Dritter WDR-Tatort aus Dortmund

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Heinz
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Re: Dritter WDR-Tatort aus Dortmund?

Beitragvon Heinz » Fr 4. Nov 2011, 22:57

sintostyle hat geschrieben:
gagara hat geschrieben:Ich stimme dir völlig zu, sintostyle: ich finde diese Eindeutschungen (bisweilen auch Amerikanisierungen) fremdsprachlicher Namen auch immer grauenvoll. Und ich gehe sogar so weit, daß ich den Wunsch der betreffenden Namensträger nach deutscher (oder amerikanischer) Aussprache des Namens – so also auch in Minute 13 der betreffenden oben genannten Pressekonferenz – ignoriere.

Als Beispiele:
- der schleswig-holsteinische FDP-Politiker Kubicki [korrekt polnisch: Kubizki], der sich Kubikki aussprechen läßt,
- die einst zur ungarischen Minderheit in Serbien gehörende Tennisspielerin Monica Seles [korrekt ungarisch: Sélesch], die nach ihrer Einbürgerung in den USA unbedingt Seles genannt werden wollte,
- eine ehemalige Kollegin von mir mit Namen Schalaewa [korrekt russisch: Schalájewa], die sich am Telephon immer mit Schala-Éwa meldete.


Danke! Endlich jemand der mich versteht :)


Aber wenn die Herrschaften Tezel, Kubicki, Seles und Schalaewa ihren Kindern lieber deutsche (oder englische) Vornamen geben, lasst ihr sie gewähren, oder ignoriert ihr das auch und fordert sie mit Nachdruck auf, Vornamen zu erteilen, die die einstige türkische (polnische, ungarische, russische) Herkunft der Eltern erkennen lassen?

Und bei der Wohnsitzwahl? Billigt ihr den Genannten in dem Punkt eine gewisse Freizügigkeit zu oder beharrt ihr auf Wohnsitznahme im Heimatort der Vorfahren?

Kurzum: Warum darf der Mensch sich nicht verändern bzw. anpassen wollen?
"Die Literatur ist tot, das Theater ist tot, die Lyrik ist tot - es gibt nur noch Filme. Die Musik röchelt noch, weil man sie für den Soundtrack braucht." (Stephen Fry)
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sintostyle
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Re: Dritter WDR-Tatort aus Dortmund?

Beitragvon sintostyle » Sa 5. Nov 2011, 09:51

Heinz hat geschrieben:
sintostyle hat geschrieben:
gagara hat geschrieben:Ich stimme dir völlig zu, sintostyle: ich finde diese Eindeutschungen (bisweilen auch Amerikanisierungen) fremdsprachlicher Namen auch immer grauenvoll. Und ich gehe sogar so weit, daß ich den Wunsch der betreffenden Namensträger nach deutscher (oder amerikanischer) Aussprache des Namens – so also auch in Minute 13 der betreffenden oben genannten Pressekonferenz – ignoriere.

Als Beispiele:
- der schleswig-holsteinische FDP-Politiker Kubicki [korrekt polnisch: Kubizki], der sich Kubikki aussprechen läßt,
- die einst zur ungarischen Minderheit in Serbien gehörende Tennisspielerin Monica Seles [korrekt ungarisch: Sélesch], die nach ihrer Einbürgerung in den USA unbedingt Seles genannt werden wollte,
- eine ehemalige Kollegin von mir mit Namen Schalaewa [korrekt russisch: Schalájewa], die sich am Telephon immer mit Schala-Éwa meldete.


Danke! Endlich jemand der mich versteht :)


Aber wenn die Herrschaften Tezel, Kubicki, Seles und Schalaewa ihren Kindern lieber deutsche (oder englische) Vornamen geben, lasst ihr sie gewähren, oder ignoriert ihr das auch und fordert sie mit Nachdruck auf, Vornamen zu erteilen, die die einstige türkische (polnische, ungarische, russische) Herkunft der Eltern erkennen lassen?

Und bei der Wohnsitzwahl? Billigt ihr den Genannten in dem Punkt eine gewisse Freizügigkeit zu oder beharrt ihr auf Wohnsitznahme im Heimatort der Vorfahren?

