897: Adams Alptraum

Alles rund um die einzelnen Tatort-Folgen
(Tat)ortimOsten
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897: Adams Alptraum

Beitragvon (Tat)ortimOsten » So 19. Jan 2014, 15:14

Saarländischer Rundfunk
(Stern.)

Fernsehfilm Deutschland 2013
Stereo / Videotext / Audiodeskription / High Definition

Erstsendung: 26. Januar 2014
Wiederholung am 28.01.2014, um 0.35 Uhr, im Ersten

Personen:
Hauptkommissar Jens Stellbrink - Devid Striesow
Hauptkommissarin Lisa Marx - Elisabeth Brück
Kriminaltechniker Horst Jordan - Hartmut Volle
Staatsanwältin Nicole Dubois - Sandra Steinbach
Anna Haasberger - Inga Lessmann
Claudia Haasberger - Barbara Ullmann
Jonas Seitz-Ehrmann - Jonas Schlagowsky
Ben Seitz-Ehrmann - Iason Becker
Barbara Seitz-Ehrmann - Mélanie Fouché
Bert Kaarweiler - Johannes Quester
Finn Kaarweiler - Daniel Neu
Sven Haasberger - Markus Hoffmann
und andere

Kamera: Wolf Siegelmann
Buch: Lars Montag und Dirk Kämper
Regie: Hannu Salonen

Ein Flashmob setzt an zur Lynchjustiz. Devid Striesow als Kriminalhauptkommissar Jens Stellbrink muss diesmal besonders in der Netzwelt ermitteln, unterstützt von seiner Kollegin Lisa Marx (Elisabeth Brück), KTU-Chef Horst Jordan (Hartmut Volle) und der Staatsanwältin (Sandra Steinbach).

Am 26. Januar 2014 zeigt Das Erste um 20.15 Uhr mit "Adams Alptraum" den dritten Tatort des saarländischen Ermittlerteams um Kriminalhauptkommissar Jens Stellbrink. Als der ehrenamtliche Schwimmtrainer Sven Haasberger auf einer öffentlichen Veranstaltung einen Scheck für seinen Verein entgegennimmt, füllt sich der Platz plötzlich mit einer Horde vermummter Gestalten. In einem Handgemenge geht Haasberger schwer verletzt zu Boden, der Notarzt gibt ihm von Beginn an kaum eine Chance. Stellbrink und sein Team stehen vor einem Rätsel. Doch schnell weisen Schmierereien auf ein mögliches Motiv hin. Dem Trainer wird vorgeworfen, er habe sich an seinen Schützlingen vergangen. Besonders im Internet scheint Haasberger aktiv gewesen zu sein, um unter Pseudonym Kinder anzusprechen. Der Flashmob scheint deshalb eine Form von Lynchjustiz zu sein. Doch während für empörte Eltern und die Öffentlichkeit der Fall klar ist, kommen Stellbrink Zweifel.

Regie führte auch diesmal der Finne Hannu Salonen, der seinen mittlerweile sechsten SR-Tatort inszeniert hat. In Episodenrollen sind u.a. Inga Lessmann, Barbara Ullmann, Mélanie Fouché, Johannes Quester, Julia Schneider, Jonas Schlagowsky und Silvia Bervingas als Margot Müller zu sehen.

Die Fakten zum neuen Tatort aus Saarbrücken findet ihr hier
"Wenn der virtuelle Hass hochkocht" - Die Filmkritik von Jens Szameit
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sintostyle
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon sintostyle » So 26. Jan 2014, 20:51

Bis auf das Ende mit der mMn sehr unrealistischen Täterin ein guter Tatort. Aber die Staatsanwältin geht immer noch nicht. Setzt sich aus Unterwürfigkeit der Staatssekretärin gegenüber über einen richterlichen Beschluss hinweg... lächerlich. Die Frau gehört abgesetzt.

