1038: Dein Name sei Harbinger

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(Tat)ortimOsten
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1038: Dein Name sei Harbinger

Beitragvon (Tat)ortimOsten » So 10. Dez 2017, 19:38

Rundfunk Berlin-Brandenburg
Berlin

Fernsehfilm Deutschland 2017

Erstsendung: 10. Dezember 2017

Figuren:
Kriminalhauptkommissarin Nina Rubin - Meret Becker
Kriminalhauptkommissar Robert Karow - Mark Waschke
Harbinger [bürgerlich: Werner Lothar] - Christoph Bach
Dr. Stefan Wohlleben - Trystan Pütter
Kommissarsanwärterin Anna Feil - Carolyn Genzkow
Dr. Irene Wohlleben - Almut Zichler
Hannele Tietzsche - Eleonore Weisberger
Romy - Louise Aschenbrenner
Rechtsmedizinerin Nasrin Reza - Maryam Zaree
Ernst Schiffel - Ecki Hoffmann
Knut Jansen - Daniel Krauss
Arne - Malik Adan Blumenthal
Arjona Madzikow - Johana Munzarova
Dr. Ulbricht - Urs Jucker
Assistent Mark Steinke - Tim Kalkhof
Tolja Rubin - Jonas Hämmerle

Musik: Jakob Grunert
Kamera: Eva Katharina Bühler
Buch: Matthias Tuchmann und Michael Comtesse
Regie: Florian Baxmeyer

Bei ihrem sechsten gemeinsamen Fall werden die Berliner "Tatort"-Ermittler Nina Rubin und Robert Karow an den Stadtrand gerufen. In einem ausgebrannten Transporter wurde ein Toter gefunden. Schnell ermitteln Rubin und Karow, dass es drei weitere, ältere Fälle mit ähnlichem Tathergang gab. Sie wurden nie aufgeklärt. Handelt es sich um einen Serienmörder?

Eine weitere Querverbindung führt nach Berlin-Wannsee: Alle Opfer wurden mit Hilfe einer In-Vitro-Fertilisation in einer Kinderwunsch-Klinik gezeugt. Geschäftsführerin Dr. Irene Wohlleben und ihre Laborchefin und Lebenspartnerin Hanneke Tietzsche haben die Leitung der Klinik vor kurzem an Irenes Sohn Dr. Stefan Wohlleben übergeben. Er kam in den 80er-Jahren als eines der ersten Retortenbabys Deutschlands zur Welt.

Bei ihren Ermittlungen stoßen die Kommissare auch auf einen Eigenbrötler namens Harbinger. Als 16-Jähriger verübte er einen Anschlag auf Irene Wohlleben, heute betreibt er einen Schlüsseldienst in einer Berliner U-Bahn-Station. Harbinger hieß früher Werner Lothar und leidet nach Aussage seines Psychiaters an einem Borderline-Syndrom. Robert Karow versucht mit ungewöhnlichen Methoden, das Vertrauen des verschrobenen Mannes zu gewinnen und ihn aus der Reserve zu locken.

Anna Feil, inzwischen Kommissarsanwärterin, macht bei diesem Fall eine unglaubliche Entdeckung in eigener Sache. Und Nina Rubin beschäftigt am Rande der Ermittlungen eine handfeste Auseinandersetzung mit ihrem älteren Sohn Tolja.

Neben den Kommissaren übernimmt Berlin wieder die dritte Hauptrolle. Dabei wechselt diesmal die Perspektive: Der Film zeigt Berlins Unterwelt unter dem Alexanderplatz und unter der Steglitzer Schlossstraße und führt auch zu Orten wie einer Eisengießerei in Wilhelmsruh, die erstmals für Filmaufnahmen zur Verfügung stand.

