1030: Hardcore

Alles rund um die einzelnen Tatort-Folgen
feedbackerin
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Re: 1030: Hardcore

Beitragvon feedbackerin » Mo 9. Okt 2017, 13:15

... und was man da machen kann?

Wie gesagt, das ARD sollte den Tatort zu zwei unterschiedlichen Uhrzeiten ausstrahlen: die härteren Tatorte um 22 Uhr , die Klassiker um 20:15.

Zeiten ändern sich nun mal, da kann sich das ARD doch auch mal weiterentwickeln und anpassen.

Die Tatorte immer brutale und verrohender werden lassen und die Altersempfehlung nicht anpassen ist unfair. Die physische und psychische Entwicklung der Heranwachsenden braucht nun mal ihre Zeit.
Willibald
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Re: 1030: Hardcore

Beitragvon Willibald » Mo 9. Okt 2017, 15:33

Drehbuch: Einige unmotivierte Ereignisse, vor allem am Schluss: Die Razzia bei der Swingerparty (und damit zugleich der Spannungshöhepunkt des ganzen Films!) war inhaltlich m. E. nicht schlüssig. Es war aus Sicht der Polizei nämlich überhaupt keine Gefahr im Verzug. Die Ex-und-jetzt-doch-wieder-Porno-Darstellerin, die offenbar „gerettet“ werden sollte, hat ja nichts Gefährliches oder Verbotenes gemacht und ist aus Sicht der Polizei auch nicht bedroht worden – zu diesem Zeitpunkt wusste außer ihr selbst ja noch niemand, wer der Täter war. Es musste wohl gegen Ende des Films Action her, und dann wird halt was vom Zaun gebrochen. Oder hab ich was verpasst oder nicht kapiert? Klärt mich bitte auf!

Dialoge: Zu viele unverständlich dahingenuschelte Sätze, oder bin ich schwerhörig?
Freue mich über Eure Meinung zu den beiden Punkten!
siegfried1
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Re: 1030: Hardcore

Beitragvon siegfried1 » Mo 9. Okt 2017, 21:01

Willibald hat geschrieben:Drehbuch: Einige unmotivierte Ereignisse, vor allem am Schluss: Die Razzia bei der Swingerparty (und damit zugleich der Spannungshöhepunkt des ganzen Films!) war inhaltlich m. E. nicht schlüssig. Es war aus Sicht der Polizei nämlich überhaupt keine Gefahr im Verzug. Die Ex-und-jetzt-doch-wieder-Porno-Darstellerin, die offenbar „gerettet“ werden sollte, hat ja nichts Gefährliches oder Verbotenes gemacht und ist aus Sicht der Polizei auch nicht bedroht worden – zu diesem Zeitpunkt wusste außer ihr selbst ja noch niemand, wer der Täter war. Es musste wohl gegen Ende des Films Action her, und dann wird halt was vom Zaun gebrochen. Oder hab ich was verpasst oder nicht kapiert? Klärt mich bitte auf!

Dialoge: Zu viele unverständlich dahingenuschelte Sätze, oder bin ich schwerhörig?
Freue mich über Eure Meinung zu den beiden Punkten!


@ Hallo Willibald

So wie ich das sehe, haben sie eine Story aufgebaut, die wirklich an den Haaren herbeigezogen wurde. Die Polizeirazzia war meiner Meinung für nichts und wieder nichts. :x
Ich sehe das auch so, man musste am Schluss noch ein wenig Action reinbringen, damit was läuft im Tatort sonst war er spannungsarm und haut einem wirklich nicht vom Hocker. :x
Es musste diesmal das Pornogeschäft herhalten, um die Konsumenten zu locken, aber eine schwache Story kann diesem schwachen Tatort nicht helfen.

Ich denke nicht das Du schwerhörig bist, denn ab und zu wenn man gesprochen hat, nur unverständliche Dinge oder Fäkalsprache oder Fachbegriffe die im Pornogewerbe alltäglich sind.
TatortMiro
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Re: 1030: Hardcore

Beitragvon TatortMiro » Di 10. Okt 2017, 00:56

Tja, der Ekelfaktor war schon gegeben und das ab 20:15 Uhr. Interessant, dass diese Sendezeit durchgegangen ist. Ich hatte den Eindruck es ging vordergründig darum, Aufklärung über die Pornoszene inkl. diverser Fachbegriffe zu betreiben und weniger darum, einen Mordfall aufzuklären. Fazit: Nicht unbedingt ein Tatort zum Abschalten, aber sicherlich keiner zum wiederholten Anschauen. (5/10)
flor61
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Re: 1030: Hardcore

Beitragvon flor61 » Di 10. Okt 2017, 07:36

Hallo,
auch diesen Tatort fand ich schlecht, was in letzter Zeit sehr oft passiert. Liegt es an meiner Erwartungshaltung? Ist sie zu hoch?

Oder liegt es vieleicht am ARD incl. Programmchef Tom Buhrow? Der rennt ja auch schon wie ein Halbgott durch die Gegend und kassiert über 400.000 Euro Jahresgehalt von unseren GEZ-Geldern ein. Und mit Frau Merkel wurde er auch schon des öfteren gesehen. So zieht sich der Rote Buhrow-Faden durch das ganze Öffentliche Fernsehen und verschont auch unseren geliebten Tatort nicht.

Ich glaube, das ganze Öffentlich-Rechtliche gehört wieder vom Kopf auf die Füße gestellt, denn die Qualität im Vorabendprogramm unterscheidet sich nicht mehr vom RTL + Rest und das Abendprogramm wird immer fragwürdiger. Ich bleib ja schon beim DMAX und bei "Ein Käfig voller Helden" hängen.

zum Tatort:
Wo war die Handlung? Wo war der Fall? Ich konnte nichts erkennen, außer, daß jeder Dödel in so einen Pornoschuppen, oder sagt man Swingerclub?, einreiten und mitreiten darf. Und wie blöd muß ein Staatsanwalt sein, der alle Videos aufkauft, um sie vom Markt zu nehmen? Wir sind doch nicht mehr im Zelluloid-Zeitalter, wo es einen Film plus 3 Kopien gibt.

Das Einzige, was am Ende Sinn ergab, war das Mordmotiv.

Achja, die beiden Kommissare Batic und Leitmayr taten sehr erschrocken, was es in so einem Porno alles zu sehen gibt. Endlich wurden die zwei in Deutschland identifiziert, die sich keine Pornos anschauen. Sehr überzeugend.
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Re: 1030: Hardcore

Beitragvon witchy_woman » Di 10. Okt 2017, 11:25

Wir haben uns prächtig amüsiert.

Ja, teilweise fragwürdige Darstellung, auch Dinge, die man nicht unbedingt sehen oder wissen möchte wurden gezeigt. Mit dem moralischen Zeigefinger braucht man hier nicht ankommen. Auch glaube ich, daß in der Realität nur ein Bruchteil der Pornodarstellerinnen selbst Spaß an der Sache hat - es mag, wie immer, Ausnahmen geben.
Trotz allemdem, es gab skurrile Situationen und wieder einmal sehr schöne Dialoge, vor allem waren die beiden Silberfüchse in Hochform. Kalli: 1A!
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Re: 1030: Hardcore

Beitragvon Joerg57 » Di 10. Okt 2017, 12:27

feedbackerin hat geschrieben: [...] und eine Professionelle, die nüchtern und kalt die Pornobranche verurteilte und abwertete... sie war aber auch die einzige, die nackt auftrat und einen "schlichten" Porno drehte.

Na, ich weiß nicht.
Ich hatte, ganz gegen meine sonstigen Gewohnheiten, den Videotext auf Seite 777 mitlaufen [im Transparentmodus]. Ohne diesen hätte ich nicht nur diverse Dialoge, 'Fachausdrücke' etc. nicht kapiert, sondern auch nicht gewusst, dass diese 'Nikki' [Jarah Maria Anders] da eine 'Analpumpe' in der Hand hatte. Abgesehen davon, dass damit ihre Bemerkung ["so 'n Scheiß mach' ich nicht"] eine ganz eigene Bedeutung bekommt, scheint mir dieses Gerät auch nicht unbedingt zur Standardausrüstung für einen 'schlichten Porno' zu gehören. :) Ich hab' allerdings auch keine Ahnung, wofür man überhaupt so etwas braucht - und will es eigentlich auch gar nicht wissen! :)
feedbackerin hat geschrieben:Also ich weiß nur, dass die meisten Eltern es nicht begrüßen, wenn sich ihre 12-jährigen Töchter schminken, Hotpens tragen und Sex haben. ... und ich kann das verstehen. ...Aber vielleicht bin ich da ja etwas prüde und das ist heute dann doch Teil unserer "offenen" Gesellschaft?
Wenn Kinder diese Themen so serviert bekommen, wie in dem Tatort, sollten sie dann nicht auch reif für Sex sein, oder?

Als Vater von zwei [mittlerweile erwachsenen] Töchtern würde ich sagen: "Es hängt auch von dem individuellen geistigen Reifezustand des jeweiligen Kindes ab."
Just my 2 Pence, Gruß, Joerg57
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Re: 1030: Hardcore

Beitragvon Nötiger Ernst » Di 10. Okt 2017, 14:34

Hat man nun in Bayern eine neue "OBERGRENZE" moralischer Art gesetzt oder soll diese die
Zuwanderungs-Obergrenze ersetzen ???

