1039: Dunkle Zeit

Alles rund um die einzelnen Tatort-Folgen
Frau Vosen
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Re: 1039: Dunkle Zeit

Beitragvon Frau Vosen » Mo 18. Dez 2017, 21:24

"Es ist zwar schon (fast) alles gesagt, aber noch nicht von allen".

Eine Sache hätte ich doch noch: irgendjemand hat den Vorwurf geäußert, dass es ja klar ist, dass für den Mord an einem Rechten, nicht ein "guter" Linker, sondern natürlich nur ein "böser" Rechter selbst verantwortlich sein kann (Stichwort: linkes Aufklärungsfernsehen oder so ähnlich).

Das halt ich für blödsinnig: auch mir war von Anfang an klar, dass der Täter aus den eigenen Reihen kommen musste. Der Grund dafür ist aber ein ganz anderer. Das ist beim Tatort grundsätzlich so: (fast) immer wenn es zwei oder mehrere verfeindete Gruppen gibt und es geschieht ein Mord, fällt der Verdacht zunächst auf eine Person der gegnerischen Gruppe, im Endeffekt kommt der Täter aber dann aus den eigenen Reihen. Da ist egal, ob es sich um Rechte, Linke, Mafia, Ausländerclans oder was auch immer handelt. Das ist einfach der Tatort-Dramaturgie geschuldet.

Ansonsten kann ein Film über den sich nicht nur die Rechten, sondern auch die Linken (Darstellung des naiven Antifa-Bürschleins und der Doppelagentin) und manche "Gutmenschen" (Warum wurde die Aussage von Nina Schramm, dass 50 % der Kriminalität von Ausländern ausgeht, unwidersprochen stehen gelassen) ärgern, nicht ganz so schlecht und parteiisch sein ...
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Carlo Menzinger
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Re: 1039: Dunkle Zeit

Beitragvon Carlo Menzinger » Mo 18. Dez 2017, 21:41

KiGaZw hat geschrieben:Die umstrittene Partei sagt:
Auf ein Stück Torte gehört keine Sahne! Sahne nur bei trockenen Kuchen. Wer Sahne auf Torte mag soll das machen, aber ohne unsere Unterstützung. Wir mögen es nicht.

Pff, ich lass mir doch von keiner Partei sagen, ob ich Sahne auf meinen Kuchen mache oder nicht! Das entscheide ich gefälligst noch selbst!

...dieses kindische, beschämende und unprofessionelle Kasperltheater ist mir soooo laaangggweeeiligg!

Dafür schreiben Sie aber hier sehr viel, wenn es Sie nicht so sehr interessiert.

Null Punkte für Ihren Beitrag von mir!
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KiGaZw
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Re: 1039: Dunkle Zeit

Beitragvon KiGaZw » Mo 18. Dez 2017, 21:43

Treffer, versenkt! :lol:
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Purzelito
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Re: 1039: Dunkle Zeit

Beitragvon Purzelito » Mo 18. Dez 2017, 22:36

Verleihnix hat geschrieben:[quote=„Purzelito“]Hallo Verleihnix, das war die Zollenspieker Fähre. Sie verkehrt auf der Elbe zwischen den Anlegestellen Zollenspieker in Hamburg-Kirchwerder und Hoopte auf niedersächsischer Seite. Von dort sind Stelle und Winsen an der Luhe nicht weit.

Danke Purzelito (auch Buddy ;-) ) — da hab ich echt etwas dazugelernt! War mir nicht bewusst, dass sich HH quasi bis nach Winsen hinzieht.
Mir war schon bewusst, dass Du in NRW jede Westentasche kennst. Aber jetzt hast Du mich gleich nochmal beeindruckt ;)
[/quote]
Hallo mein lieber Fischhändler, das Lob kann ich nicht annehmen, denn ich habs gegoogelt. Die web Adresse der Fähre war kurz hinter dem telefonierenden Falke zu sehen.
flor61
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Re: 1039: Dunkle Zeit

Beitragvon flor61 » Di 19. Dez 2017, 07:48

Carlo Menzinger hat geschrieben:
flor61 hat geschrieben:WWM fand ich ganz gut. Hatte er ein RAMMSTEIN-t-shirt an? Ist aber nicht Punk.

Es waren die RAMONES...


Dann passt es ja, wie AaE.

