897: Adams Alptraum

Alles rund um die einzelnen Tatort-Folgen
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Wachtmeister
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Wachtmeister » Mo 27. Jan 2014, 22:33

Der Plot war im Grunde nicht schlecht. Zumindest die Auflösung war nicht unbedingt vorhersehbar und doch plausibel.
Einige haben hier behauptet, daß die Täterin von Anfang an klar war. Aber als was denn? Unter den Schlägern konnte sie nicht gewesen sein und der gefälschte Avatar war so m. E. auch nicht zu erahnen. Es war eigentlich nur zu erkennen, daß das Verhältnis zum Vater irgendwie gestört ist. Der Figur der Tochter fehlte es an Substanz, was nicht an der m. E. guten Darstellung durch Lessmann lag. Man konnte bspw. das Alter nicht richtig einschätzen und wunderte sich, daß der Kommissar die junge Frau einfach duzt.

Daß Hoffmann-Haasberger falsch verdächtigt wurde, war mir allerdings schon von Anfang an klar, noch ehe im Film der Verdacht geäußert wurde. Als Zuschauer sollte man dann Quester-Kaarweiler für den echten Päderasten halten. Auch wenn der Auftritt nur relativ kurz war, überzeugte die Darstellung eines engagierten und "ausgezeichneten" Jugendtrainers.

Es ist durchaus löblich, das Thema der falschen Verdächtigung und des Flash-Mobs aufzugreifen und in einem Film (oder Roman) durchzuspielen. Aber: Jetzt denken die meisten, daß Flash-Mob die annonyme Verabredung im Internet mit der Absicht auf Gewalttaten wäre, was in dieser Allgemeinheit nicht stimmt. Ein ziemlicher Blödsinn war der Handlungstrang, in dem Jonas Schlagowsky-Seitz-Ehrmann versucht, den Chat im Internet zu löschen, noch dazu mit der Behauptung "Ich kenne einen, der kennt einen, der einer der besten Hacker ist". Das könnte sich ein 70jähriger ausgedacht haben, der seine Enkel nicht richtig verstanden hat. Der Jonas des Films hätte zumindest ahnen können, daß wenigstend die Polizei den Chat gespeichert hat. Mit so etwas läßt sich keine Verzweiflung darstellen.
Woher hatte er überhaupt im Krankenhaus das Laptop? Und natürlich mußte ein Wache schiebender Polizist versagen. Wieder dieses billige Mittelchen, um die Handlung voranzutreiben.

Sehr konstruiert wirkte die Festnahme des Flash-Mobs. In dem Augenblick, als die Aktion abgeblasen wurde, als Striesow-Stellbrink sich den Knopf aus dem Ohr zog, wußte man: Jetzt gehts erst richtig los. Jetzt soll Spannung erzeugt werden. Zwar konnten die Täter beobachten, daß der Kommissar den Bus nimmt. Aber für ihr Vorhaben hätten sie es vorher wissen müssen. Die Autoren wollten es so, daß der Bus fast leer ist und man so die meisten fassen kann.

Das Schlimmste aber waren die "Dialoge". Es kann durchaus realistisch sein, daß jemand etwas referiert. Aber bitte nicht in dem Ausmaß wie in diesem Film und dann mühsam als Gespräch kaschiert. So etwas ist ärgerlich und nicht unterhaltsam. Und wenn mir dann noch vermittelt wird, ich sei dumm, man müsse mir die Sache erklären, dann bin kurz vorm abschalten. Aber man will ja tapfer sein.

Bei den schwachen Rollen des Teams war durch die Schauspielerinnen nichts zu retten. Steinbach sollte ein Dummchen in der Position einer Staatsanwältin spielen, der man alles erklären muß. Brück-Marx darf nur die Stichworte geben, denen Striesow-Stellbrink dann zu widersprechen hat. Zur Aufklärung des Falles haben die beiden Damen nichts beizutragen. Gebt ihnen richtige Rollen, macht Figuren mit Fähigkeiten und einer eigenen Geschichte daraus statt bloße Funktionen, die als Stellvertreter für die dummen oder vorurteilsbeladenen Zuschauer dienen.