Kurzum: Warum darf der Mensch sich nicht verändern bzw. anpassen wollen?


Du vergleichst Äpfel mit Birnen lieber Heinz. Es geht um die Aussprache und nicht um Einschränkung bei der Namensgebung oder Wohnortwahl. Mich nervt es, wenn mein Name oder der meiner Frau oder meines Sohnes falsch ausgesprochen wird. Oder wie fändest du es mit "Hiinz" statt "Heinz" angesprochen zu werden? Aussprache ist in keiner Sprache oder Dialekt verhandelbar, die ist sprachlich vorgegeben.
Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben.... Den Rest habe ich einfach verprasst! (George Best)
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Re: Dritter WDR-Tatort aus Dortmund?

Beitragvon Carrera124 » Sa 5. Nov 2011, 11:06

Ich muss Heinz völlig zustimmen.

Wenn jemand explizit eine besondere Aussprache seines Namens wünscht, sollte man diesen Wunsch respektieren. Egal ob das angeblich "sprachlich vorgegeben" ist oder nicht. Sprache ist etwas lebendiges und flexibles - zum Glück.
Kunst kommt von können, nicht von wollen. Sonst würde es Wunst heißen.
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Re: Dritter WDR-Tatort aus Dortmund?

Beitragvon Heinz » Sa 5. Nov 2011, 13:43

sintostyle hat geschrieben:wie fändest du es mit "Hiinz" statt "Heinz" angesprochen zu werden?

Zöge ich in ein Land, dass den Umlaut ei nicht kennt und in dem man diese Buchstabenfolge im allgemeinen Sprachgebrauch "ii" ausspräche, und spräche ich anschließend aus freien Stücken den Wunsch aus, dass folglich auch mein Name von meinen Mitmenschen so ausgesprochen würde, auf dass diesen mein Name leichter von den Lippen ginge, dann erwartete ich, dass dieser Wunsch so auch respektiert würde und ihm nicht mit Ignoranz begegnet würde.

Jeder wie er mag.

Ich mach mir jetzt nen Obstsalat.
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Re: Dritter WDR-Tatort aus Dortmund?

Beitragvon sintostyle » So 6. Nov 2011, 07:12

Heinz hat geschrieben:
Ich mach mir jetzt nen Obstsalat.


hoff er hat geschmeckt :-)
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Re: Dritter WDR-Tatort aus Dortmund

Beitragvon Quileute » Fr 14. Sep 2012, 20:06

Jörg Hartmann (Kommissar Faber) war heute im ARD-Morgenmagazin. Am 23. September wird dann der 1. neue Dortmund-Tatort gesendet.
... alle 57 Tatort-Folgen mit Kopper gesehen
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Re: Dritter WDR-Tatort aus Dortmund

Beitragvon Neudinho » Sa 15. Sep 2012, 09:41

Das Interview ist hier zu sehen.
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Re: Dritter WDR-Tatort aus Dortmund

Beitragvon Cer » Mi 10. Aug 2016, 17:30

Gerade live in der Aktuellen Stunde (WDR) verkündet. Daniel Kossik steigt aus privaten Gründen 2017 aus dem Dortmunder Tatort aus.
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Re: Dritter WDR-Tatort aus Dortmund

Beitragvon Herr_Bu » Do 11. Aug 2016, 16:08

Hallo,
ich persönlich werde Oberkommissar Daniel Kossik im Dortmunder Team nicht vermissen. Mal sehen, wie man seinen Abgang handlungsmäßig umsetzt. Sein angespanntes Verhältnis zu Faber wird sich wohl noch steigern... Vielleicht stürzt ihn Faber ja aus Rache vom Hochhaus, auf dem er anfangs selbst schon mal stand ;) ;) ;)
Grüße Herr_Bu
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Re: Dritter WDR-Tatort aus Dortmund

Beitragvon Frau Vosen » Do 11. Aug 2016, 21:35

Vielleicht kann man die Chance nutzen und den Dortmund-Tatort etwas entschlacken: Nachdem es am Anfang einen Psychopathen und drei relativ normale Kommissare gab, sind ja mittlerweile alle 4 total kaputt. Von daher denke ich, 3 Psychopathen sind auch noch genug.

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