836: Es ist böse

Alles rund um die einzelnen Tatort-Folgen
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Tatort_Celerina
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Re: 836: Es ist böse

Beitragvon Tatort_Celerina » Mo 30. Apr 2012, 18:09

Reto hat geschrieben:Dann hoffe ich nur, dass dereinst nicht einmal jemand in einem TATORT zu schnell fährt...


Man kann anderer Meinung sein, sollte dann aber auch seine Meinung mitteilen, anstatt die Beiträge anderer ins Lächerliche zu ziehen.
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heletz
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Re: 836: Es ist böse

Beitragvon heletz » Mo 30. Apr 2012, 18:27

Kohli77 hat geschrieben:...

Zum Thema Türeinschlagen: Da war doch wirklich mal "Gefahr im Verzuge", da die Beamtin davon ausging, dass die Frau in Gefahr wäre. Im realen Polizeileben würde das Konsequenzen haben; vermutlich müsste es für die Tür Entschädigung geben, ...

Ach, ich darf meinem Nachbarn ungestraft die Tür einschlagen und dann hinterher murmeln "Gefahr im Verzug" und damit ist die Sache gegessen, nachdem ich eine neue Tür spendiert habe? :?:

So einfach ist die Sache nun wirklich nicht!
Es kommt nicht darauf an, was die Beamtin, meint, sondern was IST.
Eventuell kann das die Beamtion den JOB kosten.

Wie ich schon sagte: Der schlechteste Tatort seit langem.
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Re: 836: Es ist böse

Beitragvon cappucino317 » Mo 30. Apr 2012, 19:38

Soviel Blut gabs glaubich schon lang nicht mehr in einem Tatort zusehen.
Tolle Folge vom Main.
Schön war das man Steier einwenig näher kennen lernen durfte.Im laufe der Zeit wird er sich sicherlich zueiner großen Figur entwickeln
dazu passt May super dazu eine symphatische Frau wir werden mit den 2en bestimmt noch viel Freude haben.
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Re: 836: Es ist böse

Beitragvon Reto » Di 1. Mai 2012, 17:11

Tatort_Celerina hat geschrieben:
Reto hat geschrieben:Dann hoffe ich nur, dass dereinst nicht einmal jemand in einem TATORT zu schnell fährt...


Man kann anderer Meinung sein, sollte dann aber auch seine Meinung mitteilen, anstatt die Beiträge anderer ins Lächerliche zu ziehen.


War nicht böse gemeint. Deine Argumentation (bzw. was Du schreibst - muss ja nicht Deine eigene Argumentation sein) ginge aber tatsächlich in die Richtung, dass "schwache" Gewalt letztlich "starke" Gewalt ist - aufgrund tieferer Hemmschwelle...

Aber egal. Meine Reaktion war ein blöder Reflex aus alten Tagen - denn eigentlich wollte ich hier nicht mehr mitdiskutieren.
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Heinz
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Re: 836: Es ist böse

Beitragvon Heinz » Di 1. Mai 2012, 21:58

Tatort_Celerina hat geschrieben:Für das Töten von Tieren müssen die Täter eine geringere Hemmschwelle überwinden, als für das Töten von Menschen. So etwas zu zeigen - oder wie hier: anzeudeuten - halte ich daher für gefährlich, da das Nachahmen aufgrund der geringeren Hemmschwelle leichter möglich ist.


Ich will deinen Beitrag wirklich nicht ins Lächerliche ziehen, aber in der Sache muss ich Reto zustimmen. Wenn man deinen Gedankengang konsequent zu Ende führt, dann darf eben wirklich im Fernsehen nicht mehr gezeigt werden, wie Steuern hinterzogen werden, wie jemand bei Rot über die Ampel geht, wie jemand vergewaltigt wird, wie jemand stiehlt, Tiere tötet etc. Man kann das so fortsetzen, dir ist sicher klar, worauf ich hinaus will. Von daher möchte ich einfach mal wissen, wo du da für dich die Grenze ziehst: Was darf alles deiner Meinung nach nicht gezeigt werden? Mord anscheinend schon, sonst wärst du kein TATORT-Fan und weil die Hemmschwelle recht hoch ist; das bei Rot-über-die-Ampel-gehen vermutlich auch, weil es sich um eine Lappalie handelt. Wo ziehst du da die Grenze? Was ist so besonders am Tiere töten?