Wenn Volle den Jordan schon mal besser gespielt hat, dann lag es an dem Text, den er diesmal aufsagen mußte und an der schlechten Dialogregie. Immerhin ist er in seiner Rolle nicht auf einen Stichwortgeber reduziert, sondern darf sich auch mal über dumme Fragen der Staatsanwältin aufregen oder im Außendienst etwas Wichtiges finden.

Striesow-Stellbrink hatte vom Team den interessantesten Part, nicht wegen, sondern trotz der Seltsamkeiten, die man dieser Figur angedichtet hat. Er ist der einzige, der laut Überlegungen anstellen und Zweifel äußern darf. Wenn über den Saarbrücken-Tatort viel gemeckert wird – an Striesow in dieser Form liegt es nicht.

Die Schauspielerinnen, die nicht zum Stamm gehören, hatten es in dieser Folge deutlich besser. Der Rolle der Staatsekretärin "BSE" hätte man etwas mehr Indivitualität geben können. Gespielt wurde sie von Fouché gut. Die depressive Ullmann-Haasberger zeigte trotz der geringen Zeit einige emotionale Schattierungen.
Ich werde es nicht begreifen, warum die ARD nicht in der Lage ist, all die Personen und Darsteller auf der Web-Seite anzugeben, die mehr als Statistenrollen haben, in diesem Fall fehlt die Verlobte Haasbergers und die Ärztin, die beide gut dargestellt wurden. Die paar Zeilen wird man doch eingeben können.

Fazit: Die gute Grundidee wurde nicht glaubhaft Handlung umgesetzt. Vieles von dem, was an Handung gezeigt wurde, war konstruiert oder entsprach abgenutzten Mustern. Viele Dialoge wirkten nicht lebendig und waren mit Informationen belastet, die man in einem Film (nicht Hörspiel oder Roman) besser gezeigt hätte. Die Regie konnte dem auch nicht mehr Leben einhauchen.
Bei alldem konnten die Schauspieler wirklich herausragend sein, dennoch waren sie es, die den Film erträglich werden ließen.
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Rheinbrück » Mo 27. Jan 2014, 22:41

Das gute alte „Weniger ist mehr“ trifft hier zu, jedenfalls auf das Drehbuch. Ärgerlich insbesondere der von Stellbrink inszenierte Flashmob: Klar, er lässt sich planen, er findet ganz sicher in genau dem Regionalzug statt, oder am Bahnhof! Halt, natürlich nicht. Erst muss die Überwachung abgeblasen sein.

Als Stellbrink dann alleingelassen in den Bus stieg kam mir „Zuschauerbeleidigung“ in den Sinn, was wenig später die Erklärung für Dumme da draußen am Bildschirm nur verstärkt wurde.

Schade, das Buch hatte interessante Seiten.

Noch zwei Aspekte: Dieser „Horst“ kommt mir wie synchronisiert daher – und zu klug. Jemand schrieb mal ähnliches über den Ludwigshafener Tausendsassa, der da in seiner Kemenate das Wissen aller Disziplinen anwendet. Ich befürchte, dass von Enthusiasmus angetriebene und unterbezahlte Genies die Ausnahme sind, wie…

zweitens das Saarland ohne Leute mit Dialekt oder wenigstens Dialektfärbung.
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Trolliver
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Trolliver » Mo 27. Jan 2014, 23:17

Winston_C hat geschrieben:
Trolliver hat geschrieben:Fazit: sehr interessanter Fall (habe ich zumindest noch nicht gesehen), Striesow kann auch ernst, doch der Rest ist leider völlig verhunzt worden. Von Stellbrinks Ermittlungsmethoden bis zum hanebüchenen Motiv der Täterin. Mein Vater hat sich auch nie um mich gekümmert und ein späteres Kind ganz anders behandelt. Ich sitze jetzt jede Nacht wach und grübele, wie ich es ihm heimzahlen kann.... :roll: Ballaballa.

Wiewohl ich die Auflösung auch nicht so toll fand, ist dieses Argument jedoch nicht wirkich stichhaltig, oder? Du gehst davon aus, dass kein Verbrechen möglich sei, das du unter ähnlichen Umständen NICHT begangen hast oder hättest. In dem Fall gäbe es keine Banküberfälle (weil man selbst schon knapp bei Kasse war und sowas nicht getan hat), keine Serientäter (komplett unlogisch, man hat doch keine Freude am Töten!) und vor allem natürlich keine Irren wie Priklopil und Fritzl (man sperrt doch keine Mädchen jahrelang in einen Keller und vergeht sich an ihnen!).


