1040: Der wüste Gobi

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(Tat)ortimOsten
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1040: Der wüste Gobi

Beitragvon (Tat)ortimOsten » Fr 22. Dez 2017, 10:50

Mitteldeutscher Rundfunk
Weimar

Fernsehfilm Deutschland 2017

Erstsendung: 26. Dezember 2017 (2. Weihnachtstag)

Figuren:
Hauptkommissarin Kira Dorn - Nora Tschirner
Hauptkommissar Lessing - Christian Ulmen
Gotthilf "Gobi" Bigamiluschvatokovtschvili ["Der Würger von Weimar" und Bademeister] - Jürgen Vogel
Mimi Kalkbrenner [Harfenistin] - Jeanette Hain
Kriminalhauptkommissar Kurt Stich - Thorsten Merten
Polizist Lupo - Arndt Schwering-Sohnrey
Prof. Elmar Eisler - Ernst Stötzner
Bruno Götze - Ralf Dittrich
Paola Koslowski - Mirjam Heimann
Dr. Seelenbinder - Ute Wieckhorst

Musik: Dürbeck & Dohmen
Kamera: Kristian Leschner
Buch: Murmel Clausen und Andreas Pflüger
Regie: Ed Herzog

Für die Weimarer Kommissare Kira Dorn und Lessing beginnen turbulente 24 Stunden, als der dreifache Frauenmörder Gotthilf Bigamiluschvatokovtschvili, genannt Gobi, fünf Jahre nach seiner Verurteilung aus der forensischen Psychiatrie ausbricht.

Er hinterlässt eine erwürgte Krankenschwester und deren junge Kollegin, die unter Schock steht. Noch in derselben Nacht wird auch die Ehefrau von Professor Eisler, Chefarzt der Psychiatrie, tot im eigenen Bett aufgefunden. Gobi scheint auf einem Rachefeldzug zu sein. Auf der Jagd nach dem wüsten Gobi stoßen die Kommissare nicht nur auf seine Vorlieben für Frauen und selbstgestrickte Unterwäsche. Die Ermittlungen führen Kira Dorn und Lessing auch zu seiner eifersüchtigen Verlobten Mimi Kalkbrenner, hauptberufliche Harfenistin, die Gobi möglicherweise zur Flucht verholfen hat.

Als nach und nach Indizien auftauchen, die Gobis Täterschaft infrage stellen, gerät Professor Eisler ins Visier der Ermittlungen, der in den letzten Jahren ein durchaus fragwürdiges Verhältnis zu seiner kranken Ehefrau pflegte. Handelt es sich bei den jüngsten Morden etwa um einen "Trittbrettwürger"? Eine fehlende frühere Ermittlungsakte und der verschwiegene ehemalige Kommissariatsleiter Bruno Götze, der Gobi vor fünf Jahren festgenommen hat, erschweren die Aufklärung der Morde.

Die Jagd nach dem Täter führt Dorn und Lessing dabei auch in die Kanalisation der Stadt Weimar, die so düster ist wie das Netz der Verstrickungen, in das die Kommissare geraten.

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Purzelito
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Re: 1040: Der wüste Gobi

Beitragvon Purzelito » Di 26. Dez 2017, 20:47

Ich musste bereits um 20.30 Uhr der Versuchung wiederstehen, das Programm zu wechseln.

Was für ein Schwachsinn von aneinander gereihten Trivialitäten aus Absurdistan. Mein Humorverständnis ist ein anderes. Zumindest der Ton war dieses Mal ok. Ich konnte akustisch leider den gesammelten Quatsch verstehen. Vielleicht war es deshalb so schlimm. Ich hätte gerne mal an einer Stelle geschmunzelt oder gelacht. Aber ich wusste nicht an welcher.
heletz
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Re: 1040: Der wüste Gobi

Beitragvon heletz » Di 26. Dez 2017, 20:48

Also ich fühlte mich gut unterhalten!

Wie oft hat Lessing des Namen Bigamiluschvatokovtschvili insgesamt fehlerfrei ausgesprochen? :lol:

Besonders aufgefallen sind mir diesmal die schönen Räume mit Dielenboden, schönen Meubles und Wänden in frischen Farben!

;)

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Carrera124
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Re: 1040: Der wüste Gobi

Beitragvon Carrera124 » Di 26. Dez 2017, 21:01

Die Geschichte war ganz ordentlich, aber irgendwie haben die Gags nicht so gezündet wie in den bisherigen Folgen. Und das Erzähltempo war extrem zäh, viel zu langsam.
Kunst kommt von können, nicht von wollen. Sonst würde es Wunst heißen.
heletz
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Re: 1040: Der wüste Gobi

Beitragvon heletz » Di 26. Dez 2017, 21:12

Beste Szene in der Kanalisation (logisch läßt der Dritte Mann grüßen, Klassiker!)

„Herr Professor, Sie haben also nicht nur die Krankenschwester ermordet, sondern auch Ihre Frau!“

„Ja, aber ich hatte gestern auch einen schweren Tag!“

Nach allgemeiner Überzeugung sind ja die behandelnden Ärzte noch Irrer als die Patienten.

Ernst Stötzner ließ ja schon bei der Aussage vor dem LG erahnen, was los ist.

Das Problem ist, wenn man Kalauer, gar Brüller erwartet. Dann zünden sie nicht.
Also einfach ganz unbefangen ansehen. Oder wenigstens so tun!