Ich war nur sehr erstaunt darüber, dass hier jemand offenbar Tiertötung als verwerflicher als Mord ansieht. Ich bleibe dabei: Wäre der Mörder lieber bei Katzen geblieben! Das gebieten mir einfach mein Rechtsempfinden und meine Ethik, dass ich der Tötung eines Tieres eine weitaus (!) geringere Bedeutung zumesse als der Tötung eines Menschen. Ich weiß, dass die Tötung eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz darstellt, aber das ist ja noch meilenweit vom Straftbestand Mord entfernt. Ich sehe keinen Grund, warum beides gleichgestellt werden sollte. Letztlich ist die Tötung eines Tieres eben nur Sachbeschädigung und es liegt eben ein himmelweiter Unterschied zwischen Sachen und Menschen.

Etwas ähnliches kann man übrigens auch immer beobachten, wenn nach einem Tötungsdelikt Kommentare wie "Aber sie war doch noch so jung und so hübsch!", "Aber sie war doch noch ein Kind!" oder "Aber er war immer so ein freundlicher und netter Mensch!" zu hören sind. Das impliziert immer die Aussage, dass ein Mord an einem alten, hässlichen Grantler weniger schlimm wäre als an einem Kind. Auf dieser fatalen Denkweise basiert übrigens auch der grandiose TATORT 575 Herzversagen (HR 2004; Dellwo & Sänger).
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Re: 836: Es ist böse

Beitragvon Tatort_Celerina » Sa 5. Mai 2012, 15:48

Reto hat geschrieben:
Tatort_Celerina hat geschrieben:
Reto hat geschrieben:Dann hoffe ich nur, dass dereinst nicht einmal jemand in einem TATORT zu schnell fährt...


Man kann anderer Meinung sein, sollte dann aber auch seine Meinung mitteilen, anstatt die Beiträge anderer ins Lächerliche zu ziehen.


War nicht böse gemeint. Deine Argumentation (bzw. was Du schreibst - muss ja nicht Deine eigene Argumentation sein) ginge aber tatsächlich in die Richtung, dass "schwache" Gewalt letztlich "starke" Gewalt ist - aufgrund tieferer Hemmschwelle...

Aber egal. Meine Reaktion war ein blöder Reflex aus alten Tagen - denn eigentlich wollte ich hier nicht mehr mitdiskutieren.

Alles klar, wir verstehen uns!
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Re: 836: Es ist böse

Beitragvon VolkeR. » Sa 5. Mai 2012, 22:46

Ok, der Hintern von der Kunzendorf ist schick...sehr schick sogar! :D

Aber der Film war trotz allem über weite Strecken langweilig. Der einzige Überraschungsmoment war der, das "Dauerbösewicht" Uwe Bohm NICHT der Täter war. Damit hat wohl fast keiner der Tatort-Insider gerechnet! (Prominenter Name im Vorspann, der überwiegend fiese Rollen spielt = zu 99% der mutmaßliche Täter)
Best Regards
VolkeR.
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Re: 836: Es ist böse

Beitragvon Thomas » Mi 26. Feb 2014, 09:06

Gestern sah ich diesen Frankfurter Tatort zum zweitenmal und stellt fest vieles vergessen zu haben. Eine Folge aus einer Stadt die dafür bekannt ist dass sich Leute vom Land mit einem Jurastudium austatten. Um dem Rest der Republik aus den Glaspalästen heraus irgendwelche subsauberen Fondsprodukte aufzuschwatzen.

Hier wurde einmal die andere Seite der Stadt in vielen Sekunden(bruchteil)aufnahmen gezeigt: Urbane Hinterhofschickale. Eine Kameraführung die ich persönlich nicht so sehr schätze. Umso länger verweilte die Kameraführung ganz woanders ;) :


Linsay hat geschrieben:Zum Alphamädchen Mey: ... Regie und Kamera hatten am Set wohl fast nur ihren schicken Hintern im Fokus. ... Ich erwähne dies nur, weil es sich wie ein roter Faden durch die Folge zog, doch es störte nicht im geringsten. Aber man wird ja wohl grinsen dürfen.


marlowe hat geschrieben:...
Der Hintern von Frau Kunzendorf kam tatsächlich gefühlt alle 5 Minuten vor. Das nervte, obwohl auch der - sorry für die Machoeinlage - eine glatte 10 verdient.

Eraser hat geschrieben:Aber einen schönen Hintern hat sie schon :lol:
Allerdings wirkt es machmal doch ein bißchen zuviel des Guten...
zumal sie manchmal doch (vor allem an der einen Stelle)...ich will mal sagen, ein wenig prollig rüberkommt.
Läuft da mit ihrer Hose in den Stiefeln und der Knarre an der Hüfte wie ein Sheriff durch die Gegend 8-)
.