Danke, jetzt ist mein "Weltbild" wieder ausgerichtet
flor61
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Re: 1039: Dunkle Zeit

Beitragvon flor61 » Di 19. Dez 2017, 08:04

siegfried1 hat geschrieben:Hallo flori

So viel ich weiss hat Falke ein T-Shirt von den Ramones an, und die waren eine der bekanntesten Punkband's aus Amerika :!:


Auch danke

PS: Ich finde beide, RAMMSTEIN und die Ramones, gut. Alles zu seiner Zeit. Es gibt nur einen Zeitunterschied, und die genossenen Getränke unterschieden/eiden sich. In den 70-ern mußten wir trinken was es gab, einmal ekeligen Palinka, dafür ging/geht es heute etwas herrschaftlicher zu. Die Auswahl ist ja unfassbar, öbwohl der Grundstof (C2H5OH) immer der gleiche ist. :mrgreen:
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Re: 1039: Dunkle Zeit

Beitragvon Knipperdolling » Di 19. Dez 2017, 08:49

Mir hat die Folge sehr gut gefallen. Ich finde, als Polit-Thriller funktioniert sie recht gut, vielleicht ein bisschen konventionell im Aufbau, aber mit vielen schönen Details am Rande und einem spannenden aktuellen Bezug, den ich sehr positiv werte.

Die Aufregung darüber wundert mich nicht, verstehen kann ich sie aber nicht so recht. Denn der Film vermeidet ja gerade, die Rechtspopulisten als Karikaturen vorzuführen. Nina Schramm wirkt so glaubwürdig, dass man sie sich in der Realität direkt als AfD-Vertreterin vorstellen kann. Sie wird weder als tumb noch als kriminell dargestellt, im Gegenteil, zunächst mal ist sie ja reales Opfer. Einzig: Sie nutzt die kriminellen Aktivitäten der anderen dann recht skrupellos für ihre eigene politische Agenda. Das allerdings wäre auch in der Realität zu erwarten. Dass mit den Finanzunregelmäßigkeiten auch die Doppelmoral innerhalb der Rechtspopulisten angesprochen wird, ist ebenfalls nur eine Übertragung der realen Vorgänge (ähnliche Fälle sind aus dem AfD-Umfeld ja reichlich bekannt). Vor allem aber ist das kein Alleinstellungsmerkmal des Umgangs im TATORT mit der AfD, sondern auf ähnliche Weise sind früher auch schon andere Parteien beschrieben worden - nur dass da der allgemeine Aufschrei ausblieb. Im Aufjaulen und sich als Opfer inszenieren sind die Rechtspopulisten eben tatsächlich Klassenbeste, wie Nutzer Bollmann hier ja exemplarisch sehr schön vorführt.

Einige seiner Verdrehungen möchte ich hier doch im Einzelnen aufgreifen:

Da ist zunächst das übliche Verschwörungsszenario:

Bollmann hat geschrieben:spiegelonline schreibt recht offen, das dieser TATORT reine politische Propaganda sein soll (...) Leider wird nun auch noch mein Lieblings-"Polizeiruf" zur AgitProp-Veranstaltung verhunzt. :cry:


Nun ist aber die Meinung von Christian Buss von Spon völlig unmaßgeblich für die Pläne des NDR. Die Wortwahl "dass dieser TATORT reine politische Propaganda sein soll" insinuiert, hier gebe es einen abgesprochenen Plan mit einer klaren "AgitProp"-Zielrichtung, die der NDR da ausgeheckt hat und von der (sie stecken ja schließlich alle unter einer Decke) der Spiegel natürlich weiß, und nun hat er das Geheimnis gelüftet. Ich halte das für Quatsch. Ich vermute stark, dass der NDR einfach seinem Anspruch folgt, aktuelle gesellschaftliche Themen in seine Krimi-Handlungen einzubauen, und da ist der erstarkende Rechtspopulismus natürlich ganz oben mit dabei (wie zuvor schon Flüchtlinge, islamischer Terrorismus, Migrantenkriminalität, Rechtsradikale etc.). Das halte ich auch für den Auftrag eines öffentlich-rechtlichen Senders - so wie der TATORT (und natürlich viele andere Sendungen) sich zuvor auch schon kritisch mit allen anderen Parteien und politischen Strömungen beschäftigt haben. Das übliche rechtspopulistische Gejammer lautet aber immer gleichermaßen: Bei den anderen guckt ihr nicht hin, dafür macht ihr einseitig Stimmung gegen uns.
Dazu passend Bollmanns weitere Ausführungen:

Bollmann hat geschrieben:Das akzeptiere ich erst, wenn es den ersten TATORT über einen "beilschwingenden Verwirrten" in einem Regionalzug, einen in einen Weihnachtsmarkt rasenden LKW, oder über eine außer Kontrolle geratene Silvesternacht in Köln gibt. Da gäbe es genug gesellschaftspolitischen Stoff, mit dem man sogar Mehrteiler füllen könnte.
Für die Aufarbeitung diese Themen sind die Verantwortlichen vermutlich schlicht zu feige oder politisch blockiert.


sowie
Bollmann hat geschrieben:In einem die Kölner Silvesternacht betreffenden TATORT könnte Falke endlich mal wieder in einem Fall ermitteln, für den die Bundespolizei auch reell zuständig ist, was die fiktive Figur glaubhafter machen würde. Nur sind in solch einem Film schlecht die üblichen Täter unterzubringen und es würden Ungereimtheiten thematisiert werden, über die auch die Verantwortlichen der ARD von damals heute noch lieber das Schweigen bewahren wollen.
Vermutlich müsste dafür auch noch die Handlung an einen Montagabend nach Dresden umgesiedelt werden, um der derzeitigen ARD-Täterprofil-Doktrin zu entsprechen und sendefähig zu sein.


Ein schönes Beispiel für alternative Fakten, denn das glatte Gegenteil ist wahr, wie jeder weiß, der sich ein wenig mit dem TATORT beschäftigt. Noch vor genau einem Jahr hat der Dortmunder Fall "Sturm" exakt das Lkw-Szenario beschrieben, was angesichts des Anschlags in Berlin ja sogar zur Verschiebung führte. Nur einige prominente weitere TATORTe der jüngeren Vergangenheit, die sich den von Bollmann hier angemahnten Themenkomplexen islamischer Terrorismus und Migrantenkriminalität gewidment haben: "Zorn Gottes" (sogar ebenfalls Falke), "Der Weg ins Paradies" (Batu), "Brüder" (Lürsen), "Wem Ehre gebührt" (Lindholm), alles von Tschiller, die Einstiegs-Trilogie der neuen Berliner etc. pp.

Bollmann hat geschrieben:Nehmen sie aber bitte auch zur Kenntnis, dass sich immer mehr Menschen vom all-sonntäglichen Ritual, den Tatort zu schauen und so das Wochenende ausklingen zu lassen, verabschieden.
Grund: Sie wollen sich nicht politisch indoktinieren lassen, wenn sie eigentlich einen Krimi erwarten.


Auch das ist schlichter Unsinn. Es verabschieden sich nämlich gerade nicht "immer mehr Menschen vom all-sonntäglichen Ritual, den Tatort zu schauen", das Gegenteil ist richtig. Der TATORT hat die höchsten Quoten und Zuschauerzahlen seit der Etablierung des Privatfernsehens, er ist das mit Abstand zuschauerstärkste fiktionale Format im deutschen Fernsehen, und es ist keinerlei Abwärtstrend zu erkennen, wenn man es über die Jahre mittelt. Selbst Falke, der zu den am wenigsten beliebten Ermittlern gehört (ganz unabhängig vom jeweiligen Thema des Falls) bringt es immer noch auf ca. 8 Millionen Zuschauer und schlägt damit praktisch jede Konkurrenz im deutschen Fernsehen. Ganz offensichtlich hält die von Ihnen vermutete "politische Indoktrination" die Zuschauer also keineswegs vom Zuschauen ab. Aber wozu sich an Fakten halten, wenn man im Bekanntenkreis wen kennt, der angeblich deshalb nicht mehr einschalten will, nicht wahr?

Bollmann hat geschrieben:Na wenn die Realitäts-TATORTE jetzt Schule machen, dann bin ich auf die nächsten Folgen gespannt, in denen ein Ex-Buchändler aus NRW mit allen Mittel versucht, der Ober-Guru der Vereinigten Staaten von Europa zu werden oder wenn eine fiktive Partei "Buntheit2000-die Farbigen" ihre Personal zerlegt.


