1035: Auge um Auge

Alles rund um die einzelnen Tatort-Folgen
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Carlo Menzinger
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Re: 1035: Auge um Auge

Beitragvon Carlo Menzinger » Mo 13. Nov 2017, 16:40

flor61 hat geschrieben:Es bleibt dabei: Ich fand diesen TO spitzenmäßig und ich bedanke mich nochmal ganz herzlich für diesen Film. Macht weiter so, denn so lange "Zwergenwitze" mit Auszeichnungen überhäuft werden, dürft ihr noch einen Zahn zulegen. Irgendwo muß ja ein Gegengewicht her.

Schon ein bisschen albern, wenn man eine Tatortfolge hauptsächlich deswegen als gut bewertet, um ein Gegengewicht zu anderen Tatort-Städten zu setzen. Als ob die Menschen aus den Regionen in einem Wettbewerb stehen würden. So ähnlich hatte ich auch diese Anmerkung "Sachsen gegen Berlin" gedeutet. Wir gegen die. Es hätte einfach gereicht, meine Neugier nach möglicherweise versteckten Botschaften zu befriedigen. Aber stattdessen eine unhöfliche Antwort und überhaupt keine Lösung des Rätsels.
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Re: 1035: Auge um Auge

Beitragvon flor61 » Mo 13. Nov 2017, 16:54

Purzelito hat geschrieben:Zwergenwitze ist zugegeben nicht jedermanns Sache. Aber ich freu mich schon drauf!


d’accord, und ich freue mich auf den nächsten aus Dresden.

Carlo Menzinger hat geschrieben:Schon ein bisschen albern, wenn man ......


Tja, dann ist es eben so.
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Carlo Menzinger
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Re: 1035: Auge um Auge

Beitragvon Carlo Menzinger » Mo 13. Nov 2017, 16:57

flor61 hat geschrieben:Tja, dann ist es eben so.

Aber was hindert Sie daran, mir eine Antwort auf meine Frage zu geben? Doch jetzt nicht wirklich so einen Art regionale Feindschaft? Wie gesagt, mich hätte Ihr Wissen einfach interessiert.
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Re: 1035: Auge um Auge

Beitragvon flor61 » Mo 13. Nov 2017, 17:24

Carlo Menzinger hat geschrieben:
flor61 hat geschrieben:Tja, dann ist es eben so.

Aber was hindert Sie daran, mir eine Antwort auf meine Frage zu geben? Doch jetzt nicht wirklich so einen Art regionale Feindschaft? Wie gesagt, mich hätte Ihr Wissen einfach interessiert.


Ok, Frieden

Ich werde mir den TO nochmal ganz bewußt anscheuen, denn ich will, wenn schon, nicht falsch zitieren. Vieleicht gelingt es mir ja heute Nacht. Und mir ist schon bewußt, daß es regionale Unterschiede gibt. Das hängt wohl mit Sicherheit auch vom Umfeld ab. Wörüber sich der eine kaputtlacht, das erzeugt beim nächsten Unverständnis. Und das ist doch auch gut so, oder?

Also, wir sprechen uns :)
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Carlo Menzinger
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Re: 1035: Auge um Auge

Beitragvon Carlo Menzinger » Mo 13. Nov 2017, 17:34

flor61 hat geschrieben:
Carlo Menzinger hat geschrieben:
flor61 hat geschrieben:Tja, dann ist es eben so.

Aber was hindert Sie daran, mir eine Antwort auf meine Frage zu geben? Doch jetzt nicht wirklich so einen Art regionale Feindschaft? Wie gesagt, mich hätte Ihr Wissen einfach interessiert.


Ok, Frieden

Ich werde mir den TO nochmal ganz bewußt anscheuen, denn ich will, wenn schon, nicht falsch zitieren. Vieleicht gelingt es mir ja heute Nacht. Und mir ist schon bewußt, daß es regionale Unterschiede gibt. Das hängt wohl mit Sicherheit auch vom Umfeld ab. Wörüber sich der eine kaputtlacht, das erzeugt beim nächsten Unverständnis. Und das ist doch auch gut so, oder?

