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764: Hitchcock und Frau Wernicke
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(Tat)ortimOsten
Registriert: Mo 29. Dez 2008, 23:32 Beiträge: 561
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 764: Hitchcock und Frau Wernicke
RBB (Stern.) Fernsehfilm Deutschland 2010 / Breitbild 16:9 / Stereo / Videotext / Audiodeskription Erstsendung: 24. Mai 2010 PersonenTill Ritter - Dominic Raacke Felix Stark - Boris Aljinovic Lutz Weber - Ernst-Georg Schwill Irmgard Wernicke - Barbara Morawiecz Renate Müller - Lotte Ohm Weinhändler Benkelmann - Hans-Jochen Wagner Jenny Schily - Ella Leiser und andere Musik: Torsten Sense Kamera: Ralph Netzer Buch: Klaus Krämer Regie: Klaus Krämer Einsam lebt Irmgard Wernicke in einer kleinen Mietwohnung. Die betagte Rentnerin spricht mit ihren Wellensittichen, sieht fern und beobachtet die Fabriketage gegenüber. Eines Morgens geht bei der Mordkommission Frau Wernickes Hilferuf ein: Sie behauptet fest, im Haus gegenüber sei eine Frau ermordet worden. Ritter und Stark sprechen mit der alten Dame und stellen wenig später erste Ermittlungen am vermeintlichen Tatort an. Der dort lebende Weinhändler Benkelmann gibt freundlich Auskunft - eine Leiche oder Spuren, die auf einen Mord hinweisen, existieren jedoch nicht. Dennoch geraten Ritter und Stark mehr und mehr in den Bann der Schilderung der liebenswürdigen alten Frau, die Ritter an seine Mutter erinnert. Die Kommissare lernen auch Frau Wernickes Krankenpflegerin Renate Müller und den Zivi Timo kennen - die einzigen Menschen, mit denen sie näher Kontakt hat. Als herauskommt, dass Frau Wernicke in der angeblichen Mordnacht Hitchcocks Film „Fenster zum Hof" im Fernsehen gesehen hat, rühren sich Zweifel: Hat sich die alte Dame anstecken lassen und ihre Aussagen nur erfunden? Aber wieso versucht Benkelmann dann den Kontakt zu der attraktiven Ella Leiser zu verheimlichen? Kurz darauf verschwindet Irmgard Wernicke, dafür tauchen weibliche Leichenteile auf. Ritter und Stark sind bestürzt. Haben sie die Situation falsch eingeschätzt und hätten sie die alte Dame schützen sollen? Alle Daten zum Pfingst-Tatort"Der Besuch der alten Dame" - Die Filmkritik zum neuen Berliner TatortZur Auswertungsseite in der Rangliste
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| Mi 7. Apr 2010, 21:13 |
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teresa
Registriert: So 12. Okt 2008, 22:02 Beiträge: 11
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 Re: 764: Hitchcock und Frau Wernicke
Gratuliere Klaus Krämer, zu Buch & Regie. Bis auf die unwahrscheinliche Observationsprämisse am Anfang war das sehr gut und spannend und endlich mal unpeinlich für einen Berliner Tatort....Emotional und ohne Plot-Gedöns
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| Mo 24. Mai 2010, 21:50 |
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Rolf
Registriert: So 11. Okt 2009, 21:50 Beiträge: 3
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 Re: 764: Hitchcock und Frau Wernicke
Mann, mann, mann, so wenig Tempo. Da hat wohl der ganze Produktionsstab zu lange und ausgiebig Pfingsten gefeiert. Und übrigens: Die Hinterhöfe in der Boddinstraße sehen anders aus. Die schönen gefliesten Fassaden gibts hier eher in anderen Stadtteilen!
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| Mo 24. Mai 2010, 21:51 |
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sintostyle
Registriert: Mo 9. Apr 2007, 09:19 Beiträge: 342 Wohnort: Offenburg
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 Re: 764: Hitchcock und Frau Wernicke
mir war es ein bißchen zuviel von Hitchcock abgekupfert, hat nur noch eine Grace Kelly ähnliche Schauspielerin gefehlt.... Trotzdem fürs gute Team und für den Auftritt von Starks Sohn 5 Punkte
_________________ Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben.... Den Rest habe ich einfach verprasst! (George Best)
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| Mo 24. Mai 2010, 21:54 |
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The Pub Landlord
Registriert: So 24. Mai 2009, 22:10 Beiträge: 67
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 Re: 764: Hitchcock und Frau Wernicke
die naturalistische inszenierung und das minimalistische mimenspiel überzeugen - weniger ist hier größtenteils mehr. aber eben nur größtenteils. denn weder ist die idee besonders originell, noch vermag der film durchgehend zu fesseln.
7/10
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| Mo 24. Mai 2010, 21:57 |
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SpuSi
Registriert: So 19. Apr 2009, 19:43 Beiträge: 66
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 Re: 764: Hitchcock und Frau Wernicke
Für mich bisher das Highlight des Jahres.
Ein klassischer Ermittlungstatort mit viel Stimmung, hoher Glaubwürdigkeit trotz skurriler Story und Spannung von Anfang bis Ende. Und das alles ohne eine einzige Knarre im Bild. Sehr gute schauspielerische Leistungen und unaufdringliche Nebenhandlungen.
