1050: Waldlust

Alles rund um die einzelnen Tatort-Folgen
(Tat)ortimOsten
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1050: Waldlust

Beitragvon (Tat)ortimOsten » So 4. Mär 2018, 18:14

Südwestrundfunk
Lorenzhof im Schwarzwald

Fernsehfilm Deutschland 2018

Erstsendung: 04. März 2018

Figuren:
Lena Odenthal - Ulrike Folkerts
Johanna Stern - Lisa Bitter
Peter Becker - Peter Espeloer
Edith Keller - Annalena Schmidt
Simon Fröhlich - Peter Trabner
Dorothee Lorenz - Eva Bay
Bert Lorenz - Heiko Pinkowski
Lilo Viadot - Ruth Bickelhaupt
Jörn Brunner - Jürgen Maurer
Elli Brunner - Christina Grosse

Musik: Martina Eisenreich
Kamera: Stefan Sommer
Skript: Sönke Andresen
Spielleitung: Axel Ranisch

Zum Coachingwochenende mit Team-Trainer Simon Fröhlich fahren Lena Odenthal und ihre Kollegen Johanna Stern, Peter Becker und Frau Keller in ein abgelegenes Hotel mitten im Schwarzwald. Schon bei der Ankunft wird klar, warum Frau Keller das Hotel so günstig bekommen hat: Die guten Tage des "Lorenzhofs" sind definitiv vorbei. Der eine Betreiber, Bert Lorenz genannt Humpe, wirkt ausgesprochen abweisend; die andere, seine Nichte Doro, dafür überaus beflissen.

Eine hauseigene Diva gibt es auch: die als Dauergast durchs Hotel geisternde alte Schauspielerin Lilo Viardot. Zwar lassen sich die Kommissare von den Seltsamkeiten erst mal nicht schrecken. Als sie aber im vegetarischen Abendessen einen menschlichen Knochen finden, ist ihre Ermittlerneugier geweckt. Von dem ortsansässigen Polizistenpärchen Jörn und Elli Brunner erfahren sie, dass Hotelbetreiber Humpe wegen Mordes an seiner Schwägerin zwölf Jahre Gefängnis abgesessen hat und seit seiner Rückkehr eine Privatfehde gegen Jörn Brunner führt.

Doro wiederum scheint überzeugt, dass ihr Onkel unschuldig im Gefängnis saß. Die Kommissare lassen das Coaching Coaching sein und konzentrieren sich auf die Suche nach Indizien. Hat jemand sie mit Absicht in den Lorenzhof gelockt? Und gibt es tatsächlich einen unaufgeklärten Mordfall? Während draußen ein Schneesturm das Hotel von der Welt abschneidet, ermitteln Lena Odenthal und ihr Team in einem Fall, der nicht nur immer mysteriöser, sondern auch gruseliger wird.

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Frau Vosen
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Re: 1050: Waldlust

Beitragvon Frau Vosen » So 4. Mär 2018, 20:22

Und wieder spielt der Ludwigshafener "Pfalz-Tatort" in Baden. Warum gehen die denn nicht in ein Gastof im Pfälzerwald? Da kann's doch genauso gruseln.
Malaika
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Re: 1050: Waldlust

Beitragvon Malaika » So 4. Mär 2018, 20:53

90 Minuten Laaaaaaaaaaaaaaangeweile! 90 Minuten vertane Zeit! TO Ludwigshafen gehört nun zu den TO's, die ich garantiert nicht mehr anschaue.

Wie heißt es im Tatort-Fundus: "An dem Film gibt's nicht viel Entzückendes. Ein veritabler Griff ins Klo".

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
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Purzelito
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Re: 1050: Waldlust

Beitragvon Purzelito » So 4. Mär 2018, 21:51

Krass, krasser, Axel Ranisch! Dieselbe Handschrift wie Babbeldasch, nur eine ganz andere Atmosphäre. Gruselig, rau, tragisch, nostalgisch, unwirklich, wunderschön ausgestattet, schaurig beleuchtet. Mir hats gefallen!

Ein Seminar abseits der Zivilisation in einem alten Gasthof, der schon bessere Zeiten gesehen hat. Das ist mal eine köstliche Idee für das Team, das zusammenwachsen soll. Ein Ort mit 500 Einwohnern und 2 Nachnamen! Man trifft auf eine unerfüllte Homoleidenschaft aus alten Zeiten und eine alte Primaballerina. Göttlich - Ruth Bickelhaupt als Lieselotte Viadot! Das kann auch nur Axel Ranisch einfallen, seine Oma in solch herrlichen Szenen in seinen Filmen unterzubringen. Immerhin ist sie weit über 90. Und dann ist da noch die Polizistenehefrau, die ihren Polizistenehemann und dessen Untaten deckt und dafür den armen Seminarleiter mit Grüssen aus Solingen bedenkt. Dramatische Musik umschwelgt eine morbide Szenerie. Hat man in letzter Zeit etwas kurzweiligeres gesehen? Nein!
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Carlo Menzinger
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Re: 1050: Waldlust

