt und die professionelle Distanz verloren?

Während Adam neue Indizien findet, fällt plötzlich im ganzen Land der Strom aus – der nationale Katastrophenfall wird ausgerufen. Olga und Adam sitzen fest.

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Purzelito
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Re: 368: Demokratie stirbt in Finsternis

Beitragvon Purzelito » So 29. Apr 2018, 21:22

"Zum Schluss fühlt sich dieser Krimi an wie der kollektive Suizid aller am Film Beteiligten."

Das schreibt mein Magazin und hat damit völlig Recht. Es mögen einige gute Ideen in der Story gesteckt haben, doch das Ganze machte auf mich einen unausgegorenen Eindruck. Nimm ein paar Weltverbesserer, ein paar Pubertierende, ein paar Desillusionierte, eine Hackertruppe und eine Aussteigerfamilie, pflanze die beiden Kommissare da hinein und lass den schönsten Unsinn blühen. Der grösste Blödsinn waren diese Zombiehacker mit den matten Augen vor den matten Bildschirmen und ihr Einpeitscher. Es war langatmig und auch stellenweise langweilig.

Ich habe nur wegen Jürgen Vogel durchgehalten.
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Deichgraf
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Re: 368: Demokratie stirbt in Finsternis

Beitragvon Deichgraf » So 29. Apr 2018, 21:45

Jürgen Vogel war wiedermal Grandios, das stimmt.

Der Rest hat mich nur Ratlos gemacht, Jugendliche die so austillen wie in den USA :?: :?:

Andere Irre die in einer Art Reichsbürger Welt leben :?: :?:

Eine Kommissarin, die sich in einen verdächtigen verknallt, und bei der angeblichen Apokalypse seelenruhig da sitzt, und sich nicht fragt, was mit Ihrem Kind ist, ob es dem gut geht.

Die Autarke Familie war da noch das normalste.....
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Re: 368: Demokratie stirbt in Finsternis

Beitragvon Roter Affe » So 29. Apr 2018, 22:27

Ein Werbefilm für Ostdeutschland?

Sonderbar trifft es meiner Meinung nach am ehesten.

Gut das es keine Rangliste gibt. ;)
Grüßla aus dem Tatortreifen Franken!

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Calenberger
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Re: 368: Demokratie stirbt in Finsternis

Beitragvon Calenberger » Mo 30. Apr 2018, 06:36

Die Figuren waren schon spannend.

Eine Prepper-Familie, die autark lebt. Die Teenie-Tochter, die da ausbrechen möchte. Die sensible Mutter, die kürzlich die Familie verlassen hat. Der halbstarke Freund der Tochter. Die "Dorf-Gang", die zu einer Guerilla-Truppe mutiert. Eine Untergrund-Organisation, die das Chaos anzettelt...

Aber... das alles spielt sich in einem brandenburgischen Dorf/ einer Kleinstadt ab.

Es hätte ein guter Polizeiruf werden können, wenn nicht so dick aufgetragen worden wäre. Dazu hätte man aber mindestens auf Operation Chaos verzichten müssen.

Und das Timing ist bescheiden. Ein Polizeiruf, der in der Vorvorweihnachtszeit spielt, sollte nicht Ende April ausgestralt werden.
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Deichgraf
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Re: 368: Demokratie stirbt in Finsternis

Beitragvon Deichgraf » Mo 30. Apr 2018, 12:28

Ranocchio hat geschrieben:Und das Timing ist bescheiden. Ein Polizeiruf, der in der Vorvorweihnachtszeit spielt, sollte nicht Ende April ausgestralt werden.

Das hab ich mir auch schon so gedacht, die Folge hätte besser in den Nov gepasst.
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Re: 368: Demokratie stirbt in Finsternis

Beitragvon KarinElisabeth » Mo 30. Apr 2018, 21:34

Was soll mensch dazu noch sagen.....was für ein Mischmasch, Quark in Reinkultur.....mich würde interessieren, was Jürgen Vogel zu dem Endergebnis sagt.
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Purzelito
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Re: 368: Demokratie stirbt in Finsternis

Beitragvon Purzelito » Di 1. Mai 2018, 13:49

Ich habe von Jürgen Vogel immer den Eindruck, dass ihm keine Rolle und kein Film zu abgefahren sein kann. Und wenn ihn dann mit dem Autor und Regisseur neben einer Freundschaft auch noch eine Filmproduktionsfirma verbindet, weiss man, woher der Wind weht.

Das Folgende sagt Jürgen Vogel dem rbb:


Hier im Polizeiruf spielen Sie Lennard Kohlmorgen, der mit seiner Familie ein autarkes Leben führt. Seinen Kindern, vor allem seiner Tochter, scheint dieser Lebensstil gegen den Strich zu gehen. Würden Sie Ihren Kindern Ihren Lebensstil "aufzwingen"?


Solche Rollen wie die von Lennard Kohlmorgen sind toll. Ich suche mir Rollen aus, die Spaß machen, ohne dass ich dafür einen privaten Bogen ziehe, so denke ich gar nicht. Ich entscheide mich dabei eher nicht für Rollen, die ich auf mich beziehen kann, das ist gar nicht so spannend für mich. Vielmehr fordert es mich heraus, wenn ich mir während der Arbeit eine Figur erfühle und sie somit erfinden kann. Ich gehe da ganz offen ran, und es ist immer wieder eine neue, tolle Herausforderung, während der Arbeit eine Nähe zu der Figur aufzubauen.


Mit Matthias Glasner verbindet Sie eine langjährige Zusammenarbeit. Was zeichnet diese aus?

Mit Matthias Glasner verbindet mich eine enge filmische Partnerschaft, und das schon über viele Jahre. Wir haben auch gemeinsam eine Filmproduktionsfirma, die Schwarzweiss Filmproduktion GmbH. Darüber hinaus verbindet uns eine wunderbare langjährige Freundschaft, die noch zusätzlich dadurch bereichert wird, dass unsere gemeinsame Arbeit künstlerisch schön und fruchtbar ist.“

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