1048: Meta

Alles rund um die einzelnen Tatort-Folgen
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clubmed
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Re: 1048: Meta

Beitragvon clubmed » So 18. Feb 2018, 22:34

Thomas hat geschrieben:Premiere. In der Rangfolgeliste sofort dreimal 10 Punkte. Noch dazu von drei Neulingen. Das ist keine Wertung dieser Tatsache, das ist wie gesagt eine Premiere.


sorry für die Ranglisten-Diskussion hier, aber dies finde ich ja schon wirklich witzig, es geht nicht um die Neulinge, sondern um die Namen und die Kommientare *grins* Realität oder Fiktion??

Travis_Bickle 10.0 Die Filmmusik.....Knaller!
Organisation_Gehlen 10.0 Uns gibt es natürlich nicht mehr!
PeterKoteas 10.0 Ich mache keine Fehler!

PS fliegen wohl beim nächsten Aufräumen eh raus - einmalige Werter werden doch gekillt, oder? Ist das noch so?
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Carlo Menzinger
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Re: 1048: Meta

Beitragvon Carlo Menzinger » So 18. Feb 2018, 22:41

Für mich wohl einer der besten Tatorte mit Karow/Rubin bisher. Die Idee mit dem Film im Film im Film... fand ich einerseits spannend und gut gemacht, andererseits hat es aber auch sehr verwirrt. So musste ich mehrmals nachdenken, um was es in dem Fall überhaupt wirklich geht, und was nur eine "Spiegelung" aus einem der anderen Filme war. Ich weiss auch nicht, ob es mit der Geschichte um die "Organisation Gehlen" zu viel war und ohne diese Verschwörungstheorie besser gewesen wäre. Vielleicht ein bisschen zu dick aufgetragen.

Bei Rubin hatte ich manchmal den Eindruck, sie steht unter Drogen, so wie sie redete. Karow war teilweise ein ziemlicher Kotzbrocken, teilweise aber auch ziemlich paranoid.

Gab es eigentlich schonmal solch eine Änderung und Verfremdung des Vor- und Abspanns eines Tatortes? Ich kann mich wohl an eine Folge grob erinnern, bei der direkt nach dem Vorspann im Film auf einen Fernseher mit einer Tatortfolge übergeblendet wurde. Aber ansonsten ist mir nicht bekannt, dass es so abgeändert wurde.

Aaargh, ich bin ja eigentlich ein ziemlicher Filmefan und hab auch schon ziemlich viele Filme gesehen, aber "Taxi Driver" ist irgendwie immer an mir vorbeigegangen. Muss ich unbedingt mal nachholen...
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KiGaZw
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Re: 1048: Meta

Beitragvon KiGaZw » Mo 19. Feb 2018, 06:38

Kein schlechter Tatort. Aber auch kein besonders guter.

Das liegt nicht an der Idee. Die Idee selbst war genial! Es liegt am Team bei dem es sich angeblich um die Creme de la Creme der Deutschen Schauspielkunst handeln soll:

Das Berliner Team hat unglaubliche Schwächen in ihrer Charakterzeichnung. Das kann an der Regie liegen, ich denke aber inzwischen es liegt an mangelndem schauspielerischen Vermögen oder vielleicht pure Unlust oder Gleichgültigkeit.

Die wievielte Folge aus Berlin haben wir jetzt? Und da muss sich ein selbstverliebter Kommissar immer noch erklären "Ich habe keine Familie und keine Kinder, niemand wartet auf mich, ich kenne dann nur noch den Fall..."? Erst ist er kalt und ruhig, dann wieder ein Wutausbruch aus heiterem Himmel. Plötzlich will er James Bond sein der 17 mal getroffen durchlöchert immer noch aufsteht. Und zum Schluss kneift er. Das ist einfach schlampig gemacht. Hier fehlt die rote Linie. Die komplette Figur ist unstimmig! Viel zu dick aufgetragen.

Und die weibliche Hauptdarstellerin die redet ohne den Mund zu bewegen: Der ganze Familienkram erst mit der Patchworkfamilie bei der jetzt nun noch der Sohn übrig ist und die Kommissarin die immer arbeitet und nie Zeit für die Familie hat... GÄHN! Dann will sie hart sein, zieht aber nix durch. Dann entschuldigt sie sich wieder... GÄHN! Nebenbei ist sie unsympathisch bis naiv. Auch hier ist kein klarer Charakterzug zu erkennen.