Eigentlich eine 8... aber dass die Tochter so emotional eingebunden war und dann die Verantwortliche für das Ganze ist gibt auf jeden Fall einen Punkt Abzug. Minus auch für die Staatsanwältin (siehe oben). 1 Punkt kommt aber für die Kontinuität mit Frau Müller aus dem Erstlingswerk hinzu. Also 7 Punkte.
Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben.... Den Rest habe ich einfach verprasst! (George Best)
Friesianinho
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Friesianinho » So 26. Jan 2014, 20:53

Seh ich so wie Sinus, wobei ich die Tochter als Täterin schon realistisch find

Die Story war eine der besten der Tatort-Geschichte. Kreativ, überraschend, aber absolut denkbar.

Ich bleib bei einer 8,0
Winston_C
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Winston_C » So 26. Jan 2014, 21:01

Ich fand den wirklich gut, ganz toll auch das Wiedersehen mit Margot Müller (da gab es auch SEHR viele positive Stimmen auf Twitter nach der 1. Folge), und die Szene mit Stellbrink als Lockvogel war wirklich spannend, obwohl man natürlich wusste, dass was passieren würde.
Meine Kritikpunkte beziehen sich lediglich auf den Schluss. Stellbrink ist scheinbar Schnellheiler, oder aber die wahre Täterin wurde so lange nicht von einem anderen Polizisten verhaftet, bis Stellbrink wieder auf den Beinen war und es selbst erledigen konnte. Und dann die Aufklärung für Doofe am Schluss mit Rückblenden, und zwar identer Szenen, wie man sie schon vorhin gesehen hatte. Das war ein bisschen billig.
Unterm Strich fand ich die Folge aber sehr spannend. Ich war auch nicht auf die Tochter als Täterin gekommen, ich dachte, da sei was anderes im Busch, was ihr Verhalten zu Beginn erklären würde. Vielleicht, dass ihr Vater in Wahrheit auf kleine Mädchen stand und seine Tochter früher begrapscht hatte.
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Kohli77
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Kohli77 » So 26. Jan 2014, 22:21

Ich gebe gerne zu, dass ich positiv überrascht bin. Für eine Wertung ist es noch zu früh, aber mehr Punkte als für die ersten beiden Stellbrink-Folgen werde ich sicherlich vergeben (was auch nicht schwer ist!).
Es grüßt
- Der Kohli -

Meine 500. Tatort-Wertung: "148: Peggy hat Angst" mit Kriminalhauptkommissarin Hanne Wiegand.
Jaimee
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Jaimee » So 26. Jan 2014, 22:46

Interessanter Fall mit überraschender Auflösung zum Ende. Ich dachte auch, dass hinter dem Verhalten der Tochter zum Anfang etwas anderes steckt.
Also das war mein erster Fall der Kommissare Stellbrink und Marx. Nach dem was ich bisher über dieses neue Team gelesen habe, war ich auf Schlimmeres eingestellt. Somit also insgesamt eine positive Überraschung.
Dennoch: irgendwie kann ich nicht verstehen warum man das Team Kappl/Deininger abgesetzt hat. Eine Begründung war dabei, dass es wieder mehr Lokalkolorit geben sollte. Und das war es auch was mich an dem Fall heute völlig irritierte. Dieser Fall hätte überall spielen können. Es wirkte eher kalt und ungemütlich im Kommissariat. Und nachdem vor Kurzem erst der erste Fall des Vorgängerteams - Aus der Traum - wiederholt wurde, muss ich einfach sagen, dass Kappl und Deininger gerade durch ihre unterschiedliche Herkunft, dem Standort Saarbrücken eine unverwechselbare Note geben konnten.
Stellbrink und Marx dagegen konnten das überhaupt nicht rüberbringen. Das ganze Drumherum passt eher in eine kühle Großstadtatmosphäre.
Also so ganz zufrieden mit dem neuen Team aus Saarbrücken bin ich nicht. Ganz unzufrieden aber auch nicht. Lisa Marx fand ich viel positiver als vorher befürchtet. An Jens Stellbrink dagegen werde ich mich erst gewöhnen müssen, da ist der Funke nicht gleich übergesprungen.