Weiterer Fall von Falschdarstellung. Bollmann will hier offenbar unterstellen, dass andere Parteien bzw. Politiker etablierter Parteien nicht kritisch im TATORT behandelt würden. Auch hier gibt es reichlich Gegenbeispiele, besonders plakativ in jüngerer Zeit etwa "Roomservice" (Odenthal) und "Borowski und der freie Fall". Der korrupte Politiker, der Ermittlungen von oben aus politischem oder Eigeninteresse behindert, ist doch sogar eine Standard-Figur der Reihe, der so inflationär auftaucht, dass ich den Machern eher vorwerfen würde, mit dem Bedienen dieses Klischees die Wutbürger jahrelang so richtig schön herangefüttert zu haben.

Bollmann hat geschrieben:Die Rolle des kleinen Revoluzzers war köstlich gespielt. Muttersöhnchen und etwas naiv, gerät er in sexuelle Abhängigkeit zu einer rechtsextremen Schönheit in linkem Schafspelz. Die stachelt ihn zum Mord an: Der Plan scheitert aber aus Gewissensgründen, weil er auf Schwarze nicht schießen kann. Gute und Böse sind gut erkennbar.


So, so, Sie finden also, dass jemand, der hier letztlich als skrupelloser Mörder gezeichnet wird, als "gut" rüberkommt? Das linke Muttersöhnchen wird als verblendet und erotisch hörig gezeichnet, dass das Sympathiepunkte bringen soll, ist mir neu. Ich würde sagen: klassische Terroristen- und Mörder-Karriere; die meisten Kapitalverbrechen geschehen immer noch aus Liebesgründen (bzw. eben verschmähter Liebe). Der hier jedenfalls war bereit, einen lupenreinen Terror-Akt à la RAF zu verüben. Ich glaube, die Zahl der Zuschauer, die das besonders sympathisch finden, dürfte sich in überschaubaren Grenzen halten. Dass er nun nicht gleich wahllos jeden abknallt, der auftaucht, ist dabei ja nun keine romantische Verklärung, sondern doch eher selbst in kranker krimineller Logik zwingendes Verhalten. Ich interpretiere den Schwarzen neben dem Setzen eines hübschen Stolperers daher auch vor allem als dramaturgisch geschuldet: bei dem ist es so klar, dass er nicht ins Hass-Schema passt, dass es vollkommen folgerichtig ist, dass der potenzielle Attentäter da stutzt und lieber abhaut. Wie der MAZ-Rezensent darauf kommt, dass der schwul ist, ist völlig schleierhaft und wohl nur mit einer geradezu Bollmannschen Faktenliebe zu erklären. Im übrigen war das Muttersöhnchen auch danach keineswegs geläutert, sondern hat ja weiter die Drahtzieherin gedeckt, bis Falke dem final ein Ende gesetzt hat.
Im Vergleich dazu werden die Rechtspopulisten selbst - zumindest Hauptfigur Nina Schramm - als halbwegs gesetzestreu (sehen wir mal von diesen Finanzunregelmäßigkeiten ab) und eben als Opfer gezeichnet, wenn sie auch genau das schamlos für ihre politische Agenda ausnutzen (was nun wiederum sehr realistisch ist). Dass da im Hintergrund noch radikalere Rechtsextreme wüten, die ganz andere Ziele haben, ist ja noch eine andere Frage, die aber ebenfalls absolut realitätsnah ist - Sie müssen ja nur auf Hetz-Blogs wie Politically Incorrect oder ins Compact-Magazin schauen, da haben Sie genau diesen Typus.
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Re: 1039: Dunkle Zeit

Beitragvon Carrera124 » Di 19. Dez 2017, 09:19

Knipperdolling hat geschrieben: Der TATORT hat die höchsten Quoten und Zuschauerzahlen seit der Etablierung des Privatfernsehens, er ist das mit Abstand zuschauerstärkste fiktionale Format im deutschen Fernsehen, und es ist keinerlei Abwärtstrend zu erkennen, wenn man es über die Jahre mittelt. Selbst Falke, der zu den am wenigsten beliebten Ermittlern gehört (ganz unabhängig vom jeweiligen Thema des Falls) bringt es immer noch auf ca. 8 Millionen Zuschauer und schlägt damit praktisch jede Konkurrenz im deutschen Fernsehen.

