Wie entsteht denn DEINE Bewertung ?

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Party Girl
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Re: Wie entsteht denn DEINE Bewertung ?

Beitragvon Party Girl » Mo 27. Apr 2009, 18:11

Sooooo, ich hab mir mal eine kleine Excel-Tabelle gebastelt, wenn man hier die Kommentar so machen User liest, kriegt man da richtig Lust drauf :)

Ich bewerte:

Handlung (Gewichtung 20)
Darsteller (20)
Spannung (20)
Vorhersehbarkeit (10)
Humor (10)
Anspruch (10)
Logik (10)

jeweils mit einer Punktzahl zwischen 1 und 10 (außer bei Vorhersehbarkeit ist 1 das schlechteste und 10 das beste).

Punkte werden mit Gewichtung multipliziert und dann durch 100 geteilt, dann kommt der erste Teil der Gesamtnote heraus. Dann gibt es noch eine Note zwischen 1 und 10 für den subjektiven Gesamteindruck als zweiten Teil. Der Durchschnitt aus diesen beiden Teilen ist meine Endnote.

Das System ist sicher noch ausbaufähig, aber ich bin zurzeit damit zufrieden und hab meine Ergebnisse auch noch nicht in die Rangliste eingetragen.

So, und jetzt geh ich schnell ein paar bewerten ...
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Re: Wie entsteht denn DEINE Bewertung ?

Beitragvon bello » Di 28. Apr 2009, 10:43

Interessante Idee von PartyGirl. Bei mir hat die Handlung aber einen Anteil von mindestens 50 Prozent. Also etwas so:

Handlung (Gewichtung 50)
Spannung (20)
Logik (10)
Anspruch (10)
Darsteller (5)
Humor (5)

Dazu kann man dann noch Boni oder Malus vergeben, also einen Malus z.B. für die Vorhersehbarkeit. Auf- oder Abwertung kann natürlich auch für bereits gewichtete Rubriken verteilt werden, beispielsweise einen Bonus für besonders gute Darsteller.

Bei Partygirl wäre ein stinklangweiliger Tatort mit guten Darstellern, feinem Humor, in sich logisch mit einem gewissen Anspruch und absolut nicht vorhersehbar schoon ein ganz ordentlicher Tatort :?
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Re: Wie entsteht denn DEINE Bewertung ?

Beitragvon saarländer » Di 28. Apr 2009, 12:48

bello hat geschrieben:Bei Partygirl wäre ein stinklangweiliger Tatort mit guten Darstellern, feinem Humor, in sich logisch mit einem gewissen Anspruch und absolut nicht vorhersehbar schoon ein ganz ordentlicher Tatort :?


.. und bei dir müsste ein Münster-TATORT aber kaum über 2 Punkte kommen :mrgreen:
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Re: Wie entsteht denn DEINE Bewertung ?

Beitragvon bello » Di 28. Apr 2009, 14:21

.. und bei dir müsste ein Münster-TATORT aber kaum über 2 Punkte kommen :mrgreen:


Hast ja nicht unrecht - trotz aller Spannung bin ich aber nicht ganz humorlos :lol:
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Re: Wie entsteht denn DEINE Bewertung ?

Beitragvon Party Girl » Di 28. Apr 2009, 16:23

Interessante Vorschläge ... hatte das vor zwei Wochen einfach mal so hingerotzt und die paar Tatorte die ich bis jetzt mit dem System bewertet hab, sagen noch nicht so wirklich viel darüber aus, ob es auf die Dauer funktionieren wird. Hatte die Handlung zuerst auch höher gewichtet, aber im Endeffekt sind es alles Krimis, wieviel Handlung ist da zu erwarten? Das Ableben einer Person (ich schreib jetzt extra nicht Mord), Ermittlungen der Polizei oder sonstiger Personen, am Ende eine mehr oder weniger plausible Auflösung.

Vielleicht find ich da noch ein Mittelding, so in der Art: Die Handlung wird zwar mit 50 gewichtet, setzt sich aber aus Unterpunkten wie Thematik, Plotholes Plausibilität etc. zusammen.

Vielleicht brauchts noch ein paar mehr Tatorte - bin noch ziemlich "grün", hab glaub ich noch nicht mal 100 Tatorte gesehen -, und eine Urteil kann man immer wieder revidiert.

Mal als Beispiel: Für Oben und Unter kommt bei mir die Note 4 heraus. Fand ich jetzt nicht abgrundtief schlecht, wird aber bei einer Terminkollision den Kürzeren ziehen. Die Höllenfahrt kriegt 8,5 (ich fühlte mich großartig unterhalten).

Wenn ich nur 1 und 10 vergeben wollte, bräuchte ich ja kein System :)
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Re: Wie entsteht denn DEINE Bewertung ?

Beitragvon bilbo » Di 28. Apr 2009, 22:12

bello hat geschrieben:Bei Partygirl wäre ein stinklangweiliger Tatort mit guten Darstellern, feinem Humor, in sich logisch mit einem gewissen Anspruch und absolut nicht vorhersehbar schoon ein ganz ordentlicher Tatort :?

