1053: Zeit der Frösche

Alles rund um die einzelnen Tatort-Folgen
(Tat)ortimOsten
Beiträge: 1659
Registriert: Mo 29. Dez 2008, 21:32

1053: Zeit der Frösche

Beitragvon (Tat)ortimOsten » Mo 2. Apr 2018, 14:27

Südwestrundfunk
Mainz

Fernsehfilm Deutschland 2018

Erstsendung: 02. April 2018 (Ostermontag)

Besetzung:
Ellen Berlinger - Heike Makatsch
Martin Rascher - Sebastian Blomberg
Jonas Ginori - Luis August Kurecki
Maja Ginori - Jule Böwe
Enzo Ginori - Jan Messutat
Bassi Mahler - Lucas Prisor
Max Linner - Paul Michael Stiehler
Sigrid Linner - Stephanie Eidt
Olivia Blixen - Kathleen Morgeneyer
Armin Blixen - Robert Schupp
Marie Blixen - Aniya Wendel

Musik: Florian Tessloff
Kamera: Martin Farkas
Drehbuch: Marco Wiersch nach einer Idee von Florian Oeller
Regie: Markus Imboden

Als ein blutdurchtränkter Kapuzenpulli in Teenagergröße in einer Altkleidersammlung gefunden wird, werden Ellen Berlinger und ihr Kollege Martin Rascher alarmiert. Für Martin ist der Fund ein böses Signal. Ihm liegt seit Jahren eine unaufgeklärte Mordserie an Jugendlichen schwer auf der Seele. Jetzt ist er überzeugt, dass wieder ein Teenager getötet wurde. In Ellens Augen ist das nur eine der möglichen Erklärungen. Aber auch sie ist beunruhigt.

Denn der Pullover könnte Jonas gehören, dem Sohn ihrer Cousine Maja. Ellen hat sich nach Mainz versetzen lassen, weil Maja ihr bei der Betreuung ihrer kleinen Tochter Greta hilft. Gerade zu dem verschlossenen Jonas hat die Kommissarin eine spezielle Verbundenheit entwickelt. Der 13-jährige sollte nach dem Schulfest vom Vorabend bei einem Ausflug mit Freunden sein, aber Ellen kann ihn dort nicht erreichen. Jonas' Eltern machen sich noch keine Sorgen – anders als die der 16-jährigen Marie Blixen.

Auch Marie war bei dem Schulfest, ist aber von dort nicht mehr zurückgekehrt. Die wohlhabenden Eltern fürchten eine Entführung, um von ihnen Lösegeld zu erpressen. Der Kapuzenpulli dagegen, geben sie an, stammt nicht von Marie. Aber wer kann das bei den weitverbreiteten grauen Pullovern schon mit Sicherheit sagen? Die Verhöre von Maries Mitschülern über den Abend des Schulfests erbringen nicht viel, noch nicht mal Max, mit dem Marie geflirtet hatte, hat etwas zu sagen.

Dann geht tatsächlich eine Lösegeldforderung ein. Eine Geldübergabe wird versucht – doch Marie ist bereits tot, erschlagen und auf einem verlassenen Gelände zurückgelassen. An der Leiche finden sich Spuren des Kapuzenpullis. Ellen beginnt zu fürchten, dass Jonas in den Fall verwickelt ist …

Zur Folgenseite im Fundus
Lohnt sich das Einschalten?
SherlockH85
Beiträge: 178
Registriert: So 21. Sep 2014, 19:53

Re: 1053: Zeit der Frösche

Beitragvon SherlockH85 » Mo 2. Apr 2018, 19:45

Der bemitleidenswerte gutmütige Kindergartenpädagoge hatte mit dem Zuseher eines gemeinsam: in freudiger Erwartung auf nette Abendunterhaltung, aber nix passiert :twisted:

Dieses Drehbuch des Grauens kann auch eine Heike Makatsch nicht retten. Wie ein langezogener Strudelteig.
Unverständlich, warum sie sich für sowas hergibt.