Tankstellen, Winston, ich bevorzuge Tankstellen, wenn ich knapp bin... :lol:

Nein, ich gehe natürlich nicht davon aus. Dennoch halte ich das Motiv der Tochter für eine solche Tat für sehr weit hergeholt. Gestörtes Verhältnis hin oder her. Sie wirkte auf mich nicht wie eine völlig vernachlässigte, verstörte junge Frau, die ihrem Vater den Mob auf den Hals hetzen und sein Leben zerstören kann, denn das hatte sie ja vor. Dafür muß man schon von Haß erfüllt und zu Extremen bereit sein. Dazu kommt dann noch: welcher 8jährige glaubt bei solchen Inhalten in einem solchen Forum oder Chat an die Echtheit eines Fotos? Sei's drum, ist ein Film. Für mich halt kein guter.

Übrigens hatte ich den Eindruck, Stellbrink und die Tochter kennten sich, so locker, wie sie sich geduzt und auch sonst miteinander geredet haben. Jedoch will Stellbrink ohnehin jünger wirken als er ist, vielleicht gehört der vertrauliche Ton dann einfach dazu.
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Winston_C » Di 28. Jan 2014, 06:34

Trolliver hat geschrieben:
Winston_C hat geschrieben:
Trolliver hat geschrieben:Fazit: sehr interessanter Fall (habe ich zumindest noch nicht gesehen), Striesow kann auch ernst, doch der Rest ist leider völlig verhunzt worden. Von Stellbrinks Ermittlungsmethoden bis zum hanebüchenen Motiv der Täterin. Mein Vater hat sich auch nie um mich gekümmert und ein späteres Kind ganz anders behandelt. Ich sitze jetzt jede Nacht wach und grübele, wie ich es ihm heimzahlen kann.... :roll: Ballaballa.

Wiewohl ich die Auflösung auch nicht so toll fand, ist dieses Argument jedoch nicht wirkich stichhaltig, oder? Du gehst davon aus, dass kein Verbrechen möglich sei, das du unter ähnlichen Umständen NICHT begangen hast oder hättest. In dem Fall gäbe es keine Banküberfälle (weil man selbst schon knapp bei Kasse war und sowas nicht getan hat), keine Serientäter (komplett unlogisch, man hat doch keine Freude am Töten!) und vor allem natürlich keine Irren wie Priklopil und Fritzl (man sperrt doch keine Mädchen jahrelang in einen Keller und vergeht sich an ihnen!).


Tankstellen, Winston, ich bevorzuge Tankstellen, wenn ich knapp bin... :lol:

Nein, ich gehe natürlich nicht davon aus. Dennoch halte ich das Motiv der Tochter für eine solche Tat für sehr weit hergeholt. Gestörtes Verhältnis hin oder her. Sie wirkte auf mich nicht wie eine völlig vernachlässigte, verstörte junge Frau, die ihrem Vater den Mob auf den Hals hetzen und sein Leben zerstören kann, denn das hatte sie ja vor.

Nein, hatte sie nicht. Sie wollte ein Gerücht streuen, ihn in Verruf bringen und ihn fühlen lassen, wie es ist, nicht mehr geliebt zu werden. Ja, das klingt naiv und ist es auch, denn sie hatte wohl angenommen, dass die Leute es dabei bewenden lassen würden, ihm die kalte Schulter zu zeigen. Sie hatte nicht mit Gewaltattacken gerechnet.
Man kann die Naivität dahinter kritisieren, aber nicht, dass es unrealistisch ist. Falsche Beschuldigungen wegen sexuellen Missbrauchs gibt es zuhauf, und das Thema ist sehr heikel, weil die öffentliche Meinung leider sehr träge ist und meist nur in eine Richtung denken kann. Bringt man sie dazu, den Vorwurf eines sexuellen Missbrauchs generell als Falschaussage anzusehen, gehen all die wahren Opfer unter. Tatsächlich soll aber - wie ich erst kürzlich in einem Radiobeitrag gehört habe - bis zu 20% aller Fälle von angezeigtem sexuellem Missbrauch von Kindern auf einer Falschaussage beruhen.