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Freddy
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Re: 1038: Dein Name sei Harbinger

Beitragvon Freddy » So 10. Dez 2017, 20:57

Hallo Tatortfreunde
Bin einfach nicht so richtig reingekommen.
Christoph Bach hat seine Rolle gut gespielt.
Künstliche Befruchtung,dann der verrückte Trommler.
Das mit der Schussweste mit Nina.
Sogar Straubing meine Heimat kam vor.
Meine persönliche Meinung nicht Fisch nicht Fleisch
Freddy
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Purzelito
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Re: 1038: Dein Name sei Harbinger

Beitragvon Purzelito » So 10. Dez 2017, 21:06

Einmal mehr eine grandiose Folge meines Lieblingsteams aus Berlin! Hier stimmte für mich alles: tolle Berliner Locations, rasante Kamera, fulminanter Schnitt (gerade zu Beginn der Wechsel zwischen Trommler und Harbinger), sehr gute Schauspielerleistung, lässige bis schnoddrige Dialoge. Besser gehts nicht.

Es ist schon schaurig, anhand der Überspitzung der Darstellung über die ganze Sache der Reproduktionsmedizin nachzudenken. Da war die Bezeichnung "Replikant" treffend gewählt. Wie geht es nach den gewonnenen Erkenntnissen solchen Menschen wie Anna Feil? Das sollte jeder bedenken, der einen solchen Schritt in seinem Leben erwägt. Ich habe immer den Eindruck, an die Kinder und deren späteres Leben wird zuletzt bis gar nicht gedacht.
heletz
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Re: 1038: Dein Name sei Harbinger

Beitragvon heletz » So 10. Dez 2017, 21:16

Klar, die Praktikantin ist ja treudoof und läßt einen Handwerker unbeaufsichtigt in der Wohnung werken.

Und als ob das noch nicht genügte, ist sie selbst dann ich die Geschichte verwickelt.

Dafür kann sie dann so einfach eine Untersuchungsgefangene aus der JVA vorführen lassen,

Ooch, nee, Leute ...!


Wann kriegen Becker und Waschke wieder ein gutes Drehbuch? :?:

.
siegfried1
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Re: 1038: Dein Name sei Harbinger

Beitragvon siegfried1 » So 10. Dez 2017, 21:32

Purzelito hat geschrieben:Einmal mehr eine grandiose Folge meines Lieblingsteams aus Berlin! Hier stimmte für mich alles: tolle Berliner Locations, rasante Kamera, fulminanter Schnitt (gerade zu Beginn der Wechsel zwischen Trommler und Harbinger), sehr gute Schauspielerleistung, lässige bis schnoddrige Dialoge. Besser gehts nicht.

Es ist schon schaurig, anhand der Überspitzung der Darstellung über die ganze Sache der Reproduktionsmedizin nachzudenken. Da war die Bezeichnung "Replikant" treffend gewählt. Wie geht es nach den gewonnenen Erkenntnissen solchen Menschen wie Anna Feil? Das sollte jeder bedenken, der einen solchen Schritt in seinem Leben erwägt. Ich habe immer den Eindruck, an die Kinder und deren späteres Leben wird zuletzt bis gar nicht gedacht.


@ Hallo Purzelito

Ich kann mich Deiner Kritik vollkommen anschliessen, es stimmte in diesem neuen Tatort alles ausser dem Trommler, der hat ein wenig meiner Meinung nach gestört, aber das ist nur ein kleines Detail in einem stimmungsvollen Tatort. ;)
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Carlo Menzinger
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Re: 1038: Dein Name sei Harbinger

Beitragvon Carlo Menzinger » So 10. Dez 2017, 22:37

Hmm, eigentlich bin ich von Meret Becker als Schauspielerin nicht so besonders begeistert (kommt für mich viel zu gekünstelt rüber), aber diesmal war der Tatort doch ziemlich spannend und gut gemacht.

- Der "verrückte Trommler" ist für Berlin überhaupt nicht so abwegig. Ihr solltet mal sehen, was da in den U-Bahnen für "Musiker" mitfahren. Passt aber eigentlich auch ganz gut zu dieser Stadt. Also, mich stört es eher nicht. Es gehört eher dazu. Der Trommler erinnerte mich vom Aussehen so ein bisschen an den Berliner Musiker Romano, kann mich aber auch getäuscht haben.