Die Punktevergabe überschlafe ich erst einmal.
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Trolliver
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Trolliver » So 26. Jan 2014, 23:06

Gut Striesow hat seinen Slapstick diesmal unter Kontrolle. Seine Hysterie, wenn ihm etwas nicht paßt, leider nicht. Da wirkt er kleiner als die Jungen, die er verhört. Letzteres natürlich mit aller gebotenen Sebstüberschätzung, egal, wer ihm da gegenüber sitzt. Es mußte ja nur bewiesen werden, daß er recht hat, von Anfang an, egal wie. Und dann die Nummer mit ihm als Köder: äußerst einfallsreich, auch die Verzögerung sowie die Eskalation, nie gesehen... Na, und die Tochter hatten wir doch alle gleich in Verdacht, oder? Klar, die tickte doch nicht ganz richtig.

Fazit: sehr interessanter Fall (habe ich zumindest noch nicht gesehen), Striesow kann auch ernst, doch der Rest ist leider völlig verhunzt worden. Von Stellbrinks Ermittlungsmethoden bis zum hanebüchenen Motiv der Täterin. Mein Vater hat sich auch nie um mich gekümmert und ein späteres Kind ganz anders behandelt. Ich sitze jetzt jede Nacht wach und grübele, wie ich es ihm heimzahlen kann.... :roll: Ballaballa.
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Winston_C » Mo 27. Jan 2014, 05:17

Trolliver hat geschrieben:Fazit: sehr interessanter Fall (habe ich zumindest noch nicht gesehen), Striesow kann auch ernst, doch der Rest ist leider völlig verhunzt worden. Von Stellbrinks Ermittlungsmethoden bis zum hanebüchenen Motiv der Täterin. Mein Vater hat sich auch nie um mich gekümmert und ein späteres Kind ganz anders behandelt. Ich sitze jetzt jede Nacht wach und grübele, wie ich es ihm heimzahlen kann.... :roll: Ballaballa.

Wiewohl ich die Auflösung auch nicht so toll fand, ist dieses Argument jedoch nicht wirkich stichhaltig, oder? Du gehst davon aus, dass kein Verbrechen möglich sei, das du unter ähnlichen Umständen NICHT begangen hast oder hättest. In dem Fall gäbe es keine Banküberfälle (weil man selbst schon knapp bei Kasse war und sowas nicht getan hat), keine Serientäter (komplett unlogisch, man hat doch keine Freude am Töten!) und vor allem natürlich keine Irren wie Priklopil und Fritzl (man sperrt doch keine Mädchen jahrelang in einen Keller und vergeht sich an ihnen!).
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon tomsen2 » Mo 27. Jan 2014, 07:21

Im 3.Anlauf einigermassen gelungen. Ich kann jedoch immer noch nicht verstehen weshalb man Figuren wie die Staatsanwältin Dubois in einen Tatort schreibt. Gibt es jemanden der sowas witzig findet? Ich persönlich finde sowas nur doof. Das gleiche gilt für einen Ermittler der den ganzen Fall in Jogginghosen absolviert. Was soll das?

Es gibt allgemein in Tatorten Dinge, welche wenn man die Reaktionen liest, jeden nur Nerven, jedoch immer wieder auftauchen. Das sind zBsp. völlig verblödete Vorgesetzte oder Nebenstories mit den Kindern der Ermittler. (auch gestern wieder) Wieso werden solche Dinge immer wieder in einen Tatort geschrieben obwohl sie keiner mag?
Torsten
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Re: 897: Adams Alptraum

Beitragvon Torsten » Mo 27. Jan 2014, 07:44

Der 3. Fall Fall war mit Sicherheit besser wie die ersten Fälle, aber gefallen hat er mir trotzdem wieder nicht.
Ich will jetzt nicht auf die Schauspielerischen Leistungen der einzelnen eingehen, fand ich alle nicht so dolle (Striesow mal ausgenommen).

Was war mit der Aktion am Bahnhof, als abgebrochen wurde und Stellbrink in einen Bus einstieg, woher kamen auf einmal die ganzen Vermummten an der nächsten Bushaltestelle?
Die ganzen Erklärbären am Schluss waren auch unnötig.
Ich gebe ne 6,0

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