Sebastian Blomberg, den ich als Schauspieler eigentlich sehr schätze, nuschelt hier nur unverständlich herum.

Die Privatprobleme der Kommissarin nerven. Täter war früh klar. Eine Befragung durch eine Kinderpsychologin ist ja nicht nötig, wenn die befangene Tante das erledigen kann :roll: Von der Waterboarding-für-Arme-Szene fange ich besser gar nicht mal erst an.

Fazit: Das war gar nix, außer gähnender Langeweile und hölzerner schauspielerischer Leistungen.


1,5 Punkte nach Freiburg, äh... Mainz.
(Aufschlüsselung der Wertung: Story 0,5/10; Spannung 1/10; Ermittler 2/10; Darsteller 3/10; Umsetzung 1/10)
Zuletzt geändert von SherlockH85 am Mo 2. Apr 2018, 19:54, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Francois
Administrator
Beiträge: 394
Registriert: Do 31. Mai 2007, 18:27
Wohnort: Mannheim
Kontaktdaten:

Re: 1053: Zeit der Frösche

Beitragvon Francois » Mo 2. Apr 2018, 19:54

Man kann Imboden ja viel anlasten, aber das Drehbuch nun nicht.
SherlockH85
Beiträge: 178
Registriert: So 21. Sep 2014, 19:53

Re: 1053: Zeit der Frösche

Beitragvon SherlockH85 » Mo 2. Apr 2018, 19:55

Francois hat geschrieben:Man kann Imboden ja viel anlasten, aber das Drehbuch nun nicht.


Stimmt. Habe mein Posting abgeändert.
Benutzeravatar
Francois
Administrator
Beiträge: 394
Registriert: Do 31. Mai 2007, 18:27
Wohnort: Mannheim
Kontaktdaten:

Re: 1053: Zeit der Frösche

Beitragvon Francois » Mo 2. Apr 2018, 20:01

Danke dir. Ist mir schon in deinem Ranglisten-Kommentar aufgefallen.
SherlockH85
Beiträge: 178
Registriert: So 21. Sep 2014, 19:53

Re: 1053: Zeit der Frösche

Beitragvon SherlockH85 » Mo 2. Apr 2018, 20:02

Francois hat geschrieben:Danke dir. Ist mir schon in deinem Ranglisten-Kommentar aufgefallen.


Du kannst es gerne dort auch rauslöschen - hab nix dagegen. ;)
Benutzeravatar
Francois
Administrator
Beiträge: 394
Registriert: Do 31. Mai 2007, 18:27
Wohnort: Mannheim
Kontaktdaten:

Re: 1053: Zeit der Frösche

Beitragvon Francois » Mo 2. Apr 2018, 20:03

Nööööönööö,. das musst DU schon machen, wenn du es willst. BTW: Da sind so viele falsche Tatsachenbehauptungen drin, wenn ich da jedes Mal..... :-)
heletz
Beiträge: 232
Registriert: So 6. Sep 2009, 18:53

Re: 1053: Zeit der Frösche

Beitragvon heletz » Mo 2. Apr 2018, 20:05

Der einzig coole Moment war, als Ellen dem Kindergärtner ihr Handy abgenommen hat.

Wieso quasseln angebliche Profis (einschließlich Gerichtsmediziner) von Mord, obwohl noch gar nicht klar ist, was genau vorgefallen?

5 von 10 Punkten.