Wenn man hier etwas kritisieren kann, dann das Alter der Tochter. Solche eine falsche Beschuldigung unter Ausblendung der möglichen Folgen, die das für den Beschuldigten haben kann, geht meist eher von Teenagern aus. Die junge Frau war mir aber schon ein wenig zu alt, um noch nicht abschätzen zu können, was sie da tut.
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Thomas » Di 28. Jan 2014, 07:45

mk1188 hat geschrieben:Kritik zur aktuellen Tatort-Kritik

....Seit die Quoten des Tatorts in den letzten Jahren stetig angestiegen ist, fühlen sich sämtliche Blogs und politische Magazine genötigt von sogenannten „TV-Experten“ Vorabkritiken zu veröffentlichen.


Passt irgendwie nicht in dieses Thema hier. Früher war also alles besser. Dazu nur eins:

Es ist nicht das gute alte "Früher" in dem wir leben. Sondern die heutige Zeit. Falls sie uns nicht zusagt können wir uns damit trösten dass in ca. 30 Jahren das heutige Hier-und-jetzt wohl ebenfalls als "gute alte Zeit" wahrgenommen werden wird ;)

PS: Schwer vorstellbar, wenn schon heute selbst spiegel.de täglich über dieses Tschungällkämmp berichtet :cry:


Rheinbrück hat geschrieben:.... Noch zwei Aspekte: Dieser „Horst“ kommt mir wie synchronisiert daher – und zu klug. Jemand schrieb mal ähnliches über den Ludwigshafener Tausendsassa, der da in seiner Kemenate das Wissen aller Disziplinen anwendet. ....


Nicht nur dies. Mir kam er teils auch wie ein Chef vor. Chef im positiven Sinne. Er moderierte die Einsatzbesprechungen, brachte Dinge auf den Punkt, was ihm letztlich auch den Respekt der Chefin-Staatsanwältin einbrachte. Und somit Handlungsspielraum. Verantwortungsbewusst nutzte er diesen kleinen Spielraum beim Verhör mit dem kleinen Jungen im Präsidium.
Apropos:

Winston_C hat geschrieben:
MordZumSonntag hat geschrieben:* Warum hat der Vater des Downsyndrom-Jungen diesem eine falsche Story in den Mund gelegt und den Schwimmlehrer dann angezeigt? Welcher Motiv hatte er?

Der Vater hatte Angst und hat den Jungen unbeabsichtigt beeinflusst, indem er ihn fragte, ob der Trainer ihn am Pimmelmann berührt hätte. Offensichtlich war er dabei so eindringlich, dass der Junge spürte, dass der Vater diese Antwort hören "wollte". ... Er hatte es gesagt, weil es seinen Papa "glücklich" machte. Ich nehme an, dass deshalb auch ein Trisomie-21-Kind gewählt wurde, weil man dem sowohl die Offenheit wie auch die Arglosigkeit gegenüber einer solchen Aussage eher zutrauen würde.


Ich finde das hast du sehr schön erklärt :) Echt !

Hier trifft auch das oben von Rheinbrück beschriebene "Weniger ist mehr" zu. Motto: Schnell noch mal ein Seitenhieb auf jene halbcholerischen Eltern des 21. jahrhunderts die jede Pflegschaftsversammlung (oder schulische Elternabend) zu einer Art Gerichtsverhandlung uminszenieren. Mit sich selbst natürlich in der scheinbaren Hauptrolle ;)

Zur Erinnerung: Der Vater wurde recht emotional weil er sah dass Stellbrink im Schwimmbad mit den Kindern redete. Mir zu emotional. Dieses Klischee hätte nicht reingebracht werden müssen. Machte alleridngs insofern Sinn dass diese Sorte Väter von Kindern besonders gerne "glücklich" gemacht werden, Hauptsache sie sind ruhig. Die Eltern.
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Gwenyedd » Di 28. Jan 2014, 12:28