Also, wir sprechen uns :)

Oh danke, ich bin wirklich gespannt.
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Re: 1035: Auge um Auge

Beitragvon Bollmann » Di 14. Nov 2017, 08:43

Als bisher stiller Mitleser muss ich mir mal Luft machen.
Ich habe mir, da ich letzten Sonntag nichts bessere zu tun hatte, wieder einmal den Dresdner Tatort angesehen, obwohl ich mir nach den ersten beiden Folgen vorgenommen hatte, diese Tatorte auszulassen.
Ich wurde in meinem vorherigen Urteil leider bestätigt.
Es ist sicher der Auftrag des öffentlich rechtlichen Fernsehens, die politische Gegenwart auch in Tatort-Krimis einfließen zu lassen. Nur wenn das so plump und eindimensional geschieht wie in "Auge um Auge", dann komme ich unweigerlich zum Schluss, dass die Filmverantwortlichen den Zuschauer verar***en wollen.
Z.B. die Szene mit dem verschenkten Polizeicomputer (incl. Festplatte) in der natürlich eine selbstbewusste, nicht-Kopftuch-tragende, perfekt englischsprechende Syrerin DEN Flüchtling darstellen muss, der sorgarnichts mit der Realität der Überzahl der hier angekommenenden Menschen zu tun hat. Das kann nur als Verhöhnung der Zuschauer gedacht sein.
Wenn dann doch bitte konsequent und den Polizei-Computer an einem zottelbärtigen Tschetschenen oder ein ewig 17-jährigen "Unbegleiteten" verschenken, um den Irrsinn dieser (im Krimi für die Verschenkerin folgenlosen) Aktion darzustellen!
Die Eindimensionalität zieht sich durch die gesamte Serie der Dresden-Tatorte:
Polizei-Männerdarsteller= dumm, rückständig, tolpatschig, politisch rechts, besorgte Bürger
Polizei-Frauendarsteller= taff, fortschrittlich, clever, politisch links, FlüchtlingsaktivistInnen
Das ist einfach nur ermüdend. Und es bleibt daneben auch nicht mehr viel für den eigentlichen Fall übrig.
So bleibt aufgrund dieser Festlegung, für die beiden Haupt-Darstellerinnen im Film auch jegliches Fehlverhalten konsequenzenlos.
Das schon angesprochene minutenlange Telefonieren mit Handy in der Hand am Steuer, das ständige Vermischen privater mit dienstlichen Angelgenheiten während ihrer (im Film) nie endenden Dienstzeit, das dilitantische ständig sich nie Absprechen vor ihren Einsätzen untereinander oder mit ihrer Dienststelle.
All das macht diesen Film so unerträglich.
Daher würde ich ihm höchstens 2 von 10 Punkten geben, da es bestimmt noch tiefer geht.



Und übrigens:
Wenn man schon Lokalkolorit versprühen möchte dann doch bitte korrekt. Der berühmte Dresdner Strietzel-Markt wird mit langem "i" gesprochen und nicht wie von Brambach ausgesprochen mit kurzem "i"!
meine Tatort-Favoriten:
Nr.1 Borowski, Nr.2 Börne/Thiel, Nr.3 Moritz Eisner/Bibi Fellner
meine no-gos:
Rubin und Karow, Tschiller und Gümer
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Re: 1035: Auge um Auge

Beitragvon Purzelito » Di 14. Nov 2017, 09:42

Bollmann hat geschrieben:Als bisher stiller Mitleser muss ich mir mal Luft machen.
Ich habe mir, da ich letzten Sonntag nichts bessere zu tun hatte, wieder einmal den Dresdner Tatort angesehen, obwohl ich mir nach den ersten beiden Folgen vorgenommen hatte, diese Tatorte auszulassen.
Ich wurde in meinem vorherigen Urteil leider bestätigt.
Es ist sicher der Auftrag des öffentlich rechtlichen Fernsehens, die politische Gegenwart auch in Tatort-Krimis einfließen zu lassen. Nur wenn das so plump und eindimensional geschieht wie in "Auge um Auge", dann komme ich unweigerlich zum Schluss, dass die Filmverantwortlichen den Zuschauer verar***en wollen.
Z.B. die Szene mit dem verschenkten Polizeicomputer (incl. Festplatte) in der natürlich eine selbstbewusste, nicht-Kopftuch-tragende, perfekt englischsprechende Syrerin DEN Flüchtling darstellen muss, der sorgarnichts mit der Realität der Überzahl der hier angekommenenden Menschen zu tun hat. Das kann nur als Verhöhnung der Zuschauer gedacht sein.
Wenn dann doch bitte konsequent und den Polizei-Computer an einem zottelbärtigen Tschetschenen oder ein ewig 17-jährigen "Unbegleiteten" verschenken, um den Irrsinn dieser (im Krimi für die Verschenkerin folgenlosen) Aktion darzustellen!
Die Eindimensionalität zieht sich durch die gesamte Serie der Dresden-Tatorte:
Polizei-Männerdarsteller= dumm, rückständig, tolpatschig, politisch rechts, besorgte Bürger
Polizei-Frauendarsteller= taff, fortschrittlich, clever, politisch links, FlüchtlingsaktivistInnen
Das ist einfach nur ermüdend. Und es bleibt daneben auch nicht mehr viel für den eigentlichen Fall übrig.
So bleibt aufgrund dieser Festlegung, für die beiden Haupt-Darstellerinnen im Film auch jegliches Fehlverhalten konsequenzenlos.
Das schon angesprochene minutenlange Telefonieren mit Handy in der Hand am Steuer, das ständige Vermischen privater mit dienstlichen Angelgenheiten während ihrer (im Film) nie endenden Dienstzeit, das dilitantische ständig sich nie Absprechen vor ihren Einsätzen untereinander oder mit ihrer Dienststelle.
All das macht diesen Film so unerträglich.
Daher würde ich ihm höchstens 2 von 10 Punkten geben, da es bestimmt noch tiefer geht.



