1035: Auge um Auge

Alles rund um die einzelnen Tatort-Folgen
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Carlo Menzinger
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Re: 1035: Auge um Auge

Beitragvon Carlo Menzinger » So 19. Nov 2017, 11:31

Purzelito hat geschrieben:Oh, Entschuldigung, hätte ich nicht mehr schreiben sollen ....

Ja, ich beende das hier jetzt auch, da es wohl nicht gewünscht ist, sich daüber auszutauschen und zu diskutieren. Ich freue mich schon auf den heutigen Münster-Tatort und wünsche Euch allen ein schönes Rest-Wochenende und viel Spaß heute Abend.
Knipperdolling
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Re: 1035: Auge um Auge

Beitragvon Knipperdolling » So 19. Nov 2017, 12:25

Carlo Menzinger hat geschrieben:
Purzelito hat geschrieben:Oh, Entschuldigung, hätte ich nicht mehr schreiben sollen ....

Ja, ich beende das hier jetzt auch, da es wohl nicht gewünscht ist, sich daüber auszutauschen und zu diskutieren. Ich freue mich schon auf den heutigen Münster-Tatort und wünsche Euch allen ein schönes Rest-Wochenende und viel Spaß heute Abend.


Leute! Missversteht mich doch nicht absichtlich. Ihr könnt hier bis in alle Ewigkeit über die Darstellung der Syrerin in dem Film diskutieren. Solange das eben am Film erfolgt, hat niemand etwas dagegen. Also: ich zumindest nicht. Die wenigen Postings, die ich gelöscht habe, waren a) persönliche Beleidigungen (und zwar nicht meiner Person, sondern anderen Usern gegebenüber), b) Gequengel über den Moderationsstil, c) allgemeinpolitische Erörterungen, ob es falsch ist, Flüchtlinge aufzunehmen oder unter welchen Bedingungen, die aber erkennbar nichts mehr mit der konkreten Folge zu tun hatten. Solche OT-Exkurse sind manchmal ja OK, aber hier drohten sie eben völlig von der Diskussion über die Folge wegzuführen.

Die jüngste Debatte zwischen Carlo einer- und Purzelito/Bollmann andererseits ist dagegen doch völlig OK (wenn sich mir bei manchen Aussagen auch die Nackenhaare aufstellen, aber das ist ja hinreichend debattiert worden).

Dennoch viel Spaß bei Münster heute:
Knipperdolling
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Wachtmeister
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Re: 1035: Auge um Auge

Beitragvon Wachtmeister » So 19. Nov 2017, 18:03

Die Schwäche des Films ist daran zu erkennen, daß sich für Täterin und Motiv niemand zu interessieren scheint. Sie gehen auch im Film unter, um erst gegen Ende überraschend aufzutauchen. Die Täterin wird früh vom Radar genommen und dann nur ein paar Mal kurz erwähnt, bis KOK Gorniak sie zufällig auf einem Foto erkennt. Verdächtig ist die Frau eigentlich nur dadurch, daß die Rolle mit einer markanten Schauspielerin besetzt wurde. Alle anderen Verdächtigen können nicht der Mörder sein, weil sie krimitypisch als falsch zu Verdächtigende eingesetzt worden sind. Allein in Frau Bischof kann man noch eine Weile die Mörderin vermuten, bis sie von Ingo aus nicht nachvollziehbaren Gründen ausgeschlossen wird.

Deshalb ist der Film auch nur mäßig spannend. Es gibt ein paar bedrohliche Szenen, in denen Personen in Gefahr sind. Aber einen roten Faden vom Mord bis zur Auflösung der Frage "wer war's?" gibt es nicht. Es werden einige Themen aufgeworfen und in Szenen illustriert, nämlich die Beziehungen unter Kollegen in einer Versicherungsdirektion und die Vermeidung von Zahlungen an Versicherte, Integration von Flüchtlingen und engstirniger Konservatismus. Die Themen fügen sich aber nicht zu einer Handlung zusammen. Dazu sind sie zu pauschal und klischeehaft angelegt. Sie sagen nichts über die Realität, aus der sie stammen. Es fehlen die Zwischentöne.

Vielleicht ist der Grund, daß das Drehbuch verschlimmbessert wurde, vielleicht fehlte aber von Anfang an zu den Ideen das Moment, das daraus einen spannenden Whodunit macht.

Der Film geht nicht völlig unter, weil einige Schauspieler glänzen, von den Episodendarstellern besonders Ramona Kunze-Libnow als verängstigte Frau Wernicke, Peter Schneider als lakonisch-verzweifelter Harald Böhlert und Arnd Klawitter als völlig entfremdeter Karrieremensch Rainer Ellgast. Letzterer gibt in den Gesprächen voller gegenseitiger Anbiederung, der vielleicht besten Szenenfolge des Films, Martin Brambach die Gelegenheit, den Schnabel so zu spielen, daß er nicht wie einer der zu häufigen Vollpfosten von Vorgesetzten dasteht, sondern als Polizist, der die Ermittlung nicht aus dem Auge verliert.

Die beiden Oberkommissarinnen brauchen bessere Dialoge. Wenn man schon ein weibliches Duo losschickt, was ungewöhnlich in der Krimilandschaft ist, dann müssen sie nicht dieselben Sprüche loslassen, wie man sie schon tausendmal gehört hat à la "Wir können sie auch vorladen".

Insgesamt ist die Folge nicht wirklich geglückt. Insbesondere von Ralf Husmann und Franziska Meletzky hat man schon Besseres gesehen.
SherlockH85
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Re: 1035: Auge um Auge

Beitragvon SherlockH85 » So 19. Nov 2017, 22:19

Die Auflösung überzeugte nicht. Außerdem war alles stark überzeichnet ("gute" Kommissarinnen, die Flüchtlingen helfen und immer ganz selbstlos sind, mögen "bösen" und unfähigen Chef nicht), wenn auch nicht unspannend gemacht.

Arnd Klawitter und Martin Brambach heben den storymäßig nicht überzeugenden Tatort etwas an.

5,8 Punkte nach Dresden. Hab mir viel Schlimmeres erwartet.
(Aufschlüsselung der Wertung: Story 3/10; Spannung/Humor 6/10; Ermittler 6/10; Darsteller 8/10; Umsetzung 6/10)

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