.
Benutzeravatar
Purzelito
Beiträge: 293
Registriert: Fr 25. Nov 2016, 21:54

Re: 1053: Zeit der Frösche

Beitragvon Purzelito » Mo 2. Apr 2018, 20:54

Da muss man mal kurz rekapitulieren, um den Anschluss im verfahrenen Leben von Ellen Berlinger zu bekommen: Sie kommt schwanger von England zum BKA nach Freiburg zurück, wo ihre Mutter und ihre zurückgelassene halbwüchsige Tochter wohnen. Berlinger bekommt es nicht hin, sich ihrer Familie zu nähern und sich auszusprechen (wie ich das in Erinnerung habe). Berlinger bekommt ein zweites Kind. Der Vater/die Väter sind unbekannt. Nachdem Berlingers Mutter gestorben ist, lässt sich Berlinger nach Mainz versetzen, wo ihre Schwester mit Familie lebt. Ihre ältere Tochter bleibt in Feiburg zurück (?).

Nicht genug, dass Berlinger selbst schwer beziehungsgestört ist und offensichtlich mit ihren Kindern nicht viel anzufangen weiss, trifft sie auf die labile Familiensituation ihrer Schwester. Diese soll auf das Kleinkind von Berlinger aufpassen (die Kleine wird im Hinterzimmer des von der Familie betriebenen Ristorante zum schlafen abgelegt). Die Schwester hat eine Beziehung mit einem italienischen Getränkehändler und eine besondere Affinität zu ihrem hochbegabten autistischen Sohn. Ihr Mann hat derweil andere Sorgen finanzieller Art. Dann ist da noch ein junger Erzieher, der von Berlinger als privater Babysitter missbraucht wird. Sie verabredet sich mit ihm, aber als es zu privat wird, muss er unter ihrem Judogriff leiden. Auch, als er Berlinger mit einem Kaffee beruhigen will, wird er von ihr als übergriffig bezeichnet. Zickenalarm!

Der (Un-) Fall um Sexspiele pubertierender Jugendlicher war eigentlich gar nicht schlecht. Aber gefallen hat mir nicht, dass der Neffe von Berlinger involviert war. Das Frauenbild, dass dem Zuschauer von einer allein erziehenden, berufstätigen, beziehungsgestörten Mutter vermittelt werden soll, ist noch grausamer als das von Lindholm!

Wer war die Frau, die die Ermittlungsakte am Ende einsehen durfte und weinend davon ging?

Schade um die Makatsch. Alles in allem bedarf es da keiner Fortsetzung an Ostermontag 2020.
Benutzeravatar
Carlo Menzinger
Beiträge: 155
Registriert: Do 26. Dez 2013, 21:09
Wohnort: Berlin-Friedhofshain

Re: 1053: Zeit der Frösche

Beitragvon Carlo Menzinger » Mo 2. Apr 2018, 21:14

Purzelito hat geschrieben:Wer war die Frau, die die Ermittlungsakte am Ende einsehen durfte und weinend davon ging?

Das haben wir (ich und meine Mitschauer_innen) uns auch gefragt. Wir konnten sie irgendwie nicht zuordnen. War es die Mutter von Max? [Bei nachträglicher Betrachtung der Mediathek würde ich sagen, es war die Mutter von Max.] Aber wer war die weibliche Person (mit Zopf), die am Ende alleine den dunklen Weg entlang ging, kurz bevor der Abspann kam? War das die Mutter von Marie, nur mit Zopf? Ich meine, der Serienmörder war ja noch nicht gefasst. Sollte da etwa eine Fortsetzung angedeutet werden?

Ansonsten fand ich den Tatort diesmal eigentlich garnicht so schlecht, wie manche hier schreiben. Der Anfang war etwas langatmig, bekam aber dann doch noch Fahrt. Anfangs dachte ich ja, der Kindergärtner hat was damit zu tun. Oder zumindest, dass er kurz vor Ende nochmal fälschlicherweise unter Verdacht gerät.

Jonas war ein wenig anstrengend. So wie er geredet und gespielt hatte. Klar, es mag vielleicht solche KInder geben, aber so ganz geheuer sind die mir nicht.

Gemein fand ich von Maja, dass sie ihrem Mann nichts gesagt hatte, dass Jonas noch lebt und er von ihr versteckt wird.

Zurück zu „Die Folgen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste