897: Adams Alptraum

Alles rund um die einzelnen Tatort-Folgen
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Wachtmeister
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Wachtmeister » Di 28. Jan 2014, 23:10

Winston_C hat geschrieben:
Wachtmeister hat geschrieben:
Winston_C hat geschrieben:Wenn man hier etwas kritisieren kann, dann das Alter der Tochter. Solche eine falsche Beschuldigung unter Ausblendung der möglichen Folgen, die das für den Beschuldigten haben kann, geht meist eher von Teenagern aus. Die junge Frau war mir aber schon ein wenig zu alt, um noch nicht abschätzen zu können, was sie da tut.


Das sollte ein Teenager sein. Entsprechend wurde Lessmann auch geschminkt. Man hätte das mit anderen Informationen unterstützen müssen. Die Agenturen und Castings halten häufig ein Spielalter für möglich, das unbefangene Zuschauer nicht akzeptieren, jedenfalls nicht in Filmen. Besonders bei Teenagern ist es sehr problematisch.

Ernsthaft? Ich kenne die Schauspielerin nicht, weiß also nicht, wie alt sie tatsächlich ist, für mich sah sie aber aus wie Mitte 20. Und in dem Alter ist man für solche Aktionen mindestens 10 Jahre zu alt.


Sie ist 1989 vom Stapel gelaufen, war bei den Dreharbeiten also ca. 24 Jahre alt. http://www.inga-lessmann.de/VITA/side.html
Die Rolle würde ich auf ein Alter von ca. 15 bis 16 Jahre einstufen. Regie und Autoren hätten sich darüber klar sein müssen, daß Zuschauer einer 24jährigen solch ein Verhalten nicht abnehmen und deshalb deutlich machen müssen, daß ein Teenager dargestellt werden soll. Wenn man vom äußeren Anschein absieht, der körperlich einfach gegeben ist, dann entspricht das dargestellte Verhalten und auch wie sich Vater, Mutter und Kommissar sich ihr gegenüber verhalten der Rolle eines mittleren Teenagers.

Die Tochter ist nur ein Beispiel dafür, daß in diesem Film die Personen unzureichend charakterisiert wurden. Das liegt nicht an den Schauspielern, sondern am Buch.
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Wachtmeister
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Wachtmeister » Di 28. Jan 2014, 23:15

Tatort_Celerina hat geschrieben:
Rheinbrück hat geschrieben:Dieser „Horst“ kommt mir wie synchronisiert daher – und zu klug.
Und dieser Horst wirkt wie ein völlig neuer Charakter und hat - außer dem Namen und dem Darsteller - nahezu nichts gemein mit dem "Horst" aus der Phase mit Kappl/Deininger. Wenn man eine Rolle übernimmt, dann sollte man sie auch wirklich beibehalten und nicht so radikal verändern.


An der Rolle der Staatsanwältin, allerdings, sollte man einiges radikal verändern, wenn man sie beibehält. ;)
Man könnte sie ja mal auf eine Fortbildung schicken, wo sie ihr "Radfahrer"-Verhalten (nach oben buckeln, nach unten treten) ablegen lernt.
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Winston_C » Mi 29. Jan 2014, 05:44

@ Staatsanwältin: In den ersten beiden Folgen fand ich sie definitiv over the top, zu cartoonhaft. Jetzt ist sie eine glaubhafte Unsympathin, und wenn das eine erwünschte Figurenzeichnung ist - warum nicht? Ich kann darüber hinwegsehen, wenn mir eine Nebenfigur nicht so unsympathisch ist, solange die Geschichte einigermaßen stimmt. Bei Dellwo/Sänger ging das sogar mit dem Ermittlerteam. Nur bei Lindholm schaffe ich es nicht, aber vermutlich deshalb, weil es da gar keine Nebenfiguren gibt, an denen man sich einigermaßen festhalten kann, wenn die Chemie mit der Hauptfigur schon nicht stimmt.
Die Staatsanwälte sind in den Tatorten doch meist die Reibebäume, da ist Saarbrücken kein Ausnahmefall.
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Estland-Ute » Mi 29. Jan 2014, 08:43

@Winston, da geht es mir wie Dir. Lindholm erspare ich mir nach einer Folge völlig, ich kann mit der Figur einfach nichts anfangen. Oder mit der Schauspielerin, so etwas ist ja auch oft fließend.

Ich habe mir die Folge gestern nun doch angesehen und fand sie langatmig und irgendwie platt. Der feiste Ermittler in Jogginghosen, nun also auch noch mit Sohn, berufsjugendlich gleich mit allen per-du, die kaum zu Wort kommende Kollegin, der alles wissende und sich viel zu sehr hineinsteigernde Horst... und eine Geschichte, aus der man hätte so viel machen können.

Die einzige wirklich erfrischende Szene in diesem über-anstrengten Drama war Frau Müller im Krankenhaus, allein ihre Art zu sprechen, zieht mich immer wieder in ihren Bann.

Also ich glaube, einen vierten Saarländer muß ich nicht sehen...
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Tatort_Celerina » Mi 29. Jan 2014, 13:25

Winston_C hat geschrieben:So wie bei Ballauf, dessen Familie sich auch in Luft aufgelöst hatte, nachdem er in Köln Ermittler wurde? ;)
Genau so meine ich das! Ballauf ist ein Paradebeispiel für gelungene Kontinuität! :lol:

Winston_C hat geschrieben:@ Staatsanwältin: In den ersten beiden Folgen fand ich sie definitiv over the top, zu cartoonhaft. Jetzt ist sie eine glaubhafte Unsympathin, und wenn das eine erwünschte Figurenzeichnung ist - warum nicht? Ich kann darüber hinwegsehen, wenn mir eine Nebenfigur nicht so unsympathisch ist, solange die Geschichte einigermaßen stimmt.
Nun, wenn sie in eine Vernehmung platzt ("Herr Stellbrink, auf ein Wort!"), dann ist das nicht stimmig. Staatsanwälte sind normale Arbeitnehmer im Staatsdienst, die zwar Einfluss haben, aber sich nicht alles herausnehmen können, auch nicht gegenüber Mitarbeitern. Es geht auch darum, seine Mitarbeiter zu schützen. Eine Schulleiterin platzt ja auch nicht in ein Eltern-Lehrer-Gespräch und zitiert den Lehrer auf den Flur - damit würde sie ihren Mitarbeiter bloßstellen und ihm seine Autorität rauben. Genau das hat die Staatsanwältin getan. Für mich untragbar, da kann ich nicht darüber hinwegsehen (bzw., kann ich schon, denn es ist ja nur eine fiktive Fernsehrolle in einem fiktiven Fernsehkrimi, aber ich kann sagen, dass mich eine solche Darstellung stört).

Und ich kann sagen, dass das hier mein 1000. Beitrag in diesem Forum ist!
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Estland-Ute » Mi 29. Jan 2014, 16:05

Tatort_Celerina hat geschrieben:
Winston_C hat geschrieben:@ Staatsanwältin: In den ersten beiden Folgen fand ich sie definitiv over the top, zu cartoonhaft. Jetzt ist sie eine glaubhafte Unsympathin, und wenn das eine erwünschte Figurenzeichnung ist - warum nicht? Ich kann darüber hinwegsehen, wenn mir eine Nebenfigur nicht so unsympathisch ist, solange die Geschichte einigermaßen stimmt.
Nun, wenn sie in eine Vernehmung platzt ("Herr Stellbrink, auf ein Wort!"), dann ist das nicht stimmig.


Noch viel unstimmiger fand ich, daß die Verhör-Gäste sich in Luft auflösten und man bei Stellbrink einfach mal weiter parlierte. Gut, irgendwer wird die schon rausgebracht haben, aber stimmig ist das nicht.

Herzlichen Glückwunsch zum 1000. Beitrag - da habe ich noch lange hin!
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Tatort_Celerina » Do 30. Jan 2014, 14:22

Estland-Ute hat geschrieben:Noch viel unstimmiger fand ich, daß die Verhör-Gäste sich in Luft auflösten und man bei Stellbrink einfach mal weiter parlierte. Gut, irgendwer wird die schon rausgebracht haben, aber stimmig ist das nicht.
Das wunderte mich auch. Als während der unverbindlichen Plauderei über Stellbrinks bergsteigenden Sohn "Horst" reinkam und fragte, ob er stören würde, sagte Stellbrink sinngemäß "nö". ...während ein Junge und sein Vater auf ihn warteten.

Estland-Ute hat geschrieben:Herzlichen Glückwunsch zum 1000. Beitrag - da habe ich noch lange hin!
Danke! Jetzt bin ich 1001.
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon sintostyle » Do 30. Jan 2014, 18:49

Noch viel unstimmiger fand ich, daß die Verhör-Gäste sich in Luft auflösten und man bei Stellbrink einfach mal weiter parlierte. Gut, irgendwer wird die schon rausgebracht haben, aber stimmig ist das nicht.


Das ist mir auch gleich negativ aufgefallen.
Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben.... Den Rest habe ich einfach verprasst! (George Best)
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Kohli77 » Fr 7. Feb 2014, 23:27

Habe mich mittlerweile zu einer Wertung durchgerungen. Die Figur der Tochter war für mich nicht glaubwürdig angelegt und auch sonst fand ich die Folge ziemlich mau (auch mit dem wohl "spektakulär" gemeinten Flash Mob konnte ich nichts anfangen - soll das mal wieder die jugendliche(re) Zielgruppe ansprechen?).

Sigi hat es in der Rangliste schön zusammengefasst:
"Zwar der beste Fall von Stellbrink, aber noch kein Tatort-Niveau. Story arg konstruiert. Wenn Stellbrink am Ende in einem fünfminütigen Monolog den Fall erklären muss, sagt das eigentlich schon alles. Staatsanwältin weiterhin völlig unterirdisch und komplett entbehrlich."

Dem schließe ich mich an. Bei der Punktevergabe bin ich weniger gnädig und vergebe einen Punkt weniger.

Fazit: 3,5 Punkte in das Saarland!

Ich will Kappl zurück! ;)
Es grüßt
- Der Kohli -

Meine 500. Tatort-Wertung: "148: Peggy hat Angst" mit Kriminalhauptkommissarin Hanne Wiegand.
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Estland-Ute » Fr 7. Feb 2014, 23:59

Kohli77 hat geschrieben:
Ich will Kappl zurück! ;)


Ich auch!

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