Beitragvon Carlo Menzinger » So 4. Mär 2018, 21:53

Ehrlich gesagt: ich bin kein Fan solcher Impro-Tatorte und werde es wohl auch nie werden. Es gab einige positive Verbesserungen gegenüber der Folge "Babbeldasch", z.B. dass es richtige Schauspieler und keine Laientheaterschauspieler waren, was bei "Babbeldasch" doch sehr negativ auf den Film wirkte. Die Location war auch sehr nett ausgesucht und bietete schöne Bilder. Ein bisschen Spannung und Grusel war auch dabei. Das alles aber hat mich noch lange nicht vom Hocker gehauen. Die Dialoge wirkten doch überwiegend sehr hölzern. Gerade Annalena Schmidt (Frau Keller) scheint das Improvisieren nicht so richtig zu liegen. Ich vermute, man wollte nach dem Reinfall mit "Babbeldasch" dem Improvisationsexperiment nochmal eine Chance geben, es diesmal besser und spannender zu machen. Ich wäre aber sehr dankbar, dies in Zukunft bleiben zu lassen. Ich weiss auch ehrlich gesagt nicht, was der Sinn dabei sein soll. Es macht so einen Film eher schlechter als besser.

Ansonsten: Kameraführung war ok. Schauspielerische Leistung kann man großteils auch nicht meckern. Die Geschichte, der Fall, war jetzt nicht so besonders, aber noch einigermaßen annehmbar. Ich hatte ja schon eine schlechte Kritik im vorab gelesen, fand es dann aber nicht ganz so zutreffend. Hätte eigentlich noch schlimmeres erwartet. Ein wichtiger Bewertungspunkt bei mir: ich würde wohl eine Wiederholung nicht unbedingt nochmal anschauen.
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Carlo Menzinger
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Re: 1050: Waldlust

Beitragvon Carlo Menzinger » So 4. Mär 2018, 22:03

Während draußen ein Schneesturm das Hotel von der Welt abschneidet, ermitteln Lena Odenthal und ihr Team in einem Fall, der nicht nur immer mysteriöser, sondern auch gruseliger wird.

Hab ich diesen Schneesturm irgendwie verpasst? Ein Schneesturm, der das Hotel von der Welt abschneidet, darunter verstehe ich eigentlich was anderes. Oder war dies nur die Lüge der Polizistin, die meinte, die Straße wäre gesperrt? Dann sollte man das aber nicht so in die Zusammenfassung schreiben. Und vor allem hätten ja Lena Odenthal & Co. nur mal vor die Türe schauen müssen, um zu erkennen, dass da kein Schneesturm war.
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Carlo Menzinger
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Re: 1050: Waldlust

Beitragvon Carlo Menzinger » So 4. Mär 2018, 22:12

Noch eine Kritik, die weniger mit dem "Tatort" als mehr mit der ARD zu tun hat: Hört bitte wieder damit auf, während des Films Hinweise für andere Filme während der Woche einzublenden. Es kommt schon seit einiger Zeit mehrmals am Tag die Vorschau für den Zweiteiler "Gladbeck". Die meisten werden das schon mitgekriegt haben. Warum muss das während dem "Tatort" mehrmals/überhaupt eingeblendet werden? Ich möchte einen Film gern ungestört durch solche Einblendungen sehen. Dies ist auch eher eine Zumutung aus dem Repertoire der privaten Sender. Keine Ahnung, warum die ARD so einen Unsinn übernehmen muss.
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Re: 1050: Waldlust

Beitragvon Bulldogge » So 4. Mär 2018, 22:45

Dieser Tatort war genauso abgedreht wie Babbeldasch, aber im Vergleich dazu atmosphärisch stärker, wendungsreich und spannend bis zum Schluss.

Ich wäre nie darauf gekommen, dass der Polizist die Morde vor 27 Jahren und seine Frau den Mord an Doro begangen hat. Nur beim letzten Mord am Seminarleiter war dann klar, dass sie es gewesen sein musste. Aber zu diesem Zeitpunkt hätte man auch noch an Notwehr glauben können, nachdem er sie mit dem Messer angegriffen hatte.

Was für mich nicht sehr glaubhaft war, dass der Weiberheld Heinrich, der nichts anbrennen ließ, auch noch eine Affäre mit Brunner gehabt hat.

War dieser Tatort realistisch? Sicher nicht, aber ich habe schon einige Murot-Tatorte gesehen, die noch abgedrehter waren, nur dass bei Tukur alle sagen würden es sei Kunst.
KarinElisabeth
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Re: 1050: Waldlust

Beitragvon KarinElisabeth » So 4. Mär 2018, 23:08

So treibt man die Tatort Fans in den Wahnsinn. Schrecklich.

Kopper hatte das richtige Gespür, nach Babbeldasch hätte ich mich auch vom Acker gemacht.

Lena sollte Kopper nach Italien folgen, dort die Mafia aufmischen.
flor61
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Re: 1050: Waldlust

Beitragvon flor61 » Mo 5. Mär 2018, 07:32

Ich habe nach 15 Minuten weggeschaltet. Was war das mit der Mistgabel? Waren da alle irre? Egal, der Filmstart tat mir so weh, daß ich wegschalten mußte.

Sorry

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