Laut Aussage von Kunzendorf war es dieses aufgezwungene Image was sie angeblich dazu verleitete die Brocken im Tatort hinzuwerfen. Weil sie zu sexy wirken sollte. Was sie nicht wollte. Die Frage nach ihren zahlreichen Nacktauftritten im TV (und die damit verbundene höhere Gage) stelle ich da besser nicht. Hingeschmissen hat sie irhe Rolle weil sie sich damals prostituiert fühlte.

Gleich 4 sich prostituierende Damen kamen in dieser Folge ums Leben. Zumindest optisch hatte Frau Mey, siehe auch die zitierten Beiträge oben die sich mit meiner Meinung decken, also durchaus hierhin eine gewisse Affinität vorzuweisen. Auch das "prollig"unterschreibe ich. Was mit dem knallroten Gummiboot der Marke Golf (GTI ?) untermalt wurde.

:arrow: Nett: Anfangs, als die Pressekonferenz war, hatte Frau Mey gleich zwei Stiefel im Büro an. Erst weiße, dann rote.

Ziehe ich also alle nicht-Fall-relavanten Aufnahmen von Frau Mey ab, bleibt nicht mehr viel Fall übrig. Wenn ich dann noch das pubertäre Konkurrenz-Gehabe zwischen Mey und Steier (gut gespielt und agiert !) in Abzug bringe, oder auch die kindischen Droh-Gebärden von Frau Mey gegenüber ihrem Chef, bleibt gar noch weniger Fall übrig. :(

Der diesmal durchweg nüchterne Krol war für mich Balsam auf die Seele. Zumal:
Wachtmeister hat geschrieben:Król-Steier spielte hinter Kunzendorf-Mey die zweite Geige. ...

Optisch : ja. Doch in Wahrheit war es Krol seine Kollegin steuerte. Nicht führte. Geführt haben Steier und der Chef. Klug gesteuert hat Krol. Nicht manipuliert. Gesteuert. Was mir wiederum sehr, sehr gut gefiel.

Wie auch die in jeder Szene keifende Rita. Weil das schon etwas von "Comedy" hatte. Dabei war sie es die früh, von der Kamera verfolgt, die Spur zum Täter legte. Als die 650 € zu wenig waren ...

Während also die Ermiltter lieber Türen eintraten, geriet der Fall an sich in eine Sackgasse. Warum der Täter doch noch ins Visier der Fahnder geriert, darüber schwieg sich die Folge aus. Ebenso darüber wieso er plötzlich in der Klapse war. Ganz besonders darüber wie jemand der von Kopf bis Fuß ins Plastik verkelbt und mumifiziert ist (daher ja auch keine Fingerabdrücke und DNA-Spuren :idea: ) noch eine derart hohe körperliche Flexibilität genießt. Normal wäre manches seiner 4 Opfger locker wegegelaufen. Außer, es hätte sich darüber totgelacht wie der Tütenmann über seine eigenen Füße gestolpert wäre.

Dann war ja noch die Sache mit dem Pressemenschen Eggers und dem anderen Gewalttäter. Öffentlichkeitswirksamer Selbstmord inklusive. Neulich wurde zu diesem Thema ein Montagskrimi ausgestrahlt. Alleine dafür wurden spannende 90 Minunten benötigt. Die 5 Minunten in dieser Folge wirkten auf mich deplatziert. Zumal auch diese mit dem Fall an sich wenig bis gar nichts zu tun hatten.

Gerdezu realitätsfremd , für mich aber igrendwie auch belustigend, die Ermilltungen über das Labor. Hier wird uns Bürgern gerne vorgegaukelt dass bei jedem dieser Fälle derartige DNA-Spuren akribisch ermittelt und binnen weniger Minunten ausgewertete werden. ( "Ruf doch mal an ob die das Ergebnis schon haben") . Hier schaut die Realität leider völlig anders aus.

Schlechte Comedy, kaum Fall, völlig Sackgasse, Lara Croft (das übernehme ich dankend ;), düstere Atmosphäre durch und durch, irreführende Spannung, Kameraführung, kaum Unterhaltung, mehr als 4,0 sind nicht drin.
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Re: 836: Es ist böse

Beitragvon Sonderlink » Mi 18. Okt 2017, 23:57

Einer der besten Tatorte überhaupt!
(Ich schreib´das notfalls auch nochmal rein)

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