Diese Leichtgläubigkeit verwundert mich jedesmal wieder. Die GFK hat es offensichtlich geschafft, dass selbst kritischste Geister die von ihr ermittelten "Quoten" für bare Münze nehmen, trotz der bekannten Schwächen und Undurchsichtigkeit.
Dazu ein Link:
Ich war die Quote
Schon etwas älter, aber immer noch aktuell, zumindest solange wie niemand den Wahrheitsgehalt der tatsächlichen Knöpfchendrückerei überprüft.

Zweitens verwundert mich, dass die hier offensichtlich die Quote mit inhaltlicher Qualität gleichgesetzt wird. Wenn es danach ginge, müssen diverse Castingshows die Krone der Qualität sein, von anderen Medien wie beispielsweise der Bild-Zeitung im Printsektor ganz zu schweigen. Es dürfte einleuchtend sein, dass eine derartige Argumentation also völlliger Humbug ist.

Die Quote sagt - wenn überhaupt - nur aus, wieviele Zuschauer angegeben haben, ein bestimmtes Programm zu einer bestimmten Zeit gesehen zu haben.
Sie sagt nicht aus, dass die Zuschauer aufmerksam zugeschaut haben. Die Flimmerkiste kann auch im Hintergrund gelaufen sein.
Sie sagt nicht aus, ob die Angaben zu den schauenden Personen auch wirklich der Wahrheit entsprechen.
Und sie sagt schon garnichts über die Qualität des Programms aus. Auch wenn sie dafür natürlich sehr gerne missbraucht wird.
Kunst kommt von können, nicht von wollen. Sonst würde es Wunst heißen.
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Re: 1039: Dunkle Zeit

Beitragvon Ranocchio » Di 19. Dez 2017, 10:01

Carrera124 hat geschrieben:
Knipperdolling hat geschrieben: Der TATORT hat die höchsten Quoten und Zuschauerzahlen seit der Etablierung des Privatfernsehens, er ist das mit Abstand zuschauerstärkste fiktionale Format im deutschen Fernsehen, und es ist keinerlei Abwärtstrend zu erkennen, wenn man es über die Jahre mittelt. Selbst Falke, der zu den am wenigsten beliebten Ermittlern gehört (ganz unabhängig vom jeweiligen Thema des Falls) bringt es immer noch auf ca. 8 Millionen Zuschauer und schlägt damit praktisch jede Konkurrenz im deutschen Fernsehen.

[...]
Zweitens verwundert mich, dass die hier offensichtlich die Quote mit inhaltlicher Qualität gleichgesetzt wird. Wenn es danach ginge, müssen diverse Castingshows die Krone der Qualität sein, von anderen Medien wie beispielsweise der Bild-Zeitung im Printsektor ganz zu schweigen. Es dürfte einleuchtend sein, dass eine derartige Argumentation also völlliger Humbug ist.

Die Quote sagt - wenn überhaupt - nur aus, wieviele Zuschauer angegeben haben, ein bestimmtes Programm zu einer bestimmten Zeit gesehen zu haben.
Sie sagt nicht aus, dass die Zuschauer aufmerksam zugeschaut haben. Die Flimmerkiste kann auch im Hintergrund gelaufen sein.
Sie sagt nicht aus, ob die Angaben zu den schauenden Personen auch wirklich der Wahrheit entsprechen.
Und sie sagt schon garnichts über die Qualität des Programms aus. Auch wenn sie dafür natürlich sehr gerne missbraucht wird.

Wo hat hat hier irgendjemand und im Speziellen Knipperdolling Quote mit Qualität gleichgesetzt?
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Re: 1039: Dunkle Zeit

Beitragvon Carlo Menzinger » Di 19. Dez 2017, 10:12

Ranocchio hat geschrieben:Wo hat hat hier irgendjemand und im Speziellen Knipperdolling Quote mit Qualität gleichgesetzt?

Das ist doch auch mal wieder so ein typisches Beispiel, wie sich manche ihre Realität und Fakten hinbiegen. Erst wird behauptet, immer mehr springen deshalb ab und die Zuschauerzahlen sinken. Dann wird das Gegenteil belegt, und plötzlich wird versucht, diese Zahlen durch andere "Fakten" unglaubwürdig zu machen. Das Muster ist immer dasselbe und so einfach zu durchschauen.

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