Und übrigens:
Wenn man schon Lokalkolorit versprühen möchte dann doch bitte korrekt. Der berühmte Dresdner Strietzel-Markt wird mit langem "i" gesprochen und nicht wie von Brambach ausgesprochen mit kurzem "i"!

Ich kann dir nur beipflichten, Bollmann, es ist leider so. Und das Schlimmste daran ist, dass dieser Tatort in der Diskussion über "Experimente" als endlich "normaler" Tatort bejubelt wird. Super Aussichten!
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Re: 1035: Auge um Auge

Beitragvon Rheinbrück » Mi 15. Nov 2017, 00:54

Bollmann hat geschrieben:Es ist sicher der Auftrag des öffentlich rechtlichen Fernsehens, die politische Gegenwart auch in Tatort-Krimis einfließen zu lassen. Nur wenn das so plump und eindimensional geschieht wie in "Auge um Auge", dann komme ich unweigerlich zum Schluss, dass die Filmverantwortlichen den Zuschauer verar***en wollen.


Ja, der Auftrag der ARD. Wer einen Auftrag hat, hat auch jemanden, der ihn beauftragt.

In meinem ersten Beitrag habe ich versucht, den MDR zu durchblicken: Einerseits gibt es den an Montagen möglicherweise „spazierenden“ Vorgesetzten, andererseits die mit dem Attribut <weltoffen> auf der Stirn tragenden Untergebenen und die erwähnte nicht gerade repräsentative Syrerin.

Gutwillig betrachtet zeigt der MDR die Zerrissenheit der Menschen, die in ihrem Sendebereich leben. Solltest Du in den verspäteten Genuss kommen, diese vergangenen Tatorte

Kein schöner Land / Frankfurt
Am Ende geht man nackt / Franken


zu sehen, wirst Du gnädiger mit diesem Tatort umgehen.
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Bollmann
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Re: 1035: Auge um Auge

Beitragvon Bollmann » Mi 15. Nov 2017, 01:35

Rheinbrück hat geschrieben:Gutwillig betrachtet zeigt der MDR die Zerrissenheit der Menschen, die in ihrem Sendebereich leben.

Reell betrachtet verhöhnt der sächsische Staatssender 27% der sächsischen BT-Wähler des Jahres 2017, die ebenso wie der Rest der Wähler die GEZ-"Demokratieabgabe" entrichten(müssen) und damit ihren Beitrag zum Bestehen dieses Senders leisten.

Ich habe, neugierig gemacht durch die ersten Beiträge hier zum Film mal recherchiert, was da eigentlich rausgeschnitten wurde.

Gefunden habe ich diesen TAZ_Artikel, der aufzeigt wie die Verantwortlichen in den Sendeanstalten brav über jedes hingehaltenen Stöckchen springen:

Rechtsextreme im Dresden-„Tatort“
Wenn Rechte als Helden auftreten

In einem „Tatort“ tauchen rechtsextreme Statisten auf. Als Journalisten über die Szene stolpern, nimmt der MDR die Folge zur Nachbearbeitung offline.

http://www.taz.de/!5458020/

Das nimmt schon kafkaeske Züge an und ist wieder einmal Wasser auf die Mühlen derer, die sich als Opfer inszenieren.
Durch solche Aktionen ist ihnen weiterer Zulauf sicher.
meine Tatort-Favoriten:
Nr.1 Borowski, Nr.2 Börne/Thiel, Nr.3 Moritz Eisner/Bibi Fellner
meine no-gos:
Rubin und Karow, Tschiller und Gümer
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Re: 1035: Auge um Auge

Beitragvon SaschaD1974 » Mi 15. Nov 2017, 08:54

Bollmann hat geschrieben:[..] verhöhnt der sächsische [..] GEZ-"Demokratieabgabe" [..]

Sie haben "Lügenkresse" und "Merkelmussweg" vergessen.

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