Und nächste Folge lernen wir wieder 4 neue charakterliche Eigenschaften der beiden kennen. Gerade so wie es schnell mal zum Drehbuch passt.

Und wenn man den ganzen Privatkram abzieht, bleiben 50 Minuten Film über. Die waren durchaus gut gemacht, abgesehen von so Experimenten wie die Szene im Kino mit den Papierschnipseln und den Energydrinks. Völlig anderes Stilmittel einfach so eingebaut und uns vor die Füße geworfen. Wie bei einem Amateurfilmer der bei seiner neuen Schnittsoftware neue Funktionen und Effekte entdeckt hat und sie unbedingt verwursten wollte.

Qualität geht anders.

Wegen der guten Idee gnädige 7/10 von mir, handwerklich war es nur Nudeln mit Tomatensauce..
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Re: 1048: Meta

Beitragvon witchy_woman » Mo 19. Feb 2018, 08:03

sintostyle hat geschrieben:Tolja hat ja nicht mitgespielt. Da muss sich in deinem Beitrag bzw. im Fundus ein Fehler eingeschlichen haben. Von den beiden Rubin-Söhnen war nur Kaleb im Film zu sehen.


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Das ist zwar nur nebensächlich, aber hat sie ihren Sohn nicht einmal mit "Louis" angesprochen? Prima, daß man den Namen jetzt auch einmal lesen kann, ich habe ihn nämlich nie verstanden, so wie sie ihn herausgenuschelt hat :shock:

Ansonsten bin ich immer noch ganz geflasht, ich würde den Film wie Purzelito auf einer Ebene mit "Im Schmerz geboren" ansiedeln.
Bereits der Vorspann, der Kinoatmosphäre gezaubert hat, ließ ahnen, daß man es hier mit einem Film im Film zu tun hatte. Es war richtig gut gemacht, dicht erzählt und auch nicht verwirrend. Die winzigen Privatstränge paßten gut ins Geschehen.

Das i-Tüpfelchen war für mich Ole Puppe. Vor ein paar Jahren wurde er im Tatort regelrecht "verheizt", plötzlich war er nicht mehr dabei. Klasse Rolle für ihn :)

Das Rollenprofil von Nina Rubin war von Anfang an unglücklich. Warum hat man sie nicht gleich als Nachtschwärmerin ohne Familie gezeigt. Stattdessen dürfen wir einem weiteren Ehe- und Familienscheitern zuschauen, das ist doch uninteressant.
Robert Karow wandelt sich-er geht am Ende einen Kompromiß ein. Den bis zum Zusammenbruch agierenden Paranoiden hat Mark Waschke absolut perfekt gegeben.
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Re: 1048: Meta

Beitragvon sintostyle » Mo 19. Feb 2018, 09:04

witchy_woman hat geschrieben:
sintostyle hat geschrieben:Tolja hat ja nicht mitgespielt. Da muss sich in deinem Beitrag bzw. im Fundus ein Fehler eingeschlichen haben. Von den beiden Rubin-Söhnen war nur Kaleb im Film zu sehen.


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Das ist zwar nur nebensächlich, aber hat sie ihren Sohn nicht einmal mit "Louis" angesprochen? Prima, daß man den Namen jetzt auch einmal lesen kann, ich habe ihn nämlich nie verstanden, so wie sie ihn herausgenuschelt hat :shock:



Ich habe "Louis" nicht gehört, kann aber sein.

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Re: 1048: Meta

Beitragvon becksgold » Mo 19. Feb 2018, 09:50

Für mich einer der schlechtesten Tatorte der letzten Jahre. Mit diesem Film im Film eine Zumutung zum Zusehen, dazu die Mutter Sohn Patchwork Story, belanglose Zuhälter in Nebenrollen, etc. Ich habe noch nie ausgeschaltet, aber gestern war ich kurz davor. Daß dieser Tatort jetzt überall so abgefeiert wird, kann ich nicht verstehen. Geschmackssache ...
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Re: 1048: Meta

Beitragvon clubmed » Mo 19. Feb 2018, 11:04

Carlo Menzinger hat geschrieben:
Gab es eigentlich schonmal solch eine Änderung und Verfremdung des Vor- und Abspanns eines Tatortes? Ich kann mich wohl an eine Folge grob erinnern, bei der direkt nach dem Vorspann im Film auf einen Fernseher mit einer Tatortfolge übergeblendet wurde. Aber ansonsten ist mir nicht bekannt, dass es so abgeändert wurde.



