bello hat geschrieben:
[...] Das Dreierspiel Haferkamp, Verdächtiger und dessen Ehefrau war eigentlich ein großartiger Tatort. Abzüge aber wegen des unbefriedigenden Ende mit dem Tonband und einem aus dem Zylinder gezauberten Täter. Typischer Fall von "Wie komm ich hier nur raus ... " wenn man den einfachen Fall (Ehemann) partout nicht will. Zusammenfassend: Lange Zeit super Unterhaltung mit einem für das vorher gezeigte unwürdigenden Ende.
Aus meiner Sicht wurde kein Täter aus dem Hut gezaubert, sondern sauber ermittelt. Dass er zuvor in der Folge nicht aufgetaucht war, ist deshalb nicht weiter tragisch. Hatten wir auch so ähnlich bei
Herzversagen (575). Viel besser als wenn man eine Reihe von Verdächtigen präsentiert, die allesamt ein gleich schweres Motiv hätten und es letztendlich fast egal ist, in welche Richtung das Pendel ausschlägt.
Abendstern ist für mich der bislang beste Haferkamp noch vor
Die Abrechung und
Drei Schlingen. Lichtenfeld hat mal wieder ein klasse Drehbuch abgeliefert. Auf die Idee mit der Selbstjustiz der Frau Helm und ihren Ansichten muss man erstmal kommen: Ich verschweige entlastendes Material für einen Freispruch, damit mein Mann als Verdächtiger für sein Fremdgehen in der Ehe bestraft wird. Anschließend erpresse ich den wahren Täter und fordere Geld als Ausgleich für das ungerechtfertigte Absitzen der Strafe, die eigentlich ihm gebührt. Krass!
- 8,5 Punkte -