Ich stell mir mal vor: Einen anspruchsvollen, in sich logischen tatort mit guten schauspielerischen Leistungen, gewürzt mit feinem Humor und dann ist auch noch die Auflösung nicht absehbar.
Das klingt für mich nach mehr als "ganz ordentlich" und wie kann eine solche Folge denn stinklangweilig sein ?

Insgesamt freu ich mich, dass wieder Leben in diesen thread gekommen ist, schon abgefahren wie unterschiedlich so'ne Bewertung entsteht, oder ? Ich persönlich staune zB wie systematisch und auch akribisch da manche rangehen im Vergleich zu mir.
Who's next ? ;)
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Re: Wie entsteht denn DEINE Bewertung ?

Beitragvon Gnädinger » Mi 29. Apr 2009, 13:00

bilbo hat geschrieben:Insgesamt freu ich mich, dass wieder Leben in diesen thread gekommen ist, schon abgefahren wie unterschiedlich so'ne Bewertung entsteht, oder ? Ich persönlich staune zB wie systematisch und auch akribisch da manche rangehen im Vergleich zu mir.


Meine Bewertungen nach Gefühl und aus dem Bauch heraus scheinen mir jetzt auch etwas zu wenig empirisch abgesichert. ;)

Ich mache in den nächsten Tagen mal einen Versuch und werde den einen von mir schon bewerteten Tatort nach einer, hier in diesem Thread vorgestellten tabellarischen Form bewerten, und dann mit meiner früheren intuitiven Bewertung vergleichen.

Meine Annahme geht dahin, dass sich keine grossen Abweichungen ergeben werden, da viele Kriterien in den vorgestellten Systemen irgendwie ganz unterbewusst auch in meine "So-aus-dem-Bauch-heraus-Bewertungen" einfliessen. Bin mal gespannt!

Gruss Gnädinger
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Re: Wie entsteht denn DEINE Bewertung ?

Beitragvon fluppy » Do 30. Apr 2009, 15:59

Schon interessant, wie manche hier so werten...

Zunächst zur Skalenweite bzw. deren "Eichung":

Ich vergebe gleichmäßig Noten über die gesamte Skala und sehe diese auch als "absolute" Skala, d. h.

a) ein 10er-Tatort entspricht imho durchaus den besten sonstigen Fernsehfilmen bzw. ein "Nuller" einer Folge Marienhof o. ä. ... :mrgreen:
b) damit ließe sich notfalls auch jeder andere Film beurteilen.
c) eine mittlere Qualität liegt selbstverständlich genau im 5er-Bereich.

Meine Wertung entspricht dabei zu einem guten Teil meinem völlig subjektiven Geschmack, obwohl ich mich natürlich auch bemühe, objektive Kriterien wie Logik der story oder glaubwürdige, mitreissende Schauspielerleistungen miteinfliessen zu lassen.

"Spannung" ist für mich ein nur schwer zu beurteilendes Kriterium. Manche scheinen das ja mit "action" zu verwechseln... Für mich ist ein guter Film aber immer spannend, selbst wenn er bedächtig daherkommt.

Mit der sofortigen Bewertung nach Sicht des Filmes habe ich meist gar kein Problem, ich behaupte nach über 30jährigem Tatort- und sonstigem Filmkonsum einfach ganz unbescheiden, sofort urteilsfähig zu sein. Wie bei manch anderem von Euch hilft mir dabei allerdings eine ganz persönliche, mit Adjektiven versehene Bewertungsskala, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

10 = absolut herausragend, prägend
9 = sehr gut, stark, beeindruckend
8 = gut, weit über Durchschnitt
7 = sehenswert, gelungen
6 = ganz nett, ordentlich
5 = durchschnittlich, Routine
4 = belanglos, nichts besonderes
3 = mäßig, unbefriedigend
2 = schwach, misslungen
1 = miserabel, ärgerlich
0 = indiskutabel
Gruß

Fluppy / Peter
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Re: Wie entsteht denn DEINE Bewertung ?

Beitragvon (Tat)ortimOsten » Mi 27. Mai 2009, 22:41

Erika Odmanski hat geschrieben:
"Ich schaue Tatort seit 1970, also seit Folge 1 und maße mir eine zutreffende Meinungsbildung an bzw. gebe NULL wenn ich es für richtig halte.

Punkt Aus Ende !"

Huhu da bin ich wieder.
So nun zu meiner Frage:
Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass du die Noten in der Rangliste sehr niedrig hälst (bis auf zwei Ausnahmen). Das ist vollkommen legitim. Ich wollte einfach nur wissen, an was es derzeit liegt?
Ich würde mich über eine Antwort freuen! :)
Bis bald!
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Re: Wie entsteht denn DEINE Bewertung ?

Beitragvon Bulle » Mo 1. Jun 2009, 22:16

10 = Herausragend, "Referenz-Klasse"
8 = Sehr gut
6 = Gut
4 = Durchschnitt
2 = Schlecht
0 = Unterirdisch
Realistische Krimis sind langweilig.

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