Eigentlich hatte ich im Vorfeld schon nicht viel Lust, mir den Stellbrink-Tatort anzuschauen. Das lag an den beiden vorhergehenden Folgen. Andererseits war ich davon überzeugt, dass in irgendeiner Form auf die heftige Kritik an den ersten beiden Folgen reagiert worden war.
So war es schließlich auch. Im Großen und Ganzen war ich durchaus positiv überrascht. Die Folge würde ich, trotz einiger Schwächen und Logikfehler, als recht gelungenen Tatort bezeichnen.
Als störend empfinde ich einerseits ganz banal die Jogginghose, andererseits und wichtiger die unzulängliche Ausformung der Kollegin von Stellbrink.Ihr sollte mehr Eigenständigkeit und Persönlichkeit zugestanden werden. So wirkte sie zu sehr wie eine Kontrollinstanz für den überkreativen Stellbrink, der ab und zu mal an die Leine genommen werden muss. Die Staatsanwältin wurde zwar etwas zurückgenommen, ist aber immer noch unmöglich. Die Rolle sollte anders definiert und besetzt werden. Eigentlich sollten die Tatortfolgen aus Saarbrücken doch auch Lokalkolorit haben, wenn ich das richtig verstanden habe. Davon war hier aber nichts zu spüren.
Insgesamt halte ich das Konzept aber durchaus für entwicklungsfähig.
There are things known and there are things unknown; in between there are doors. -William Blake-
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Wachtmeister » Di 28. Jan 2014, 16:01

Winston_C hat geschrieben:Wenn man hier etwas kritisieren kann, dann das Alter der Tochter. Solche eine falsche Beschuldigung unter Ausblendung der möglichen Folgen, die das für den Beschuldigten haben kann, geht meist eher von Teenagern aus. Die junge Frau war mir aber schon ein wenig zu alt, um noch nicht abschätzen zu können, was sie da tut.


Das sollte ein Teenager sein. Entsprechend wurde Lessmann auch geschminkt. Man hätte das mit anderen Informationen unterstützen müssen. Die Agenturen und Castings halten häufig ein Spielalter für möglich, das unbefangene Zuschauer nicht akzeptieren, jedenfalls nicht in Filmen. Besonders bei Teenagern ist es sehr problematisch.
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Winston_C » Di 28. Jan 2014, 17:46

Wachtmeister hat geschrieben:
Winston_C hat geschrieben:Wenn man hier etwas kritisieren kann, dann das Alter der Tochter. Solche eine falsche Beschuldigung unter Ausblendung der möglichen Folgen, die das für den Beschuldigten haben kann, geht meist eher von Teenagern aus. Die junge Frau war mir aber schon ein wenig zu alt, um noch nicht abschätzen zu können, was sie da tut.


Das sollte ein Teenager sein. Entsprechend wurde Lessmann auch geschminkt. Man hätte das mit anderen Informationen unterstützen müssen. Die Agenturen und Castings halten häufig ein Spielalter für möglich, das unbefangene Zuschauer nicht akzeptieren, jedenfalls nicht in Filmen. Besonders bei Teenagern ist es sehr problematisch.

Ernsthaft? Ich kenne die Schauspielerin nicht, weiß also nicht, wie alt sie tatsächlich ist, für mich sah sie aber aus wie Mitte 20. Und in dem Alter ist man für solche Aktionen mindestens 10 Jahre zu alt.
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Tatort_Celerina » Di 28. Jan 2014, 17:54

Rheinbrück hat geschrieben:Dieser „Horst“ kommt mir wie synchronisiert daher – und zu klug.
Und dieser Horst wirkt wie ein völlig neuer Charakter und hat - außer dem Namen und dem Darsteller - nahezu nichts gemein mit dem "Horst" aus der Phase mit Kappl/Deininger. Wenn man eine Rolle übernimmt, dann sollte man sie auch wirklich beibehalten und nicht so radikal verändern.
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Winston_C » Di 28. Jan 2014, 18:17

Tatort_Celerina hat geschrieben:
Rheinbrück hat geschrieben:Dieser „Horst“ kommt mir wie synchronisiert daher – und zu klug.
Und dieser Horst wirkt wie ein völlig neuer Charakter und hat - außer dem Namen und dem Darsteller - nahezu nichts gemein mit dem "Horst" aus der Phase mit Kappl/Deininger. Wenn man eine Rolle übernimmt, dann sollte man sie auch wirklich beibehalten und nicht so radikal verändern.

So wie bei Ballauf, dessen Familie sich auch in Luft aufgelöst hatte, nachdem er in Köln Ermittler wurde? ;)

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