.
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Carlo Menzinger
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Re: 1040: Der wüste Gobi

Beitragvon Carlo Menzinger » Di 26. Dez 2017, 21:41

Na ja, die Aneinanderreihung ein paar lustiger Sprüche macht halt noch keinen guten Krimi. Für mich wirkte das alles ein bisschen zu übertrieben, überdreht, gekünstelt und unrealistisch. Bei dem ein oder anderen Spruch hab ich wohl auch mal geschmunzelt, aber ein toller Krimifall kam mir ein bisschen zu kurz. Das ganze Rumgeturtel des Ermittlerpärchens, der ständig reinpirschende Polizeikollege, der wirre Professor Eisler... viele Sachen in dem Film haben eher auf Slapstick und Komik gemacht, als auf Krimi. Ulmen kann eh spielen was er will, für mich bleibt er immer der Herr Lehmann (eine seiner besten Rollen, meiner Meinung nach). Vielleicht wollte man auch krampfhaft versuchen, in Richtung Münster-Tatort zu gehen...
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Re: 1040: Der wüste Gobi

Beitragvon siegfried1 » Di 26. Dez 2017, 21:51

heletz hat geschrieben:Beste Szene in der Kanalisation (logisch läßt der Dritte Mann grüßen, Klassiker!)

„Herr Professor, Sie haben also nicht nur die Krankenschwester ermordet, sondern auch Ihre Frau!“

„Ja, aber ich hatte gestern auch einen schweren Tag!“

Nach allgemeiner Überzeugung sind ja die behandelnden Ärzte noch Irrer als die Patienten.

Ernst Stötzner ließ ja schon bei der Aussage vor dem LG erahnen, was los ist.

Das Problem ist, wenn man Kalauer, gar Brüller erwartet. Dann zünden sie nicht.
Also einfach ganz unbefangen ansehen. Oder wenigstens so tun!

.


Ich kann im grossen Ganzen dem Kommentar von Purzelito zustimmen.
Es war kein schlechter Tatort aus Weimar und es gab noch viel schlechtere, aber irgendwas zum lachen
habe ich in diesem Tatort nicht gefunden.

Aber meine grosse Frage ist, wenn der Professor Eisler in der Kanalisation zugibt, dass er seine Ehefrau und
besonders die Krankenschwester umgebracht hat, wie hat er das bewerkstelligt :?:
Professor Eisler ist kein Fantomas, der einfach so nebenbei eine Maske von Gobi aufsetzten kann, und dann ist
er schon wieder zu Hause und bringt seine Ehefrau um. :?
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Re: 1040: Der wüste Gobi

Beitragvon Carlo Menzinger » Di 26. Dez 2017, 21:59

siegfried1 hat geschrieben:Es war kein schlechter Tatort aus Weimar und es gab noch viel schlechtere, aber irgendwas zum lachen
habe ich in diesem Tatort nicht gefunden.

Die Szene mit dem Patienten der Psychatrie, der sich als Arzt ausgab und Kira Dorn Antworten gab, bis dann der echte Arzt auftauchte, den Patienten zum Bingo schickte und genau dieselben Antworten gab... Lustig fand ich das schon.
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Re: 1040: Der wüste Gobi

Beitragvon Carlo Menzinger » Di 26. Dez 2017, 22:20

siegfried1 hat geschrieben:Aber meine grosse Frage ist, wenn der Professor Eisler in der Kanalisation zugibt, dass er seine Ehefrau und
besonders die Krankenschwester umgebracht hat, wie hat er das bewerkstelligt :?:
Professor Eisler ist kein Fantomas, der einfach so nebenbei eine Maske von Gobi aufsetzten kann, und dann ist
er schon wieder zu Hause und bringt seine Ehefrau um. :?

Soweit ich das mitgekriegt hatte, ist Gobi irgendwann zu sich gekommen und hatte gesehen, wie Eisler die Krankenschwester ermordet hatte. Eisler war dann später in seinem Haus, fand angeblich seine Frau erwürgt (von Gobi) vor und zündete das Bett an. Warum sollte das zeitlich nicht hinhauen?
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Re: 1040: Der wüste Gobi

Beitragvon siegfried1 » Di 26. Dez 2017, 22:30

Carlo Menzinger hat geschrieben:
siegfried1 hat geschrieben:Aber meine grosse Frage ist, wenn der Professor Eisler in der Kanalisation zugibt, dass er seine Ehefrau und
besonders die Krankenschwester umgebracht hat, wie hat er das bewerkstelligt :?:
Professor Eisler ist kein Fantomas, der einfach so nebenbei eine Maske von Gobi aufsetzten kann, und dann ist
er schon wieder zu Hause und bringt seine Ehefrau um. :?

Soweit ich das mitgekriegt hatte, ist Gobi irgendwann zu sich gekommen und hatte gesehen, wie Eisler die Krankenschwester ermordet hatte. Eisler war dann später in seinem Haus, fand angeblich seine Frau erwürgt (von Gobi) vor und zündete das Bett an. Warum sollte das zeitlich nicht hinhauen?


Hallo Carlo

Besten Dank für Deine beiden Antworten, aber aus was ich nicht schlau werde ist, dass man Gobi in der Anstalt sieht, wie er die
Krankenschwester würgt, bis ihm die drei Erscheinungen kamen, und ihn fragten was hat er getan habe.
Daher meinte ich ja, dass der Professor Eisler kein Fantomas ist, der sich die Maske von Gobi übergestülpt hat, und dann die Krankenschwester erwürgte. Geht irgendwie nicht :?

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