1047: Der kalte Fritte

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(Tat)ortimOsten
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1047: Der kalte Fritte

Beitragvon (Tat)ortimOsten » Fr 9. Feb 2018, 20:11

Mitteldeutscher Rundfunk
Weimar

Fernsehfilm Deutschland 2018

Erstsendung: 11. Februar 2018

Figuren:
Kriminalhauptkommissarin Kira Dorn - Nora Tschirner
Kriminalhauptkommissar Lessing - Christian Ulmen
Kommissariatsleiter Kurt Stich - Thorsten Merten
Polizist Lupo - Arndt Schwering-Sohnrey
Dr. Seelenbinder - Ute Wieckhorst
Fritjof Schröder "Fritte" - Andreas Döhler
Martin Schröder - Sascha Alexander Geršak
Cleo Schröder - Elisabeth Baulitz
Simone Schröder - Paula Kroh
Udo Stich - Hermann Beyer
Lollo Sassen - Ruby O. Fee
Prof. Ilja Bock - Niels Bormann
Killer Petteri Salokangas - Lars Rudolph
Kindergärtnerin Connie - Simone Müller
Katasteramtbeamtin - Franziska Ritter
Rolf im Rollstuhl - Tobias Nied
Chastity - Lara Sophie Milagro

Musik: Dürbeck & Dohmen
Kamera: Stephan Wagner
Buch: Murmel Clausen
Regie: Titus Selge

Bei einem Einbruch in seine Weimarer Villa wird der Milliardär Alonzo Sassen ermordet. Seine junge Frau Lollo erschießt den Täter - offenbar in Notwehr. Die Kommissare Kira Dorn und Lessing observieren Lollo, die danach im Bordell "Chez Chériechen" Arbeit sucht, das von Fritjof "Fritte" Schröder geführt wird. Dessen Bruder Martin betreibt mit seiner Frau Cleo in der Nähe Weimars einen Steinbruch, der am Rande der Insolvenz steht. Als besondere geologische Formation ist dies einer der zwei potenziellen Standorte für das geplante "Goethe-Geomuseum". Diese Nutzung wäre die finanzielle Rettung der Schröders. Doch Sassen hatte angekündigt, der Stadt ein Grundstück in Weimars bester Lage, am Frauenplan, zu schenken, um das Museum dort errichten zu können. War das sein Todesurteil? Ihre Ermittlungen führen Kira Dorn und Lessing in die Bauhaus-Universität. Der Architektur-Professor Ilja Bock ist Vorsitzender der Jury, die über den Standort des Museums-Neubaus entscheidet. Er hat eine Affäre mit seiner Jungendliebe Cleo, die damit ins Fadenkreuz der Kommissare gerät. Als sich herausstellt, dass Fritte Schröder bei dem Grundstücksroulette mit am Tisch sitzt, und die Hassbeziehung zu seinem Bruder Martin offenbar wird, steuert der Fall auf ein explosives Finale zu.

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Carlo Menzinger
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Re: 1047: Der kalte Fritte

Beitragvon Carlo Menzinger » So 11. Feb 2018, 21:28

Filmaufnahmen und Kamera waren super, die Geschichte und Handlung etwas wirr. Diverse Nebenstränge wie die mit dem Vater Udo. Und was sollte das mit dem Sohn von Lessing und Dorn? Gibt es den eigentlich tatsächlich oder ist das nur eine Halluzination? Ich kann mich eigentlich nicht daran erinnern, dass die beiden ein Kind hatten. Der Sohn ist ja auch nie im Film aufgetaucht, es war immer nur die Rede von ihm. Hmm, ich weiss noch nicht so richtig, was ich von dieser Folge halten soll. So richtig überzeugend oder spannend war das alles nicht.
TatortMiro
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Re: 1047: Der kalte Fritte

Beitragvon TatortMiro » So 11. Feb 2018, 21:48

Carlo Menzinger hat geschrieben:Ich kann mich eigentlich nicht daran erinnern, dass die beiden ein Kind hatten. Der Sohn ist ja auch nie im Film aufgetaucht, es war immer nur die Rede von ihm.

An einen Sohn kann ich mich auch nicht unbedingt erinnern, aber in der allerersten Folge war Kira Dorn schwanger.

Gegen einen vom "Gebühren"zahler finanzierten Tatort-Klamauk darf man ja nichts sagen, die Produzenten belehren den Zuschauer ansonsten, dass er keine Ahnung hat von dem was er sich anschauen soll. Wenn dann aber noch ein spannungsloses verwirrendes Drehbuch dazu kommt mit eher laschen Nebensträngen, guten-mittelmäßigen schauspielerischen Leistungen, dann kommt am Ende für mich kein Meisterwerk dabei heraus. Das war weder ein guter Krimi, noch eine gute Komödie. Ich kann nur 3,5 / 10 vergeben.
Zuletzt geändert von TatortMiro am So 11. Feb 2018, 21:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Carlo Menzinger
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Re: 1047: Der kalte Fritte

Beitragvon Carlo Menzinger » So 11. Feb 2018, 21:55

TatortMiro hat geschrieben:An einen Sohn kann ich mich auch nicht unbedingt erinnern, aber in der allerersten Folge war Kira Dorn schwanger.

