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Angst vor der eigenen Courage?

Verfasst: Sa 28. Okt 2017, 19:41
von Purzelito
http://www.tatort-fundus.de/web/news201 ... annen.html

http://www.tatort-fundus.de/web/news201 ... torts.html

Da kann ich nur sagen, wenns dem Esel zu wohl wird, dann geht er aufs Eis. Denkt man bei der ARD gar nicht darüber nach, woher der grassierende Tatort-Hype kommt? Ist es nicht möglich, dass gerade das Entstauben des Tatortformats durch Experimente ein grösseres, vielleicht auch jüngeres Publikum anspricht? "Babbeldasch" und "Wer bin ich" waren zwei Superfolgen. Bestimmt jetzt demnächst die Blödzeitung, was einen Tatort auszumachen hat? Schade, schade, sollte es hier zurück in die Zukunft gehen. Die Quote wäre demnächst mit Murot und den Bekloppten aus Weimar ausgeschöpft. Da brauchen sich andere Redaktionen nicht mehr ins Zeug zu legen. :roll:

Re: Angst vor der eigenen Courage?

Verfasst: Sa 28. Okt 2017, 21:22
von Carrera124
Ich find's gut. Die Beiträge zum Tatort sollten in erster Linie spannende Krimis sein, die Kozentration aufs Wesentliche kann da keinesfalls schaden. Die jüngere Vergangenheit hat ja gezeigt, dass die Qualität der Drehbücher stark verbesserungswürdig ist. Und zwei Experimente pro Jahr sind absolut ausreichend. Ich denke, auch ein jüngeres Publikum kann mit Qualität beeindrucken, und nicht mit irgendwelchem Quatsch.

Re: Angst vor der eigenen Courage?

Verfasst: So 29. Okt 2017, 00:48
von (Tat)ortimOsten
Nach der saudämlichen Obergrenze für Flüchtlinge kommt jetzt eine saudämliche Obergrenze für "Experimente" beim Tatort. Wahnsinn! Und nur weil die da oben den ganzen Arschgeigen im Netz, die den ganzen Tag "Gebt uns unseren Tatort zurück" schreien, nach dem Mund reden. Die Parallelen zur eingangs erwähnten politischen Lage sind bemerkenswert.

Das macht doch am Sonntagabend den Reiz aus, du weißt nicht, was kommt. Verschiedene kreative Köpfe sorgen für verschiedene Krimis. Wer will denn Woche für Woche immer wieder Schema F? Und der Tatort hat es in der vergangenen Zeit geschafft, sich heimlich Sonntag für Sonntag an die Spitze der 14-49-jährigen zu setzen.

Zum Glück weiß keiner so richtig, was sich hinter dem Begriff "Experiment" befindet, deswegen wird sich in der Sonntagkrimilandschaft nicht viel ändern. Liebe Redaktionen, lasst Herres, Schönenborn und Co reden, die haben ja erst recht keine Ahnung, wie man ordentliches Programm macht.

Re: Angst vor der eigenen Courage?

Verfasst: So 3. Dez 2017, 22:12
von KarinElisabeth
Der Jahrgang 2017 ist miserabel, einer von 10 sehenswert.
Soviel Schrott hintereinander ist der Tod des Tatort.
Es kommt der Tag, da interessiert es keinen mehr.
Also sollten die Verantwortlichen mal in sich gehen.
Genügend negative Kritiken hagelt es ja wohl.

Re: Angst vor der eigenen Courage?

Verfasst: Mi 6. Dez 2017, 13:12
von Tatort_Celerina
KarinElisabeth hat geschrieben:Der Jahrgang 2017 ist miserabel, einer von 10 sehenswert.
Soviel Schrott hintereinander ist der Tod des Tatort.
Es kommt der Tag, da interessiert es keinen mehr.
Also sollten die Verantwortlichen mal in sich gehen.
Genügend negative Kritiken hagelt es ja wohl.

Ich bedanke mich für diese fundierte Kritik, die in ihr enthaltenen nachvollziehbaren Argumente und die zielführende, sachdienliche Zusammenstellung der Argumentationskette.

Re: Angst vor der eigenen Courage?

Verfasst: Mi 6. Dez 2017, 13:48
von Carrera124
Nun ja, was gibt es da großartig zu begründen? Ein Blick in die Rangliste reicht: von bislang 34 gesendeten Folgen sind mehr als 25 in der unteren Tabellenhäfte (ab Rang 500). Sage und schreibe 6 Folgen davon sind sogar schlechter als Rang 1000 platziert, gehören also zum absoluten Bodensatz.
Und in den vergangenen Jahren war mein subjektives Qualitätsempfinden ziemlich ähnlich: eine handvoll gute Folgen, eine handvoll mittelgute Folgen, der große Rest = schlechte Folgen.

Die Reihe Tatort braucht dringend eine Qualitätssteigerung. Lieber weniger Neufolgen pro Jahr drehen (Nebeneffekt: Kostensenkung), dafür mehr Wert auf vernünftige Drehbücher legen, anstatt permanent irgendwelchen Schrott aus der Restekiste zu verfilmen.
Und vielleicht auch mal über radikale Maßnahmen nachdenken. Wenn wie aktuell bei der Mehrzahl der Folgen häufig inhaltlicher Leerlauf mit Musikuntermalung zu sehen ist, wäre eine Reduzierung der Laufzeit von 90 auf 60 Minuten durchaus sinnvoll (Nebeneffekt: Kostensenkung).