- Warum wurde die Praktikantin nicht über die Situation aufgeklärt? War mir nicht so ganz klar, warum ihr das nicht erzählt wurde, und sie dann selbst von sich aus angefangen hat zu ermitteln.

- Die Szene mit den Schüssen auf Rubin fand ich schon sehr an den Haaren herbeigezogen. Mit Realität hat das wohl eher weniger zu tun. Was, wenn so ein Schuss mal daneben geht?

- Die Locations haben mir sehr gut gefallen. Die Räume vom Schlüsseldenst liegen über einem der U-Bahnsteige am Alexanderplatz und stehen meines Wissens leer.
KarinElisabeth
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Re: 1038: Dein Name sei Harbinger

Beitragvon KarinElisabeth » Mo 11. Dez 2017, 01:01

Irgendwie muss immer Alles außergewöhnlich sein, diesesmal wieder ein psychisch Gestörter
Irgendwie muss der Ursprung der Geschichte ungewöhnlich sein, diesesmal Retortenbabies aus den 80ern
Irgendwie muss der Handlungsort und die Kameraführung und Atmosphäre stilbildend und bildgewaltig sein
Irgendwie muss ein Beteiligter der Polizei persönlich in die Geschichte involviert sein, um dem Ganzen Tiefe zu verleihen
Irgendwie muss ein Angehöriger eines der Ermittler oder der/die Ermittler/in selbst große private Probleme haben, die den einzelnen Folgen eines Teams als roter Faden dienen

Irgendwie muss ich das Alles nicht mögen, und irgendwann wird es wirklich soweit sein, das ich irgendwann zur Tatort Zeit etwas Besseres mit meiner Lebenszeit mache, anstatt mich zu ärgern oder zu langweilen, wie in diesem Machwerk

Irgendwie ist den Machern der Tatorte der Sinn eines Krimis abhanden gekommen
heletz
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Re: 1038: Dein Name sei Harbinger

Beitragvon heletz » Mo 11. Dez 2017, 05:36

Und natürlich ! mußte der mordende Doktor sich in der völlig unsterilen Umgebung noch OP-Kleidung samt Mundschutz anlegen, damit ihm Karow nicht an einer Sepsis eingeht statt an der injizierten Luft!

Oder was sollte der Schwachsinn?
Carrera124
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Re: 1038: Dein Name sei Harbinger

Beitragvon Carrera124 » Mo 11. Dez 2017, 07:04

KarinElisabeth hat geschrieben:Irgendwie muss immer Alles außergewöhnlich sein, diesesmal wieder ein psychisch Gestörter
Irgendwie muss der Ursprung der Geschichte ungewöhnlich sein, diesesmal Retortenbabies aus den 80ern
Irgendwie muss der Handlungsort und die Kameraführung und Atmosphäre stilbildend und bildgewaltig sein
Irgendwie muss ein Beteiligter der Polizei persönlich in die Geschichte involviert sein, um dem Ganzen Tiefe zu verleihen
Irgendwie muss ein Angehöriger eines der Ermittler oder der/die Ermittler/in selbst große private Probleme haben, die den einzelnen Folgen eines Teams als roter Faden dienen

...

Irgendwie ist den Machern der Tatorte der Sinn eines Krimis abhanden gekommen

Du nimmst mir die Worte aus dem Mund.
Kunst kommt von können, nicht von wollen. Sonst würde es Wunst heißen.
flor61
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Re: 1038: Dein Name sei Harbinger

Beitragvon flor61 » Mo 11. Dez 2017, 08:18

Ich fand diesen TO gut.

Trotz teilweiser Hektik, Chaos auf dem Bahnhof, der gekalkten Badewanne und anderer undurchsichtiger Bilder, wie junge Frau zur Rolltreppe, fühlte ich mich gut unterhalten. Zwischendurch fühlte ich mich wie bei Stephen King.

Berlin, das habt ihr gut gemacht.

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