Ja, ich dachte mich auch grob noch an so etwas erinnern zu können. Aber was wurde daraus? An ein Kind kann ich mich wirklich nicht erinnern.

Bei der Szene mit Vater Udo dachte ich, die wollen so ein bisschen die Münsteraner Geschichte mit Vaddern da reinbringen.
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Purzelito
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Re: 1047: Der kalte Fritte

Beitragvon Purzelito » So 11. Feb 2018, 23:03

Das war der erste TO aus Weimar, der einigermassen sehenswert war. Dass ich von dem ganzen Grundstücksblödsinn nicht die Bohne verstanden habe, ist nicht so wichtig. Beste Szene war die Ermordung des Professors durch die Gropiusbüste vom Büstenhalter.

Das Kind von Dorn und Lessing existiert nur als McGuffin. Meines Wissens war Nora Tschirner während der Dreharbeiten zum ersten Weimarer TO tatsächlich schwanger, weshalb das Kind in die Story geschrieben werden musste. Ohne es jemals zu zeigen, läuft es jetzt als blöder Nebenstrang in jeder Folge mit.
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Re: 1047: Der kalte Fritte

Beitragvon Deichgraf » Mo 12. Feb 2018, 02:18

Purzelito hat geschrieben: Beste Szene war die Ermordung des Professors durch die Gropiusbüste vom Büstenhalter.


Naja die Szene davor war auch net übel, wo der Prof einen auf Prima Ballerina gemacht hat. :lol:

Ansonsten bin ich ja beruhigt, das ich nicht der einzige bin, der nix kapiert hat, wer wen und warum gekillt, und Grundstücke hin und her, Brüder die sich bis aufs Blut hassen, ne Ehefrau die keine Ahnung warum irre Dinge tut, mittendrin auch noch ne Tochter, oder nicht Tochter, oder doch wieder...total irre

Ein paar Gags waren ja auch ganz annehmbar, das mit dem imaginären Geld aus dem Tresor z.B.
Beati Pauperes Spiritu
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Ranocchio
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Re: 1047: Der kalte Fritte

Beitragvon Ranocchio » Mo 12. Feb 2018, 07:40

Die Folge war härter als das, was man aus Weimar bisher geboten bekam. Kira Dorn musste ganz schön einstecken (versuchte Vergewaltigung, unter Staub begraben).

Das mit dem Sohnemann scheint ein Running Gag zu sein. Neben dem Kugelbauch in der ersten Folge des Teams gab es, glaube ich, in einer weiteren Folge noch eine Kinderwagen-Szene. Ansonsten trat der Spross bisher direkt nicht in Erscheinung. Der aufmerksame Zuschauer könnte sich auch fragen, wer sich um den Nachwuchs kümmert, wenn die Eltern mal spontan zu einem Einsatz müssen. Nenene, so ernst sollte man das nicht sehen. Für die ein oder andere Unterhaltung ist diese Nebenstory ganz ok.

Der Fall an sich war typisch Weimar: Irgendwie hängt alle miteinander zusammen und ist verworren. Als Sahnehäubchen gibt es Zitate von Dichtern und Denkern sowie den ein oder anderen lustigen Spruch, wobei diese durchaus auch erst nach zwei, drei Augenblicken zünden.

Gute Unterhaltung. Allerdings darf zwischen zwei Weimar-Folgen ruhig etwas mehr Zeit vergehen.
heletz
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Re: 1047: Der kalte Fritte

Beitragvon heletz » Mo 12. Feb 2018, 09:55

Ranocchio hat geschrieben:... Als Sahnehäubchen gibt es Zitate von Dichtern und Denkern sowie den ein oder anderen lustigen Spruch, wobei diese durchaus auch erst nach zwei, drei Augenblicken zünden.

...


Darunter "Am Abend läßt die Schwägerin den Schwager ins Gehege rin!" in Abwandlung von F. K. Waechters "Am Abend hilft die Jägerin dem Jäger in die Negerin", wobei "Negerin" nicht nur aus PC-Gründen unpassend gewesen wäre.

Ansonsten sollte Murmel Clausen sich vielleicht beim nächsten Drehbuch doch wieder mit seinem bisherigem Co-Schreiber zusammentun.

Das scheint den Folgen besser zu behagen. Diese macht etwas ratlos.

.
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Purzelito
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Re: 1047: Der kalte Fritte

Beitragvon Purzelito » Mo 12. Feb 2018, 10:38

heletz hat geschrieben:Diese macht etwas ratlos.

Nicht nur diese...
Testbild
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Re: 1047: Der kalte Fritte

Beitragvon Testbild » Mo 12. Feb 2018, 13:04

Mein Highlight: Undercover Agent Lupo :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

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