Der Film zeigte eindrucksvoll, wie wenig es doch im Kern für einen guten Krimi braucht.
Es riecht nach 9 Punkten.
Grüße, SpuSi.
_________________ **In der Rangliste votiere ich unter dem Nick "Halmackenreuther"**
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| Mo 24. Mai 2010, 21:59 |
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Elder Statesman
Registriert: Sa 22. Aug 2009, 10:15 Beiträge: 128
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 Re: 764: Hitchcock und Frau Wernicke
Wie geil ist das denn: Ein Tatort im Retro-Style! Nicht nur wegen der Anlehnung an Hitchcock, nein, dieses Buch hätte man eins zu eins für Ode oder Derrick nehmen können. Bierernst und stocksteif wandelt Raacke auf den Spuren Tapperts, da wird bar jeder Ironie über den Fall referiert, Plot und Charaktere sind überschaubar, eingefangen in laangen Einstellungen und mit spärlichem Musikeinsatz. Das hatte so gar nichts gemein mit dem heutigen, meist ärgerlichen Krimi-Einerlei aus x-fach verwobenen Handlungssträngen, mit diesem Harakiri am Schneidetisch und dem allgegenwärtigen Soundbrei - das hier war eine Rezeptur von vorgestern. Ist das deshalb schlecht? Nein, im Gegenteil. Für mich ist die Machart dieses Tatorts vor allem eines: mutig.
Abgesehen von den Äußerlichkeiten war es ein raffiniert aufgezogener Fall, der gerade durch seine Langsamkeit Spannung und Intensität erzeugte. Die Figuren wirkten menschlich und glaubhaft, sicherlich bis auf die Tatsache, dass Benkelmann - wo er doch ahnen musste, dass er beobachtet wird - nicht einfach früher seine Fenster verhüllt hat. Das Motiv der Tat blieb zudem offen und konnte nur erahnt werden. Auch hätten die Ermittler eine Spur lebhafter daherkommen können.
Insgesamt aber einer stimmige, überraschend guter Krimi. Wird wohl auf 7 - 8 Punkte hinauslaufen.
Zuletzt geändert von Elder Statesman am Mo 24. Mai 2010, 22:06, insgesamt 1-mal geändert.
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| Mo 24. Mai 2010, 22:04 |
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Copland
Registriert: Mo 14. Dez 2009, 16:54 Beiträge: 20
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 Re: 764: Hitchcock und Frau Wernicke
Typischer Aufklärungs-Tatort. Eigentlich steht schon in den ersten 5 Minuten alles fest und der Rest der Zeit ist mühsame Ermittlerarbeit.
Mir hat irgendwie der große Tusch gefehlt, der normalerweise in solchen Stories kommt.
Bedrückend fand ich auch dass Steffen Münster ungewöhnlicherweise keine aktive Täterrolle hatte. Ist schon schlimm, wenn die Schauspieler einem als Zuseher in ihren typischen Rollen so festgelegt vorkommen, dass man praktisch schon minütlich auf deren Auftritt wartet.
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| Mo 24. Mai 2010, 22:06 |
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Heinz
Registriert: Mi 17. Dez 2008, 20:55 Beiträge: 217
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 Re: 764: Hitchcock und Frau Wernicke
Super Fall, ich bin total begeistert.
Aljinovic ganz groß, die Abendschauszene war großartig. Die Spannung und die Ungewissheit wurden bis zuletzt konsequent durchgehalten. Eine absolut stringente Erzählweise, eine hübsch minimalistische Musik, ein stimmig ausgewähltes (und sehr berlinisches) Setting, eine kammerspielartige Inszenierung, alles prima.
Ein paar kleine Unwuchten verhindern die Höchstwertung: - Der Zivi macht Frau Wernickes Tür auf und wird gefragt: "Wer sind Sie?". Warum hat er da nicht mal zurückgefragt, wer das wissen will? - Die Mieterstruktur erscheint mir für Neukölln-Nord im Allgemeinen und für die Boddinstraße im Besonderen ein wenig - äh - migrationshintergrundarm. - Spätestens als Stark die Abfuhr bei der Krankenschwester bekam, war sofort klar, dass drinnen die Wernicke sitzen muss. - Cathrin Böhme! Und dann auch noch im Abspann!
9,5 Punkte. Gegenüber dem letzten Fall eine Steigerung um mehr als 5 Punkte.
P.S.: Tauchte Starks Sohn vorher schon mal im Bild auf? P.P.S.: Zeit, die Signatur zu ändern:
_________________ "Nur wer herumkrakeelt, dem wird Gehör geschenkt. Der Bescheidene steht im Abseits der Historie." (Käpt'n Blaubär)
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| Mo 24. Mai 2010, 22:08 |
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Copland
Registriert: Mo 14. Dez 2009, 16:54 Beiträge: 20
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 Re: 764: Hitchcock und Frau Wernicke
Heinz hat geschrieben: P.S.: Tauchte Starks Sohn vorher schon mal im Bild auf?
War der nicht bislang immer so im Grundschulalter? Oder schaue ich zu viele olle Berliner Kamellen?  Kann mich da noch an eine Folge erinnern, als Ritter mit ihm Carrerabahn gefahren ist.
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| Mo 24. Mai 2010, 22:11 |
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