Spontan fällt mir dazu ein: Schimanski - Unter Brüdern (235)

Unter Brüdern stellt ein Novum in der Geschichte des deutschen Fernsehkrimis dar, da er eine Gemeinschaftsproduktion des Deutschen Fernsehfunks und des Westdeutschen Rundfunks war und die Reihen Tatort der BRD und Polizeiruf 110 der DDR miteinander verband. Man kombinierte auch beide Vorspänne, indem man zunächst einen Teil des Tatort-Vorspanns mit der Musik von Klaus Doldinger zeigte, dann Szenen aus dem Vorspann des Polizeirufs mit der Musik von Hartmut Behrsing und danach immer wieder wechselte. Abweichend vom üblichen Vorspann wurde der Titel Polizeiruf 110 hier ausnahmsweise ausgeschrieben; sonst wurden immer nur die Zahlen 110 eingeblendet. Dieser Film sollte die deutsche Einheit für das deutsche Fernsehen symbolisieren. Es war eine der letzten Fernsehproduktionen der DDR, obwohl die Ausstrahlung erst drei Wochen nach dem Tag der Deutschen Einheit erfolgte. Ein Jahr später nahm man in der Polizeiruf-Folge (Thanners neuer Job, Folge 153), noch einmal Bezug auf Unter Brüdern.


Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Unter_Br%C3%BCdern_(1990)
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Re: 1048: Meta

Beitragvon Purzelito » Mo 19. Feb 2018, 11:13

KiGaZw hat geschrieben:... durchaus gut gemacht, abgesehen von so Experimenten wie die Szene im Kino mit den Papierschnipseln und den Energydrinks. Völlig anderes Stilmittel einfach so eingebaut und uns vor die Füße geworfen. Wie bei einem Amateurfilmer der bei seiner neuen Schnittsoftware neue Funktionen und Effekte entdeckt hat und sie unbedingt verwursten wollte. ..

Gerade diese Mischung aus Stilmitteln und Szenenschnipseln passte für mich perfekt. Wie will man vier verschiedene Ebenen in einem Film anders zeigen? Das Kunstvolle für mich daran war, dass alle Schnipsel sowas von nahtlos ineinander griffen und die Handlung spannend voran trieben, ohne dass der Zuschauer dabei den Faden verlor. Das Sahnehäubchen dabei war die ganz reale Abspannszene. Nur super!
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Re: 1048: Meta

Beitragvon Bulldogge » Mo 19. Feb 2018, 11:21

sintostyle hat geschrieben:
witchy_woman hat geschrieben:
sintostyle hat geschrieben:Tolja hat ja nicht mitgespielt. Da muss sich in deinem Beitrag bzw. im Fundus ein Fehler eingeschlichen haben. Von den beiden Rubin-Söhnen war nur Kaleb im Film zu sehen.


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Das ist zwar nur nebensächlich, aber hat sie ihren Sohn nicht einmal mit "Louis" angesprochen? Prima, daß man den Namen jetzt auch einmal lesen kann, ich habe ihn nämlich nie verstanden, so wie sie ihn herausgenuschelt hat :shock:



Ich habe "Louis" nicht gehört, kann aber sein.

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Louis habe ich auch nicht gehört. Ich habe immer "Kalla" verstanden, womit aber wohl Kaleb gemeint war.
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Re: 1048: Meta

Beitragvon Ranocchio » Mo 19. Feb 2018, 11:26

Carlo Menzinger hat geschrieben:[...]Gab es eigentlich schonmal solch eine Änderung und Verfremdung des Vor- und Abspanns eines Tatortes?[...]
In gewisser Weise war ja auch Münchner Kindl eine Besonderheit, da der Tatort nicht direkt mit dem typischen Vorspann begann.
wikipedia hat geschrieben:Ferner beginnt diese Folge ausnahmsweise nicht mit dem typischen Tatort-Vorspann, sondern mit einer Film-Anfangsszene; erst nach dieser erfolgt der Vorspann. Werner Veigel spielt als Tagesschau-Sprecher sich selbst und berichtet über die entflohene Martha Hobiehler.

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