BR-Redakteurin Stephanie Heckner, hat den Film in Abstimmung mit der Jugendschutzbeauftragten des
BR „ab 12 Jahren“ und somit für eine Ausstrahlung um 20.15 Uhr freigegeben.
Demnächst zeigt der BR wohl einen Kinderporno mit der Freigabe ab 12 mit der gleichen Begründung
=> „Die Bewertung begründet sich darin, dass der Film Kinderpornografie als nicht erstrebenswert darstellt.
Uns ging es nur darum, zu erzählen, wie zerstörerisch das sein kann.
Die Ermittler ordnen die Handlung moralisch ein und beziehen klar Position.“
siegfried1
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Re: 1030: Hardcore

Beitragvon siegfried1 » Di 10. Okt 2017, 16:44

flor61 hat geschrieben:Hallo,
auch diesen Tatort fand ich schlecht, was in letzter Zeit sehr oft passiert. Liegt es an meiner Erwartungshaltung? Ist sie zu hoch?


zum Tatort:
Wo war die Handlung? Wo war der Fall? Ich konnte nichts erkennen, außer, daß jeder Dödel in so einen Pornoschuppen, oder sagt man Swingerclub?, einreiten und mitreiten darf. Und wie blöd muß ein Staatsanwalt sein, der alle Videos aufkauft, um sie vom Markt zu nehmen? Wir sind doch nicht mehr im Zelluloid-Zeitalter, wo es einen Film plus 3 Kopien gibt.

Das Einzige, was am Ende Sinn ergab, war das Mordmotiv.

Achja, die beiden Kommissare Batic und Leitmayr taten sehr erschrocken, was es in so einem Porno alles zu sehen gibt. Endlich wurden die zwei in Deutschland identifiziert, die sich keine Pornos anschauen. Sehr überzeugend.


Hallo " flori61

Auch ich fand diesen Tatort sehr schlecht. Man hat aus einem Elefanten eine Mücke gemacht. :x
Gross Werbung für diesen Tatort gemacht, und rausgekommen ist ein wenig Sperma.

Ich habe seit dem Ende der Sommerpause keinen einzigen Tatort gesehen, der mich vollkommen überzeugt hat. :?
Zuerst der " Stau " aus dem man eigentlich kein Tatort machen musste und nun abgedriftet in die Pornowelt. :?

Das frage ich mich seit Ende Sommer auch, sind meine Erwartungen an den Tatort zu hoch :?:
Ich meine wenn man die alten Folgen ansieht, da gab es einen richtigen Mord, und Ermittlungen hier fast gar nichts mehr.
Die einzigen die noch einen überzeugten Tatort abgeliefert haben, waren die Österreicher.
Tatortjoe
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Re: 1030: Hardcore

Beitragvon Tatortjoe » Di 10. Okt 2017, 19:51

Ich fand den Tatort sehr gut. Und ich fand es auch sehr gut,m dass die Pornodarstellerinnen nicht als Opfer dargestellt wurden, die aus größter Not den Job betreiben und darunter leiden. Schlimmer ist doch die gesellschaftliche Verurteilung - siehe Sibel Kekilli. Bei männlichen Pornodarstellern geht man auch nicht davon aus, dass sie perse psychische Schäden davontrage.

n Egal, wie man es sieht, ich bin froh, dass der TO sich nicht auf eeine Seite gestellt hat. Natürlich haben sie die dargestellte Sexualität auch in Frage gestellt, aber die Frauen gelich als Opfer darzustellen, muss auch nicht sein.

Zum Thema Kinder/Jugendliche und Pornos: Entgegen aller Kassandraschreier, werden die Jugendlichen nicht immer sexualisierter, noch haben sie früher und verantworrtungsloser Sex. Seit den 70er Jahren hat sich das Alter des ersten Mals und die Zahl der Erfahrungen nicht verändert. Jugendliche von heute gehen sogar verantwortungsvoller mit Sex um, als Generationen vorher. Sie verhüten gewissenhafter und haben ihre erstenm sexuellen Erfahrungen meist in Beziehungen. (anders als früher).
Wo das INternet wirklich messbaren(!) Schaden anrichtet ist die Verbreitung von Extremismus in unserer Zeit, wo irgendweölchen fragwürdigen Quellen, Foren und sozialen Netzwerken mehr Glauben geschenkt wird, als seriösen Medien. ("Lügenpresse" und "Zwangsgebühren") Die sich umgekehrt nun einer Hetzkampagne ausgesetztz sehen. Rechtsextreme, Islamisten, Verschwörungstheoretiker, Wutbürger: Alle haben sie gemeinsam, dass sie sichj nu durch das Internet sich verbreiten konnten. Aber wehe, der Staat will (zurecht) eingreifen, dann heißt es ZENSUR. Bei Sexfilmchen geht aber das Abendland unter und die Jugend verkommt...

Die prüde Aufregung und den Shitstorm nach dem TO w sehe ich als aufgesetzte Moralisieren.

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